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580 Hall Hall (Jos.)
stig noch vor der Zeit seiner Vollendung auf, obgleich sein Aufenthalt in Italien wohlthä.tig auf seine Gcmüthsstimmung zu wirken schien. H. leistete manches Gute im Liede undnamentlich in der Ballade, wovon seine „Balladen und lyrische Gedichte" (Lpz. > 829) zeu-gen; er bewährte sich als glücklicher Erzähler in seinen „Novellen und Geschichten"(Brünn 1827) und erweckte als dramatischer Dichter viele Hoffnungen durch das Gedicht„Petrarca" (Lpz. 1823), das Trauerspiel „Die Demctrier" (Lpz. 1823) und besondersdurch das Drama „Der Morgen auf Capri" (Lpz. 1829). Auch schrieb er „Dramatur-gische Skizzen" (2 Bde., Lpz. 1829) und „Erinnerungen an den Schneeberg in 39 Reise-bildern". Seinen „Literarischen Nachlaß" gab I. G. Seidl heraus (2 Bde., Wien 1839). ;
Hall, eine Stadt in der gefürsteten Grafschaft Tirol am Inn, der hier schiffbar wird,mit 5999 E., hat ein berühmtes Salzwerk, das jährlich 2—399999 Ctr. Salz liefert und '799Menschenbeschäftigt,undistderSiHeinerBerg- undSalinendircction undeinesBerg-gerichts. Das Salz wird in dem eine Meile von der Stadt entfernten 5988 F. hohen Salz-berge gegraben, im Wasser aufgelöst und behufs des Siedens in hölzernen Rinnen bis zumSalzwerke geleitet. Auch hat H. ein Gymnasium und ein von der Kaiserin Maria The-resia gegründetes Fräuleinstift.
Hall, am Kocher, gewöhnlich Schwäbisch Hall genannt, im würtemberg. Jaxt-kreise, hat 6799 E. und ein wichtiges Salzwerk. Unter den öffentlichen Gebäuden zeichnensich aus die in goth. Stile gebauteHauptkirche und daß schöneRathhaus. Zn H. war sehr frühschon eine Münze und nach der Stadt wurden die daselbst zuerst geschlagenen Hell er (s. d.)benannt. Zur Zeit des Interregnums machte sich die Stadt unabhängig und blieb nunfreie Reichsstadt, bis sie >892 mit ihrem ansehnlichen Gebiete, das in sieben Ämter getheiltwar, und zu welchen die Städtchen Jlzhofen, Velberg und der Flecken Honhard gehörten,an Würtemberg kam.
Hall (Anna Maria), geborene Fiel ding, geb. um 1895 in der irischen Grafschaft ,Wexford, ging im 15. Jahre nach England und heirathete später den Literaten S. C. ^Hall in London. Bereits >829 gewann sie einen ehrenvollen Platz in den Reihen der Ta- fgesschriftsteller durch ihr erstes Werk „l'ke ligkts anck skackows of irisk Ilse" (3 Bde.),Erinnerungen ihrer Jugend, mit der Absicht, „den Charakter der Irländer bekannter zumachen, eine allgemeine Sympathie für ihre Leiden zu erwecken und eine freundliche Nach-sicht für ihre Fehler". Es folgten „Okronicles ok asciiool-room" (1831) und die Ro-mane „l'ke Luccaneer" (3 Bde., 1832), der, obgleich darin Cromwell und die Zuständeder Republik mit plastischer Kunst geschildert sind, doch mehr ein freies Gebilde ihrer Ein-bildungskraft als ein streng historischer Roman ist, und „Outlaw" (3 Bde., 1 833), in wel-chem sie den Kampf des papistischen Jakob mit Wilhelm von Oranien zum historischenHintergründe nahm. In ihren „lales of wnmen's triuls" (1832) hat sie ein Lieblings-lhema der schriftstellernden Frauen Englands mit neuer Frische behandelt und in ihrem i„Uncle llorace" (3 Bde., 1837) den reichen Kaufmann von Liverpool graphisch geschildert. ?Im 1. 1832 schrieb sie für Chambers' „Ltlinkurgk sournal" eine neue Folge ihrer „Ingbts !and skackows" und gemeinschaftlich mit ihrem Gatten „Irelantl" (3 Bde., Lond. 1 833).
Ihre Romane sind von Lax, Roberts, Sporschil und Richard ins Deutsche übertragen. '
Hall (Joseph), gewöhnlich Bischof Hall genannt oder auch der christliche Seneca, ^geb. am 11. Juli >573 zu Ashby de la Zeuch in der engl. Grafschaft Leicester, studirte in iCambridge, wo er auch zwei Jahre Vorlesungen über Rhetorik hielt, wurde dann Schul-lehrer zu Tiverton, von hier Rector zu Halstad und nach seiner Rückkehr mit Bacon ausFlandern Pfarrer in Waltham. Von König Jakob zu seinem Kaplan ernannt, wurde ervon diesem 1618 als Vertreter des protestantischen Klerus aus die Synode zu Dort ge-schickt, 1627 Bischof von Eretcr und >631 von Norwich. Weil er jedoch zu den Bischöfengehörte, welche gegen die Rechtsgiltigkeit aller während ihrer unfreiwilligen Abwesenheit jvom Parlamente gegebenen Gesetze Protest eingelegt, wurde er längere Zeit in den Tower ^
gesetzt und starb in der Zurückgezogenheit zu Higham am 8. Sept. 1656. Von tzinen ^
Schriften sind die bemerkenswerthesten die satirischen „Virgickemisrum KKri" (1598 und i1753) und „Nuntius alter et itlem" (Utr. 1633; deutsch, Lpz. I 613); die vollständigste !Sammlung besorgte Pratt (>9 Bde., Lond. 1819). - '