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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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562
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562 Hagestolz Hagn >

>I> NN rocliaco orientule"(Mail. l811, > 1 .),,Miniere tiell'Oriente" (Mast. 1811), worin s

er zeigte, daß die Türken ursprünglich mit den Chinesen in Verbindung gestanden undviele Gebrauche von ihnen angenommen hätten, undObservation« sur I» ressemblancs<pie l'on tlecnuvre entre ia langu« «les Russe« et ce»e <le« knmuins"'(Mail. 1817, 4.),welche neben manchem Brauchbaren eine Masse.Hypothesen und grobe Fehler enthalten.

Hagestolz nennt man einen Mann, welcher, ob er gleich heirathen und eine Familiestiften könnte, doch unverheirathct bleibt. Schon die altern röm. Gesetze legten den Hage-stolzen manche Abgaben (a es nxorium) auf. Augustus in seinem Gesetze I>ex 3»Iia et ?a-I>ia ?ns,peen vom I. 9 n. Chr. verband mit der Ehelosigkeit mehre Nachtheile, besonders -Unfähigkeit zu erben, was aber Konstantin der Große wieder aufhob. Auch in Deutsch. ^land waren in einigen Ländern, vorzüglich am Rhein, Nechtsnachthcile des Hagestolziatseingeführt, indem die Obrigkeit einen Theil des Vermögens des Hagestolzes, gewöhnlich 'das von ihm selbst erworbene, bei seinem Tode einzog, über das er auch durch Testamentnicht verfügen konnte; doch ist solches nie gemeines Recht gewesen.

Haggäi, hebr. Prophet, weissagte unter dem pers. Könige Darms HystaSpes um !520, zu einer Zeit, als der Bau des jüd. Tempels stockte. Die von ihm erhaltenen vierWeissagungen, in welchen er das Wiederaufblühen des jüd. Staats von der Wiederherstel-lung des Tempels abhängig macht, sind sehr prosaisch und scheinen nur der Auszug einesgrößern Werks zu sein.

Hagiogräpha, d. k. heilige Schriften, ist der Name für den dritten Theil des alt-testamentlichen Kanons, welcher die Psalmen, Sprüchwörter, Hiob, das Hohelied, dasBuch Ruth, die Klagelieder des Jeremias, den Prediger Salomo, das Buch Esther, Da- ^niel, Esra, Nehemia und die Bücher der Chronik umfaßt.

Hagn (Charlotte von), eine bekannte Schauspielerin, geb. 1814 in München, wen- ^dete sich, als plötzlich die Glücksumstände ihrer Familie in Verfall geriethen, der Bühne ^zu. Von Anna Lang, geb. Boudet, vorgebildet, betrat sie, > 4 Jahre alt, die München«Hofbühne als Afanasja imGrafen Benjowski" und gefiel so, daß sie für das Hosthcakcr !engagirl wurde. In den I. 183032 gab sie mit dem größten Beifall Gastrollen inWien, Dresden, Pesth und Berlin; namentlich gefiel sie am letzter» Orte durch ihre süd- ^deutsche Naivetät, die für ein norddeutsches Publicum etwas eigenthümlich Anziehendes 'und Pikantes hatte. Verhältnisse nöthigten sie, ihre Entlassung in München zu nehmenund 1833 ein Engagement an der königlichen Hofbühne in Berlin anzutretcn, welche-1840 erneuert und in ein lebenslängliches verwandelt wurde. Ihr Talent hat von vornherein etwas schon Begrenztes, Fertiges und Geschlossenes. Es beruht auf einer üppigen !Naturanlage für das Graziös-Neckische, Reizend-Muthwillige, Schalkhaft-Launige; dochist diese im Grunde südlich treuherzige und naive Naturanlage durch gesellschaftliche Bil- .düng, indem der Künstlerin stets die gebildetsten Zirkel offen standen, zu einem höchst geist- ,reichen Inhalt und einer pikant socialen Form gesteigert worden. Durch diese Eigenschaften lwie durch die Kunst derToilette, in welcher sie sich wahrhaft schöpferisch zeigt, eignet sie sich ^vorzugsweise für die Darstellung von Salondamen, wie überhaupt von Charakteren aus derHähern Gesellschaft. Selten überschreitet sie, trotz der üppigen Fülle ihres Humors, dieLinie des Schönen und Billigen, obschon die strengere Kritik an ihr Momente tadelnswerthfinden will, in welchen eine absichtliche Wendung nach dem Coquett-Verführerischen hinallzudeutlich hervortritt. Viel weniger eignet sich ihrTalent für tragische Rollen, besondersfür die höhern Stils, indem hier die heiter-schalkhafte Natur oder coquett-berechncnde Kunstder Schauspielerin häufig deren tragischen Wirkung Abbruch thun. Doch hat sie auch intragischen Rollen einzelne Momente, wo die durchaus geniale Natur der Künstlerin glän-zende Triumphe feiert; dahin gehören Rollen wie Griscldis, Grekchen inFaust", Julia in .Romeo und Julia" u. s. w., obschon an diesen Darstellungen elastische Ebenmäßigkeit und !Gemessenheit der Affecte vermißt werden. Im gesellschaftlichen Verkehr haben ihr ihregeistreichen und witzigen Einfälle und Impromptus den Beinamen der deutschen Dejazetverschafft. Ihre jüngere Schwester Auguste H., geb. 1818 zu München, trat zuerstin München, dann bei dem königsstädtischen Theater auf und ist gegenwärtig für das naive .und Soubrettenfach an der königlichen Bühne zu Berlin angestellt