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Halle >806 und mehrer Junius'schen Verlagsartikel. Auch hatte er >8l0 die unter derFirma Fritsch in Leipzig über hundert Jahre schon bestehende Vcrlagshandlung übernom-men. Nach seines Bruders Tode nahm H. seinen ältesten Sohn, Heinr. Wilh. H., geb.1795, der 1814—16 in Göttingen seine Universttätsstudicn machte, als Assossie in diehannov. Handlung und seinen zweiten Sohn, Heinr. Bernh. H., geb. 17 97, als Assossiiin die leipziger Handlung auf. H. starb zu Hannover am -1. Marz 18.71 und es trat nundessen dritter Sohn, Fri edr. Ludw. H., als Assossie in das hannov. Geschäft, währendHeinr. Bernh. H. das Geschäft in Leipzig allein übernahm, das er bis Juli 1843 fort-führte, wo er es geschwächter Gesundheit halber seinem ältern Bruder käuflich überließ, so-daß gegenwärtig Heinr. Wilh. H. der alleinige Besitzer der H.'schen Hofbuchhandlung inHannover und der H.'schen Verlagshandlung in Leipzig ist.
Hahn (Phil- Matth.), ein mechanisches Genie, geb. am 25. Nov. 1739 zu Scharn-hausen unweit Stuttgart, wurde 1764 Pfarrer zu Östmettingen, 1779 zu Kornwestheimund 1781 zu Echterdingen in Würtemberg, wo er am 2. Mai >799 starb. Schon alsKnabe und auf der Schule versuchte er Sonnenuhren zu fertigen; dabei malte er fleißigund bereitete sich selbst Farben und Firnisse. Auch auf der Universität zu Tübingen be-schäftigte er sich, im Vereine mit seinem Freunde Schaudt, in seinen Mußestunden mit derVerfertigung von Sonnenuhren und Sprachrohren, mit Glasschleifen und derZusammen-setzung von Fernrohren. Da ihm seine Armuth nicht erlaubte, Unterricht in der Mathe-matik zu nehmen oder sich mathematische Bücher zu kaufen, so copirtc er die WolfschenLehrbücher über die Mathematik nebst den dazu gehörigen Figuren. Um aber den Baueiner Taschenuhr kennen zu lernen, begnügte er sich so lange mit Brot und Wasser, bis erdie zum Ankauf einer Uhr erfoderliche Summe erspart hatte. Er zerlegte sodann die ge-kaufte Uhr und setzte sie wieder zusammen, bis er ihre Theile genau kannte. Auf diesemWege mit fast beispielloser Beharrlichkeit weiter fortschreitend brachte "er später Arbeitenzu Stande, die seinem Scharfsinn und seiner Geschicklichkeit zur größten Ehre gereichen.Dahin gehören eine große astronomische Pendeluhr; eine kleine astronomische Uhr, welchedie Phasen und Knoten des Mondes anzeigt; eine allgemeine Äquinoctial - Sonnenuhr,welche die Minuten mit der Sonnendeclination anzeigt, eine Rechnungsmaschine, eineWage für Flüssigkeiten u. s. w.
Hahn (Simon Friedr.), einer der vorzüglichsten deutschen Historiker, geb-1692 zuKloster-Bergen bei Magdeburg, entwickelte frühzeitig ungewöhnliche Talente, sodaß erschon in seinem 14. Jahre seine juristischen Studien zu Halle beginnen und bereits 1711sich als Docent bei der dortigen philosophischen Facultät habilitiren konnte. Anfangs mehrden Staatswissenschaften ergeben, wie er denn auch damals ein Zeitungscollegium las undzu diesem Behufe ein eigenes politisches Blatt herausgab, wendete er sich bald ausschlie-ßend der Geschichte zu und schrieb mehre Abhandlungen und Dissertationen, welche einfleißiges Quellenstudium beurkundeten und ihm 1717 einen Ruf als Professor der Ge-schichte nach Helmstädt erwarben. Im I. >724 folgte er dem Rufe als Historiograph undBibliothekar nach Hannover, wo er sich um die wissenschaftliche Ordnung und Aufstellungder königlichen Bibliothek große Verdienste erwarb, dabei aber seine Gesundheit so sehr an-strengte, daß er schon 1729 sein thätigesLeben beschloß. Sein Hauptwerk ist die „DeutscheStaats-, Reichs- und Kirchenhistorie" (4 Bde., Halle 1721—24, 4.), welche wegen ihrertreuen sorgfältigen Forschung immer noch geschätzt wird. Sie reicht von Karl dem Großenbis auf Wilhelm von Holland; einen fünften Band, bis auf Kaiser Ludwig IV., lieferteRoßmann (Halle 1724, 4.).
Hähn (Joh- Friedr.), der Erfinder der'sogenannten Literal- oder tabellarischenMethode, geb. am 15. Aug. >719 zu Baireuth, wo sein Vater Bäcker war, besuchte dasGymnasium seiner Vaterstadt, studirte dann zu Jena und ging später nach Halle, wo ereine Lehrstelle am Waisenhause annahm. Im I. >736 berief'ihn der Abt Steinmetz alsLehrer an die Schule zu Kloster-Bergen, wo er sich durch Einsicht, Eifer und erfolgreichenUnterricht so auszeichnete, daß er 1743 zum Klosterprediger und Jnspcctor der Schule er-nannt wurde. Wegen einer Zwistigkeit mit dem Abt ging er indeß 17 49 als Feldpredigernach Berlin, wo er, veranlaßt durch Joh. Jul. Hecker, neben seinem Predigeramte auch an