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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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Hamburg

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Verkehr mit den amerik. Freistaaten, sowie durch die Kriege in den Niederlanden und amRhein, in Folge deren sich ein bedeutender Thcil des dortigen Handels nach H. zog. Im

1. 1802 wurde ihr endlich auch der Dom nebst Zubehör zufolge des Rcichsdcputations-schlusses abgetreten, und ihre Selbständigkeit, besonders Dänemark gegenüber, vonneuem anerkannt. So war H. zu Anfänge des >0. Jahrh. einer der reichsten und glück-lichsten Freistaaten. Allein das Einrückcn der Franzosen in Hannover im I. 1803 hakteauch für H. bald sehr nachtheilige Folgen. Es sah sich gezwungen, den hannov. Ständen

2, >25000 Mk. Banco vorzuschießen; die Franzosen bemächtigten sich >806 des AmtsRitzebüttel, um den Engländern die Elbe zu sperren, und nach der Schlacht bei Lübeckrückte am l 0. Nov. > 806 eine franz. Besatzung unter Mortier in H. selbst ein, woraufEngland eine strenge Blockade der Elbe verfügte. H. mußte nun seinen Seehandel überTönningen und Husum treiben, und was durch das Hannoversche und die Elbe aufwärtsverschickt werden sollte, mußte als nicht brit. Ursprungs documentirt sein. Nach demFrieden vonTilsit wurde die Stadt zwar wieder von den franz. Truppen geräumt und unab-hängig; doch war es nur ein Schatten der vorigen Unabhängigkeit. Auch wurde sie fort-während von franz. Befehlshabern auf mancherlei Weise ausgesogen und unter An-dern: genöthigt, ihre Postgerechtsamc nebst den übrigen Hansestädten dem Prinzen Muratzu überlaffen. So hatte sie unendlich gelitten, namentlich in Folge der Decrete Napoleon's,die, so weit sie reichten, alles Leben der Gewerbe und des Handels lähmten, als sie durchdas Decret vom >3. Dec. >81» dem franz. Reiche förmlich einverlcibt und der Hauptortdes ueugeschaffenen Departements der Elbmündungen wurde. Nachdem am 18. März1813 der ruff. Oberst Tettenborn die Stadt besetzt hatte, stellte dieselbe sofort ihre alteVerfassung wieder her und rüstete sich zur Theilnahmc an dem Kampfe gegen Frank-reich. Zum Felddienstc ließen sich mehr als 2000 und zur Bürgergarde 7000 Freiwilligeeinschreiben, noch ehe dieselbe durch einen förmlichen Raths- und Bürgerschluß organisirtwar, und bereits im April konnte ein Theil der Hanseaten ins Feld ziehen. Allein sehrbald drückten die Franzosen durch überlegene Macht die Verbündeten zurück, bemächtigtensich wieder des linken Ufers der Niederelbe und begannen in der Nacht auf den 20. Mai,nachdem Tags vorher die wenigen dän. Hülfstruppen abgezogen waren, die Stadt mitHaubitzgranaten zu beschießen. Die durch das Einrücken zweier schweb. Bataillone am21. Mai geweckte Hoffnung auf Befreiung schwand schon am 25., als die Schweden wie-der abzogen. Es entstanden Misverständnisse zwischen den Anführern des Milicairs unddem Senate, wodurch letzterer sich veranlaßt fand, auf den Nothfall dän. Vermittelungnachzusuchen. Dieser trat schon am 29. Mai ein, wo Tettenborn die Stadt räumte. DieBürgergarde wurde sofort aufgelöst, und noch ehe eine Kapitulation zu Stande gebrachtwerden konnte, rückten die Dänen als franz. Bundesgenossen und am 30. Mai Abendsder Marschall Davoust mit zahlreichen franz. Truppen in die Stadt ein. Theils um die-selbe zu befestigen, theils um sie zu züchtigen, wurden die härtesten Maßregeln schonungs-los ins Werk gesetzt, eine Geldbuße von 18 Mill. Francs theilweise eingetrieben, amb.Nov.die Bank mit 7,506956 Mk. Banco von Davoust in Beschlag genommen und am Endedes Jahrs nach und nach mehr als 30000 Menschen aus der Stadt getrieben und derStrenge des Winters preisgegcben. Gleichzeitig ließen die Franzosen die Wohnungenvon etwa 8000 Menschen in den nächsten Umgebungen der Stadt mit einer solchen Schnelleniederbrennen, daß durchaus nichts gerettet werden konnte. Da die Russen, welche unterWalmodcn und dann unter Benningsen gegen H. standen, zu schwach waren, um eine Be-lagerung zu unternehmen, so blieb Davoust bis nach Beendigung des Kriegs im Besitzeder Stadt, die er erst am 31. Mai 1811 räumte und die nun Benningsen bis zu Ende desJahrs beseht hielt. Den Verlust der Stadt allein im Z. 1813 schlägt man, abgesehen vonden geraubten Bankgeldern, zu 37 Mill. Mk. Banco an, während es von 180611 zu-sammen an 110 Mill. Mk. Banco an Frankreich verloren haben soll, sodaß die vonFrankreich für die Zerstörung in und außerhalb der Stadt geleistete Entschädigung einerRente von einer halben Mill. Francs gar nicht in Betracht kommen kann. Bereits am28. Mai 1811 begann der Senat im Vereine mit einer von der Bürgerschaft erwähltenDeputation von 20 Mitgliedern, den sogenannten Zwanzigern, die Reorganisation des

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