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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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567
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Hahnengefechte Haie 567

darApothckerlexikon" (2 Bde., Lpz. 1793 99 ),über Arsenikvergiftungen" (Lp;.1786 ),Über venerische Krankheiten" (Lpz. 1788 ),Der Kaffee in seinen Wirkungen"(Lpz. 1803 ),L'riißinenta tle viribus meelicainentciruin positivis" (2 Bde., Lpz. 1805 ),Reine Arzneimittellehre" (6 Bde., Dresd. 181 , fg.; 2. Aufl., > 822 - 26 ; 3 . Ausl.,Bd. 1 und 2 , 1830 33 ),Die chronischen Krankheiten" (5 Bde., 2 . Aufl., Dresd.,dann Düsscld. 1835 39 ). Biele seiner Schriften sind in fremde Sprachen übersetzt war»den; die kleinern wurden von Stapf gesammelt (2 Bde., Dresd. und Lpz. 1829 31 ).

Hahnengefechte, eine Volksbelustigung, wobei zwei abgerichtete und wohlgefüt-terte Hähne zum Kampfe zusammengclaffen werden, waren schon im Altcrthume bei Grie-chen und Römern üblich. In Athen ordnete Themistokles zum Andenken an eine gute Bor-bedeutung, die ihm zwei kämpfende Hähne, da er gegen die Perser zog, gegeben hatten,jährliche Hahnenkämpfe im Theater an. Um die Hähne feuriger zu machen, gab man ihnenvorher Knoblauch zu fressen; auch schon die Griechen versahen sie an den Füßen mit Spo-ren. Bei den Römern wurden nicht blos Hähne, sondern auch andere Vögel, wie Wach-teln, zum Kampfe abgerichtct. Obschon die christlichen Lehrer sehr früh gegen das grau-same Schauspiel der Hahnengefechtc eiferten, so fanden dieselben doch das ganze Mittel-alter hindurch statt und sind noch gegenwärtig nicht nur in England volkstümlich undAnlaß zu Welten, sonderwkommen auch in den Niederlanden und in Italien hier und davor. In England wurden sie bald verboten, bald gestattet. Heinrich VIII. gab inWcstmin-ster große Hahnengefechte, daher vielleicht der Name Oiver-io»; Karl II. erneuertedieses Fest jährlich auf dem roxol cocllpit (Hahnentheater). Außer Europa findet manHahnengefechte auch in China, Persien, auf Java und bei den Indianern in Amerika.

Haiden nennt man große, weithin sich ausdchnende Ebenen, welche, meist sandigund unfruchtbar, an einigen Stellen sumpfig, auch wol mit Kicferwald bewachsen, in derRegel nur von Gräsern und von Haidearten bedeckt sind, von welchen letztem sie den Na-men haben. Sie sind gleich den Steppen (s. d.), die eine ähnliche Beschaffenheit haben,durch ihre Einförmigkeit ermüdend und scheinen, wie diese, früher Meeresgrund gewesenzu sein. Sie finden sich vorzugsweise in Europa, während dagegen die Steppen mehr inAsien Vorkommen. Zu den bedeutendsten gehört die Haide, welche von der Grenze Jüt-lands durch Lüneburg und Westfalen bis in dieNicdcrlande sich erstreckt und deren Haupt-thcil unter dem Namen Lüneburger Haide bekannt ist. Meist mit Haidckraut bewach-sen, das an manchen Stellen Mannshöhe hat, ist diese große weite Ebene zwar auch vonHügelketten, Moorstellen und Nadelwäldern durchzogen, ihrem größten Theile aber nacheine Sandsteppe, die nur spärlich Getreide hervorbringt und deren Bodcnbeschaffcnheit,besonders wegen Wassermangel, keinen bessern Anbau gestattet.

Haidschnuken, eine Schafgattung in der Lüneburger Haide. (S. Schaf.)

Haiducken waren ursprünglich unter Walachen und Scrbicrn Dasselbe, was unterden Ncugriechcn dieKlcphthcn, nämlich freiheitsliebende Leute, die sich nicht unter das Jochder Türken beugen wollten, daher in die Wälder flüchteten und von hier aus einen immer-währenden Näubcrkrieg gegen ihre Unterdrücker führten. Von den ungar. Königen wur-den sie nachher als besondere Miliz in ihre Dienste genommen und erhielten von StephanBocskay zwei Landstriche jenseit der Theiß im saboltschen Comitat mit besonderer Ver-fassung und vielen Freiheiten als Eigenthum angewiesen. Dieselben, noch gegenwärtigder Haiduckendistrict genannt, haben ein Areal von ungefähr 18 mM. mit 3050000 meist protestantischen E. und enthalten die sechs sogenannten Haiduckenstk-dte.Später verloren diese Haidnckcn ihre Eigenschaft als Miliz und ihr Name ging auf dieGerichtsdicner der ungar. Behörden, sowie auf die Trabanten der ungar. Großen über.Nachbcr wurden auch an deutschen Höfen Haiducken, wozu man die größten und wohlge-nährtesten Leute aussuchte, zu Lakaien- und dergleichen Diensten gehalten, die jedoch zu-letzt meist Deutsche waren.

Haie oder Haifische bilden in der Abtheilnng der Knorpelfische eine besondere,ziemlich artenreiche und leicht erkennbare Gruppe. Sie sind nicht selten sehr groß und oftsonderbar gestaltet, haben zum Theilrin furchtbares, aus mehren Zahnrcihcn bestehende-Gebiß und eine schuppenlost, aber sehr rauhr, mit Stacheln, Spitzen u. s, w, besetzte Haut,