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Staats, und es wurde im Wesentlichen die Verfassung, wie sie vor >810 bestanden, wie.derhergeikellt. Als freie Stadt tratH. l8l5 dem Deutschen Bunde bei. Wie die ein-geäscherten Vorstädte und Landhäuser schnell und schöner als zuvor emporstiegen, so hobsich auch der Handel in H. wieder schnell und mächtiger als zuvor, dem die Handelskri-sen von 1825 und 1826, sowie im I. 1837 nur wenig schadeten, während freilich dieFabriken in Folge der Prohibitivmaßrcgeln der europ. Negierung mannichfache Beein-wächtigung erlitten. Das denkwürdigste Ereigniß in der neuesten Geschichte H.s ist dergroße Brand vom 5.-8. Mai l 812, der einen großen Theil der inner» Stadt, überhaupt1216 Gebäude in 75 Straßen, darunter drei Kirchen und eine große Anzahl öffentlicherGebäude, zerstörte, mehr als l 66 Menschen das Leben kostete und einen kaum zu berechnendenSchaden anrichtete, aber auch in ganz Eurova und namentlich in Deutschland, wo er mitdem plötzlich Frankreich gegenüber auflodernden Enthusiasmus für deutsche Einheit zusam-mentraf, einen Eifer für Unterstützung der so arg heimgesuchten Stadt hervorrief, welcherin gleicher Weise noch nie sich kundgegeben hatte. Selbst aber durch dieses große Unglückund diese unendlichen Verluste wurde der Credit der Stadt nicht im geringsten beeinträchtigtund ihr so die sofort wieder weise benutzte Quelle erhalten, welche ihr die Kraft verleiht,sich schöner als zuvor aus der Asche zu erheben. Die veraltende Staats« erfaffung sowieandere veraltete städtische Einrichtungen zeitgemäß zu reformircn, sind zwar in neuesterZeit wiederholte Anstrebungen gemacht worden, die indeß zu keinem wesentlichen Resul-tate geführt haben. Vgl. Bärmann, „Hamburger Chronik" (2. Ausl., Hamb. 1822) undZimmermann, „Neue Chronik von H." (Hamb. 1826).
Hameln, eine bedeutende Stadt im Fürstenthum Kalenberg der hannöv. Landdro-stei Hannover an der Hamel und Weser, über welche letztere jetzt eine Kettenbrücke führt,yat 6560 E., vier Kirchen, ein Stift (das durch das Staatsgrundgesetz von >833 aufge-hobene, durch den König Ernst August 1837 wiederhergestellte Bartholomäusstift) undein großes Zuchthaus. Die Bewohner nähren sich von Ackerbau, Brauerei, Manufaktu-ren, Fischerei, namentlich Lachsfang, und von Weserschiffahrt, welche seit Anlegung derSchleuß« im I. 1731 nicht mehr durch das ehedem so gefährliche Hameler Loch ge-hemmt ist. In den frühesten Zeiten gehörte H. der Abtei Fulda; 1256 wurde es an denBischof von Minden verkauft, und als über diesen Kauf eine heftige Fehde entstand, inwelcher viele Bürger das Leben verloren, kam es an das Haus Braunschweig. Die Stadtist nicht nur durch die Schlacht der Schweden gegen die Kaiserlichen im 1.1633 und alsehemalige Festung durch verschiedene Capitulationen in den I. 1757, 1863 und 1866,sondern auch wegen der alten Sage vom Hameler Rattenfänger merkwürdig. Am26. Aug. 1281 soll nämlich ein Zauberer mittels seiner Pfeife alle Ratten der Stadt undder Umgegend in die Weser geführt und als die Hameler den ihm dafür versprochenen Lohnnicht zahlten, eine andere Weise geblasen haben, worauf ihm sogleich alle Kinder nach demKuppelberge in der Nähe der Stadt gefolgt seien. Dieser habe sich aufgethan und nachdemMann und Kinder hineingegangen, wieder geschlossen. Nur ein einziges Kind, das sichverspätet, blieb zurück und erzählte die Begebenheit. Nach einiger Zeit läßt die Sage dieVerschwundenen in Siebenbürgen wieder zum Vorschein kommen und dort eine deutscheColonie begründen. Das Wahre an dieser Sage, zu welcher wol das auf dem nahen Kup-pelberge befindliche alte Denkmal Veranlassung gegeben haben mag, scheint die Auswan-derung der Hameler in Folge der obenerwähnten Fehde zu sein.
Hamilkar ist ein karthagischer Name. Besonders berühmt sind Hamilkar, der186 v.Chr. in der Schlacht beiHimera gegen Gelvn (s.d.) fiel, und Hamilkar, genanntBarkas, d. i. der Blitz, der Vater des großen Hannibal (s. d.). Er wurde im I. 217Oberfeldherr der Karthager im ersten pun. Kriege und behauptete sich auf dem BergeEpierkte (Monte Pellegrino) bei Panormus (Palermo), von welchem aus er zu Schiffe dieKüsten Italiens beunruhigte, drei Jahre lang gegen die Römer, nahm hierauf in derStadt Eryr, die er eroberte, zwischen den beiden Lagern, welche die Römer auf dem Gipfelund am Fuße des gleichnamigen BcrgS hatten, eine feste Stellung und hielt die Entschei-dung des Kriegs hin bis zum I. 212, wo ihn der Seesieg des Lutatius Catulus überHanno bei den Ägatijchen Inseln, durch den er der Zufuhr beraubt wurde, zur Schließuntz