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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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566
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566 Hahnemann

exclusive Kastenromane, in welchen das aristokratische Element überwiegend und oft selbst 'schneidend hervortrilt. Dagegen sind ihnen innerhalb dieses cngcrn Kreises feine psycholo-gische Bemerkungen und geistreiches, echt weiblich vornehmes Naisonncmcnt, unter demdie Erfindung freilich oft leidet, auf keine Weise abzusprechen. Dieselben aristokratischenMängel und Vorzüge finden sich auch in ihren vielen Nciseschriftcn, wieJenseits derBerge" (2 Bde., Lp;. 1840),Ncisebricfe" (2 Bde-, Berl. l 84 l),Erinnerungen aus undan Frankreich" (Berl. 1842),Ein Reiscvcrsuch im Norden" (Berl. 184:1) u. s. w., de-nen sich jüngstOrientalische Briefe" (3 Bde., Berl. 1844) anreihten. Die Darstellungerscheint in diesen Rciscschriften überall mehr glänzend als tief, das Urthcil geistreich und Iblendend, aber auch flüchtig und durch den augenblicklichen Eindruck bestimmt. >

Hahnemann (Sam. Christian Friedr.), der Gründer des homöopathischen Hrilsy-stems (s. Homöopathie), wurde am l 0. Apr. 1755 zu Meißen geboren, wo er eine !sorgfältige Erziehung erhielt und die Fürstcnschulc besuchte. Im I. 1775 ging er nachLeipzig, wo er gegen den Willen seines Vaters Mcdicin studirte, und die Mittel dazu be-sonders durch Übersetzen engl, mcdicinischcr Werke sich erwarb. Später ging er nach Wien,von wo ihn der Statthalter von Siebenbürgen, Baron von Brückcnrhal, mit sich als Haus-arzt und Bibliothekar nach Hermannstadt nahm. Nach einigen Jahren kehrte er nachDeutschland zurück und vollendete in Erlangen seine Studien, wo er auch 1779 promo-virte. Hierauf lebte er als praktischer Arzt zu Hettstädt im Mannsfeldischen und in Des-sau, übernahm dann das Physikat zu Gommern bei Magdeburg, entsagte indeß, durch dieUnzuverlässigkeit der Heilkunde bewogen, der medicinischcn Praxis, widmete sich den che-mischen Studien und dem schriftstellerischen Fache und ging 1784 nach Dresden, 1789aber nach Leipzig, wo er endlich bei der Übersetzung von Cullen'sblnteria meclicn" die Er-fahrung machte, die ihn auf die Bahn leitete, auf welcher er später einen weit verbreitetenNus erlangte. Die Erklärung nämlich, welche Cullcn von der siebervertreibenden Kraftder Chinarinde gab, befriedigte H. so wenig, daß er, um dieser Kraft auf die Spur zu kom-men, selbst eine ziemlich starke Dosis dieses Mittels als Gesunder nahm, worauf er eineden, Wcchsclsicbcr ähnliche Krankheit bekam. Auf diese Erfahrung gestützt, begann er vonneuem Kranke zu behandeln und legte in Eeorgcnthrl bei Gotha eine Anstalt zur HeilungGeisteskranker an, die er indeß auch bald wieder aufgab. Hierauf sammelte er in Walsch-leben, Pyrmont, Braunschwcig, Königslutter, Altona, Eilcnburg, Wittenberg und Tor-gau Beobachtungen und Erfahrungen zu seinem neuen Hcilsystcmc, welches er, nachdemer sich in Leipzig niedergelassen, in seinemOrganon der rationellen Heilkunde" (Drcsd.1810; 5. Ausl., 1833) zuerst als ein Ganzes der Öffentlichkeit übergab. Durch die vie-len Anfechtungen, die das neue System erfuhr, ließ sich H. von der einmal betretenen Bahnnicht ablenkcn und fuhr fort, nach demselben seine Kranken, deren er nicht wenige, unterandern auch den Fürsten Karl Philipp von Schwarzenberg, hatte, zu behandeln, bis ihm.von Seiten der Negierung 1820 das Sclbstdispcnsircn verboten und er dadurch, indem erseine Arzneien in den Apotheken nicht bereiten.lassen konnte, gcnöthigt wurde, seine Heil-methode praktisch aufzugebcn. Doch der Herzog Ferdinand von Anhalt-Köthen eröffnet«:ihm und seiner Heilmethode ein Asyl in seiner Residenz und berief ihn unterBeilcgung desHofrathtitels dahin. Hier blieb H. bis zum I. 1835, in welchem er sich wieder mit einer ^jungen Französin Melanie d'Hcrvilly vermählte und in Paris für sich und seine Lehre einenweitern Wirkungskreis suchte. Der Erfolg entsprach in dieser Hinsicht seinen Erwartun-gen und durch eine königliche Ordonnanz vom3I.Aug. 1835 wurde er ermäcktigt, dieHomöopathie auszuübcn. In Paris starb er am 2. Juli 1843. Seine Gemahlin halte erso in seine Principicn cingcwciht, daß sie ihn bei der Behandlung seiner Kranken unter-stützte und selbst nach seinem Tode dieselbe fortsetzte. Wie auch das Urthcil über H.'s Ver-dienste, die jetzr noch nicht mit freiem und unbefangenem Blicke gewürdigt werden können,ausfallen möge, so viel ist entschieden, daß seine Geisteskräfte und Kenntnisse keine gewöhn-lichen waren unv daß seine rastlose Thätigkcit Manches zu Tage gefördert hat, was allge-meine Anerkennung verdient. Hierher gehört die Entdeckung des sogenannten Llorcurius ,roiubiliz lluiuieinnnni (salpetcrsaurcs Quecksilberoxydiil-Ammoniak), eines Arzncipräpa-welches in allen Apotheken ringcführt ist, Von seinen Werken sind >wch zn erwähnen