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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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Hagno Hahn (Heinr. Wilh.)

Hagno, eine arkadische Nymphe, welche in Verbindung mit ihren Schwestern, Thi-soa und Neda, den Jupiter auf dem Berge Lykäos enogcn haben fall. Auf demselbenBerge gab cs eine ihr geheiligte und nach ihr benannte Quelle, aus welcher, wenn Trocken-heit das Land heimsuchte, auf Gebet und Opfer des Priesters des lykäischen Jupiter, eindicker Nebel aufstieg, der in Wolken überging und sich dann in Regen auflöste.

Hahn, das männliche Huhn, galt fast bei allen Völkern des Alterthums als dasSymbol der Wachsamkeit und kriegerischer Kampflust, weshalb er bei den Griechen undRömern dem ArcS oder Mars heilig war. Besonders wurde auch sein Krähen in Bezugauf Krieg für weissagend gehalten. Außerdem war er dem Apollon, als Sonnengotte, der. Minerva als Zeichen der Wachsamkeit, dem Äskulap und Mercur heilig. Dem Äskulapopferten die Griechen einen Hahn, sobald sic von einer Krankheit genesen. Ob das AlteTestament schon der Hähne gedenke, ist noch streitig. Die neuern Juden opfern jedoch, in^ Folge der Erzählungen bei den Rabbincn, am Abend vor dem langen Versöhnungstageeinen Hahn. Nach oriental. Sagen singt im Paradiese Mohammed's jeden Morgen einheiliger Hahn von ungeheurer Größe einen Lobgcsang Gottes, und das Krähen der Hähneauf Erden am frühen Morgen ist die Wiederholung desselben. Erst wenn der Tag des all-gemeinen Gerichts naht, wird er verstummen. Seit 1 83» ist der Hahn bei den Franzosenstatt des Adlers zum Feldzeichen geworden. Hahnenschrei heißt im Neuen Testamentdie Zeit zwischen Mitternacht und der Morgenröthe, welche die Römer die dritte Nacht-wache zu nennen pflegten.

Hahn (Aug.), Obcrconsistorialrath und Gencralsuperintendcnt für die ProvinzSchlesien in Breslau, einer der Hauptvcrtrctcr des neuern Supernaturalismus, wurdeam 27. März 1792 zu Eroßostcrhauscn bei Qucrfurt geboren und machte seine Stu-dien auf dem Gymnasium zu Eislcbcn und seit l8ll) auf der Universität zu Leipzig.Nachdem er dann noch seit >8l7 das Wittenberger Predigcrscminar besucht hatte, wurdeer >8>9 zum außerordentlichen Professor der Theologie in Königsberg ernannt und zeich-nete sich schon damals durch gelehrte Schriften und Programme über Bardesanes, Mar-cion und Ephraem aus. Seine dogmatische Richtung, die bei ihm aus redlicher Liebe, zum Christcnthum hervorging, aber freilich die Konsequenz des alten Systems vermissen^ ließ, gab sich am offensten kund, als er, 1826 zum ordentlichen Professor der Theologiein Leipzig ernannt, die berühmt gewordene AbhandlungDe rationalismi, üicitur,, vorn et gna cum nalursüsino contineatur rutione" (Lpz. I 827) schrieb und ver-

thcidigte, und bald darauf in derOffenen Erklärung an die evangelische Kirche zunächstin Sachsen und Preußen" (Lpz. 1827) andcutcte, daß die Nationalisten doch aus derKirche ausscheiden möchten. Im I. 1833 wurde er als Consistorialrath und ordentlicherProfessor nach Breslau berufen und 184-1 ihm unter Beilegung des Prädicats als Ober-consistorialrath das Amt eines Eencralsupcrintcndenten für Schlesien übertragen, nach-dem er dasselbe ein Jahr lang provisorisch verwaltet hatte. Von seinen Schriften nennenwir noch dasLehrbuch des christlichen Glaubens" (Lpz. 1828) und die von ihm 1842neu begründetenTheologisch-kirchlichen Annalen".

Hahn (Heinr. Wilh.), ein verdienter deutscher Buchhändler, gcb. am 30.Oct. 1760in Lemgo, besuchte das dasigc Gymnasium und bildete sich seit 1774 in der. Meyer'schenBuchhandlung, dann 178391 in der Hclwing'schcn Hofbuchhandlung zu Hannover,! unter beschränkten Verhältnissen, für seinen Beruf. Im I. 1792 errichtete er eine eigenej Handlung, die allmälig zu erweitern ihm gelang, worauf er seinen jünger» Bruder,

l Bernh. Dietr. H., zur Thcilnahme an dem Geschäft cinlud. In dieser bis zum Tode

des Letztem im I. 1818, wo H. die hannyv. Buchhandlung wieder allein übernahm, durchnichts gestörten Verbindung gedieh das durch dcn Änkauf der Ritscher'schcn Buchhandlungim I. 1800 vergrößerte Geschäft so glücklich, daß es die Periode der franz. Besetzung desLandes überstand, obgleich schwere Kriegslasten und der ganz gestörte literarische Verkehralle Thätigkeit lähmten. Ällcr dadurch entstandenen Verluste ungeachtet, befestigte diePünktlichkeit, womit H. seine Verpflichtungen erfüllte, den Credit desselben, und sein Un-ternehmungsgeist fand neue Hülfsquellen in dem Ankauf der Trampe'schen Handlung zu

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