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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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574
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574 Hakim Halberstadt ^

Aridere Vorzüge des Hakens sind, daß er wohlfeiler in der Anschaffung und Unterhaltungals der Pflug ist, daß er den Dünger besser untcrbringt, auf dem steinigsten und unebensten ^

Boden mit Vortheil anzuwcndcn ist und daß ec eine größere Flache bearbeitet und den Bo» s

den besser krümelt und pulvert als der Pflug. Der Haken ist wahrscheinlich röm. oder >

slaw. Ursprungs. Die besten Haken sind der mecklenburgische und der crzgcbirgische. !

Hakim, d. h. ein Weiser oder Philosoph, ist bei den Türken der Titel der Ärzte und, >mit einem näher bestimmenden Zusätze, der Richter. So führt der oberste der im Serail an-gcstclltcn Ärzte dcn'Titcl Hakim baschi, und Hakim scheri heißt ein Gcrichtsverwaltcr. A

Hakluyt (Rieh.) odcrHackluyt, ein berühmter engl. Geograph, wurde 15,53 zu >

Eptvn oder Patton in der Grafschaft Hcrcford geboren, widmete sich schon auf der West- !

minstcrschule dem Studium der Geschichte der Entdeckungsreisen, das er in Oxford eifrig >

fortsctzte. Zum Professor der Kosmographie ernannt, führte er in den engl. Schulen den i

Gebrauch der Globcn und anderer geographischen Lehrmittel ein. Sowol Einzelne alsHandelscomxagnien und Städte zogen ihn über ihre Sccuntcrnchmungen zu Nathe. InParis, wohin er 1584 den Gesandten Skafford als Kaplan begleitete, ließ er Laudon-niere's handschriftliche Geschichte der Entdeckung Floridas auf seine Kosten drucken. NachEngland zulückgckchrt, fing er an, von Walther Na leigh (s. d.) unterstützt, Stoff;» der !Geschichte der Seefahrten der Engländer zu sammeln. Die Resultate seiner Forschungen iveröffentlichte er in Berichten über 299 Reisen unter dem Titel:'Ulm iii-inchm! luiv-FS- ^tinns, voriges anck eliscoveries vk tlie oiiAlls!» nutinu" (Lond. 1589; vollständiger 3 Bde.,

15981699, Fol.; neue Aust., 5 Bde., Lond. 1899, 4.), meist Nachrichten enthaltend,die außerdem wahrscheinlich verloren gegangen wären. Die Negierung belohnte ihn 1695durch die Verleihung einer Pfründe in dcrWestminsterabtci und eines Pfarramts in Suf-folk. Einen Nachtrag zu obigem Werke bildetrV svloctinn »k curinus, rare »ml esrhvova^es einll liiZtories <>k intsrestiiiA <Iiscc>verivs etc." (Lond. 1812, 4.), worin 14 vonjhm u. A. früher einzeln hcrausgegebene Reiseberichte nebst den auf die Reisen sich bezic- ,hendcn officiellcn Urkunden enthalten sind. Er starb am 23. Oct. 1616 und liegt in der 1Westminstcrabtci begraben. Seinen handschriftlichen Nachlaß benutzte Purchas in seinen !?',>gri,»s", und Bylot nannte nach ihm eine Insel in der Bafsinsbai, Hudson ein Borge- zbirgc auf Spitzbergen. '

Hal, ein Städtchen mit 6099 E. an der Senne, in der bclg. Provinz Südbrabant, 1ist einer der wenigen Orte, welche durch die stürmischen Jahrhunderte hindurch ihren Rufals Enadcnort behauptet haben. Schon Justus Lipsius hat die Wunder, welche das dasige !Marienbild verrichtet haben soll, in einem eigenen Wcrkchcn beschrieben, zu welchem seit-dem viele Nachträge hinzugekommen sind. Besonders ist seit der Revolution von > 830 H.wieder ein Mittelpunkt geworden, um welchen die Gläubigen des Landes sich scharen und ^zwar besonders zahlreich an den Festtagen, an welchen zugleich, nach alter Weise, Jahr-märkte abgchaltcn werden.

Halberstadt, Kreisstadt im Regierungsbezirke Magdeburg der prcuß. ProvinzSachsen, am Flüßchen Holzcmme, mit vielen Fabriken, bedeutendem Ackerbau und leb-haftem Handelsverkehr, welcher neuerdings durch die Eisenbahnverbindung noch bedeu-tend gesteigert worden ist, hat 19990 E. und ist der Sitz eines Obcrlandcsgcrichts. DieFabriken liefern gute Mitkcltücher und andere Wollcnwaarcn, Leder, Leim, Seife undHandschuhe; sehr wichtig sind auch die Ölraffinerien. Unter den zehn Kirchen sind die1995 vollendete Liebfraucnkirche und der dem heil. Stephan gewidmete, im edelsten Stil ^15. Jahrh. erbaute Dom die wichtigsten. Letzterer enthält mehre werthvollc Gemälde,sowie andere interessante Alterthümcr und schöne Glasmalereien. Die Stadt hat eineDomschule, cinehöhereBürgcr- und eine höhercTöchtcrschule, cinSchullchrerscminarium,zwei ansehnliche Bibliotheken und nächst dem Gleim'schen Frcundschaftstempel, welcher 129 iin Öl gemalte Portraits von Gelehrten des 18. Jahrh. enthält, sehr beachtenswerrhe >Privatsammlungen von Gemälden, Münzen und Altcrthümcrn, wie sich denn überhaupt thier, wenn auch nicht aus bischöflichen Zeiten her, doch aus der Zeit, wo Gleim daselbst ei- ,ncn auscrwählten Kreis (den sogenannten Halb crstädtischen Dichtervcrein) um >sich versammelte, ein reger Sinn für Kunst und Wissenschaft erhalten hat. Der Ursprung !