600 Hamilton (Alex.)
Könige als die treuen Freunde seiner Mutter gut ausgenommen und zum Thcil in ihre ^Güter wieder eingesetzt. John, gcst. 1694, erhielt 1599 die Würde eines Marquis. ^
Claude wurde der Stifter einer Seitenlinie der Hamilton, der noch jetzt blühenden schot. .
Grafen von Abcrcorn, Barone von Paislcy. — John's Sohn, James H., Graf von iCambridge, Staatsmann und Günstling Jakob's 1., starb >625 an Gift, das ihm sein !Nebenbuhler, der Herzog von Buckingham, beigebracht. — Sein ältester Sohn und Erbe, !James H., der Günstling und Jugendfreund Karl's I., zog im Dreißigjährigen Kriegedem Schwedenkönige mit einem bedeutenden engl. Hülfscorps zu und half den Sieg beiLeipzig erringen. Zurückgerufen, bewies er sich als den treuesten Anhänger Karl's l.,wurde von demselben 1643 zum Herzoge von H. erhoben und mußte 1649, nach der Hin- ^richtung seines königlichen Gönners, ebenfalls das Schafot besteigen. Die meisten der Ha-miltons folgten nun dem Prinzen von Wales ins Ausland.— WilliamH., Graf vonLsnark und Staatssccretair von Schottland, der Bruder des Herzogs, war bei Karl l. inUngnade gefallen, weil er den Bürgerkrieg misbilligte, und zog darum dem Parlaments-heere mit einem starken Hülsscorps zu. Bald trat er jedoch zur Partei des Königs zurück,und Karl II. verlieh ihm, nach dem Tode des Bruders, 1659 die herzogliche Würde. Erwurde 1651 in der Schlacht von Worchestcr von Cromwell gefangen genommen und starbeinige Tage darauf an seinen Wunden. — Die männlichen Glieder des Hauptstammswaren mit diesem zweiten Herzoge von H. erloschen. Karl II. übertrug daher den Herzogs-titel und die Würden des Hauses 1669 auf Will. Douglas, Graf von Selkirk, der Anna, 9
die Tochter und reiche Erbin des ersten Herzogs, zur Gemahlin hatte. (S. Douglas.) I
Will. Douglas, Herzog von H., starb >694 und hinterließ eine zahlreiche Familie.
— Sein ältester Sohn, James, Herzog vonH. und GrafArran, wurde zum engl.
Lord Dutton und Herzog von Brandon erhoben, kraft welcher Titel er Sitz im Oberhauseerhielt. Er diente vielfach als Gesandter unter der Königin Anna, wirkte als eifriger Ja-kobit für das Interesse der vertriebenen Dynastie und verlor sein Leben 1712 im Zwei- Hkämpfe. — Charles, der dritte Sohn des Will. Douglas, erhielt die Grafschaft Selkirkund vererbte die Würde wieder auf seinen Bruder John, der hierdurch der Stifter derGrasen von Hamilton-Selkirk wurde. — George, der fünfte Sohn des Will.Douglas, ein ausgezeichneter General in den Kriegen der Königin Anna, gest. 1737, stif- ^tetc die Linie der Grafen Hamilton-Orkney. — Archimbald H., der siebente Sohndes Will. Douglas, starb 1757 als brit. Admiral; sein Sohn war der durch seine anti-quarischen Forschungen bekannte Sir William Hamilton (s. d.). — In neuerer Zeit ha-den sich die Herzoge von H. im öffentlichen Leben wenig bemerkbar gemacht. Der gegen-wärtige.Herzog vonH., Alexander, folgte seinem Vater im I. 1819. — Sein Sohnand künftiger Erbe, Will. Alex. Anthony Archimbald, Marquis von Douglasund Clydesdale, geb. 1 81 1, vermählte sich 1 842 mit der Prinzessin Maria von Baden.
Hamilton (Alex.), ein um die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten Nordame-rikas hochverdienter Mann, wurde >757 auf der westind. Insel Nevis geboren, wo seinaus England stammender Vater sich vcrheiräthet hatte. Mit seiner Mutter kam er in frü-her Jugend nach Neuyork und erhielt daselbst in dem Columbia-College seine Wissenschaft-liche Bildung. Als die Zerwürfnisse der Colonien mit dem Mutterlande begannen, ver-theidigte er die Rechte der Erstern in mehren Schriften, die sich durch gründliche Beweis-führung und Reife des Stils auszcichncten. Beim Ausbruche des Kampfs trat er als Ar-tilleriehauptmrnn in das nordamerik. Heer, erwarb sich das Vertrauen Washington s,wurde 1 777 dessen Adjutant und gewann als Freund und Rathgeber des Feldherrn dengrößten Einfluß auf den Gang des Kriegs. Er war Oberst, als 1783 der Friede geschlos-sen wurde. Mit großem Eifer legte er sich nun auf die Rechtswissenschaft und brachte esbald zum Sachwalter. Der Staat Neuyork wählte ihn zum Mitglied des Kongresses, inwelchem er wesentlich zur Ordnung der öffentlichen Angelegenheiten mitwirkte. Nach demSchlüsse der Sitzung kehrte er nach Neuyork zurück, wo er als Sachwalter großen Ruf ge-wann. Im I. l / 86 wurde er Mitglied der gesetzgebenden Versammlung, und im folgen-den ^ahre nahm er als Abgeordneter seines Staats an der Urversammlung Philadel-phra Theil. Mit Mqchison (s.d.) hatte er den wesentlichsten Anthetl an der Entwersung