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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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Halifax (Charl. Montague, Graf von) Halirsch 579

nements Neuschottland und von ganz Neuschottland, an der Schcbuktubai, mit 20000 E.,,st der Sitz des Gouverneurs, des Raths und der Asscmbly, sowie eines Episkopalbischofsund einer der wichtigsten Plätze für den brit. Handel in Nordamerika. Im Hafen, welcherüber >000 Schiffe faßt, ist fortwährend ein Theil der brit. Flotte stationirt. Halifax,ein Marktflecken in der engl. Grafschaft Jork, in einem tiefen Thale, welches der Calderdurchströmt, hat sich erst in neuerer Zeit so gehoben, daß er über >2000 E. zählt, und istder Hauptmarkt für dünne wollene Zeuge und baumwollene Maaren. Halifax hei»ßen auch zwei Grafschaften in den Vereinigten Staaten von Nordamerika, nämlich in Nord-carolina und in Virginicn.

Halifax (Charl. Montague, Graf von), brit. Staatsmann und Dichter, geb. am16. Apr. >66l zu Horton in Northamptonshire und gebildet auf der Westminsterschuleund der Universität Cambridge, erwarb sich 1685 durch ein Gedicht aus den Tod Karl'sll.die Beachtung des Grafen von Dorsct, wurde von diesem in die Diplomatie cingeführtund wirkte als Parlamentsmitglied zur Berufung des Prinzen Wilhelm von Dramen aufden engl. Thron. Wieder ein Gedicht auf die Schlacht an der Boyne verschaffte ihm vomKönig Wilhelm eine Pension von jährlich 500 Pf. St. Dann wurde er Commiffar derSchatzkammer und Geh. Math, 1694 Unterkämmcrer'und Kanzler des Zahlamts. Alssolcher ließ er bis 1696 das schadhaft gewordene Geld nmprägen, entwarf den später vonWalpole zu seinem Tilgungsfonds benutzten Plan eines Reservefonds und crcirte 1697bei eingctretcnem Geldmangel für zwei Mill. Pf. St. Schatzkammerscheine, weshalb erden Beinamen des engl. Machiavel erhielt. Im I. 1698 wurde er erster Commiffar derSchatzkammer und Mitglied der Regentschaft während der Abwesenheit des Königs und1790 unter dem Titel Baron von H. Pair des Reichs. Obschon die Königin Anna ihnaus dem Geh. Nathe entfernt hatte, vermittelte er doch 1706 die Vereinigung Schottlandsmit England, und nach dem Tode der Königin übcrbrachte er Georg I. die Acte, welche dieThronfolge des Hauses Hannover in England fcststellte. Georg I. ernannte ihn zum Gra-fen von H., zum Ritter des Hosenbandordens und aufs neue zum ersten Commiffar derSchatzkammer. Allein getäuscht in der Erwartung, erster Lord der Schatzkammer zu wer-den, trat er zur Opposition, zu den Tories, über und focht in ihren Reihen bis zu seinemTode am >9. Mai 17 15. In demselben Jahre erschienen seine Gedichte nebst Materialienzu seiner Biographie; erstere hat Johnson auch in seineLuglisb z»oets" ausgenommen.

Halifax (George S a v i l l c, Marquis von), ein treuer Anhänger des Hauses Stuartwährend der Revolution, geb., in Aorkshire 1660, war namhaft thätig bei der Wiederein-setzung Karl's II. und wurde von diesem 1668 zum Lord Saville von Eland, 1672 zumGeh. Rath und 1679 zum Marquis von H. ernannt. Als Jakob II. ihn aus dem Cabi'netentfernte, trat er zur Opposition über, in der er bis zu seinem Tode, im 1.1695, verharrte.

Halikarnaß, einst die Hauptstadt von Karien in Kleinasien und die Residenz derkarischen Könige, auf der südlichen Küste des keramischen Meerbusens, nordöstlich von derInsel Kos, stand im Alterthume in hohem Ansehen wegen des daselbst von der KöniginArtemisia ihrem Gemahl Mausolus errichteten Mausoleums (s. d.), und als Geburts-ort der Geschichtsschreiber Herodot und Dionysius. Ihre Überreste finden sich noch gegen-wärtig in dem unbedeutenden Flecken Bodru oder Budron.

Halirrhothios, der Sohn des Poseidon und der Nymphe Euryte, wurde vom Aresgetödtet, weil er dessen Tochter Alkippe Gewalt anthat. Poseidon verklagte deshalb denAres bei den zwölf Göttern, welche zu Athen ihren Gerichtstuhl hatten; jedoch wurdeAres freigesprvchen.

Halirsch (Friede. Ludw.), bekannter lyrischer und dramatischer Dichter, geb. 1802zu Wien, widmete sich dem Studium des Rechts, erhielt dann eine Anstellung beim Mili-lairdepartement des Reichshofraths zu Wien und wurde später nach Italien versetzt, wo eram 19. März 1832 zu Mailand starb. H. besaß zwar kein geniales, aber ein liebenswür-diges,, vielseitiges und der formellen Ausbildung vollkommen fähiges dichterisches Vermö-gen. Eine innere Unzufriedenheit mit sich wie mit den Verhältnissen seiner Heimat, einelaunenhafte Eigensiimigkeit, eine bittere gereizte Stimmung rieben ihn körperlich und qei-

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