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Hallcy Hals
zu wachen geschworen. Im 1.1824 wurde er bei dem Departement der auswärtigen An-gelegenheiten angcstellt, lebte dann einige Zeit in Solothurn, wo er das Bürgerrecht er-langte, und wurde 183V Professor der I^cole cles ellartos in Paris. Nach der Julirevolu-tion kehrte er nach Solothurn zurück, wo er noch immer zu den Häuptern der ultramonta-nen Partei gehört.
Halley (Edmund), ein berühmter Mathematiker und Naturforscher, geb. zu Hag-gerfion bei London (jetzt ein Thcil von London) am 29. Oct. 1656, widmete sich anfangsder Literatur und den Sprachen, nachher aber ganz der Astronomie, für welche seine An-lagen ihn bestimmten. Nachdem er in einem Alter von > 9 Jahren eine sehr schwierige Auf-gabe in Hinsicht der Abstände der Planeten von der Sonne und ihrer Excentricität gelösthatte, schickte ihn die Negierung l676 nach der Insel Sanct-Hclena, um die südliche He-misphäre des Himmels zu beobachten. Die Frucht dieser Reise war sein vortrefflicher „La-1aIoFN8 stellarum sustrnl." (Lond. 1679, 4.). Nach seiner Rückkehr nahmen die könig-liche Gesellschaft zu London und die Akademie der Wissenschaften zu Paris ihn als Mit-glied auf. In Aufträgen der erstem, die ihn zu ihrem Secretair machte, ging er nach Dan-zig, um den zwischen Hookc und Hevelius entstandenen wissenschaftlichen Streit auszu-gleichen, und später nach Frankreich und Italien. Zwischen Calais und Paris nahm erden nach ihm benannten berühmten Kometen wahr, der zum zweiten Male in jenem Jahre(aufseinem Rückwege von der Sonne) sichtbar wurde und beobachtete ihn dann auf derneueingerichteten königlichen Sternwarte. Jm J. l703 wurde er Professor der Geometriezu Oxford und I72V königlicher Astronom zu Greenwich. Hier bearbeitete er die Theoriedes Mondes, um sie wo möglich bis zur Anwendung aufLängenbestimmungeu zur Seezu vervollkommnen. Auch machte er auf den 1761 bevorstehenden Durchgang der Venusdurch die Sonne aufmerksam und lehrte aus deren Beobachtung an verschiedenen Ortender Erde die Parallaxe der Sonne bestimmen. Er starb am 14. Jan. 1742. Die vorzüg-lichste Frucht seiner gelehrten Arbeiten sind seine „'Uubulse aslronoinicae", die jedoch erstnach seinem Tode (Lond. >749, 4.) erschienen und später von Lalande herausgegeben wur-den (Par. 1759), die Verbesserungen der Taucherglocke und die Erfindung des Spiegel-octanten, eines zu astronomischen Beobachtungen auf'dem Meere besonders brauchbarenInstruments. Er berechnete die Bahn von 24 Kometen, die von 1337—1698 genaubeobachtet worden waren. Dies, führte ihn unter Andcrm zu der Entdeckung, daß der Ko-met von 1682 bereits 1456, 1531 und >697 erschienen war, woraus er schloß, daß er1759 wieder erscheinen werde, was eingetroffen ist. Doch konnte er die Störungen nichtbestimmen, die derselbe auf seiner Bahn von den Planeten, welchen er sich näherte, erlei-den würde, was später Clairaut (s. d.) that. (S. Kometen.)
Halljahr oder Jvbeljahr hieß bei den Juden jedes 5V. Jahr, in welchem nach3. Mos. 25, 1V—13 die Sklaven jüd. Abkunft freigclaffen, die Schulden gelöscht und dieverpfändeten und verkauften Ländereien an die ersten Besitzer oder deren Erben zurückge-geben wurden. In einem solchen Jahre ruhte alle Feldarbeit; man aß, was der Bodenvon selbst trug, und spendete davon den Armen. Feinde mußten sich versöhnen, Sühnopferwurden gebracht und überall herrschte Friede und Freude. Der Anfang dieses glücklichenJahrs wurde mit Hallposaunen oder Hörnern im Lande verkündigt, daher der Name Hall-jahr. (S. auch Jubeljahr.) Übrigens sind die gesetzlichen Bestimmungen darüber, wennauch vielleicht mosaischen Ursprungs, doch erst nach dem Exile zur Anwendung gekommen.
Halloren, s. Halle.
Halm (Friede.), s. Mnnch-Bclling Hausen.
Halmfrüchte, s. Cerealien.
Hals (collum) heißt derjenige Theil des thierischen Körpers, welcher den Kops mitdem Rumpfe verbindet. Bei der großen Verschiedenheit der Thierbildungen ist auch derBau des Halses sehr verschieden. Die niedrigsten Thierclassen, ebenso die Würmer, Krebse,Fische und Schlangen, besitzen keinen Hals, die meisten Insekten einen äußerst kurzen unddünnen, während er sich bei manchen Vögeln und Säugethieren zu einer bedeutenden Längeausdehnt. Auch bei dem Menschen ist der Hals nach Alter, Geschlecht und Individualitätsehr ungleich. Der Hals des Mannes, von dessen vorderer Fläche der Bark noch einen