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daselbst die erste Sammlung seiner „Gedichte" heraus und ging dann nach London, wo erbei dem dän. Gesandten Privatsecretair ward. Doch schon >731 kehrte er nach Hamburgzurück, wo er 17 33 als Sccretair bei dem Lux-Iislr cuurt, einer seit sehr früher Zeit daselbstbestehenden Gesellschaft engl. Kaufleute, angestellt wurde. Diese Stelle ließ ihm hinläng-liche Muße, fortan der Literatur, der Dichtkunst, der Freundschaft und dem geselligen Ver-gnügen zu leben. Er starb in Hamburg am 28. Oct. 1753. H. war kein im Großen ge-staltender, schöpferischer Geist, aber dadurch für seine Zeit bedeutend und auch für dieZukunft einflußreich, daß er, ebenso frei von Lohenstcin's Schwulst als von Neukirch's arm-'icher Nüchternheit, das Lied auf einfachere Elemente zurückführte, ihm einen bvkern Gradvon Sangbarkeit ertheilte, sodaß die beliebtesten Componisten damaliger Zeit populaireMelodien dazu setzten, und überhaupt das Gefühl reiner und natürlicher im Liede sprechenließ als bisher. Anakrevntisch-satirische Lebensweisheit, mäßiger und durch Sittlichkeit ge-adelter Genuß in Wein und Liebe, Verherrlichung anmuthigerNaturscenen, Zufriedenheit,Geselligkeit und Freundschaft bilden die Hauptelemente seines Liedes, in welchem ihm zumLheil Chaulieu (s. d.) Vorbild war. So hat H. das Verdienst, der eigentliche Schöpferdes deutschen Gesellschaftsliedes geworden zu sein. Selbst auf Klopstock's frühere Oden,in denen vorzugsweise, wenn auch in erhabenerer Weise, Freundschaft und zärtliche Sym-pathien gefeiert werden, blieb H. nicht ohne Einfluß. Auch in der poetischen Epistel, worinihm Horaz, und in der poetischen belehrenden Erzählung, worin ihm Lafontaine Musterwar, leistete H. für seine Zeit Treffliches. Zugleich erscheinen in seinen Liedern die rhyth-mische Form und die Sprache, an der er, wie die verschiedenen Ausgaben seiner Poesien be-weisen, unablässig feilte, von einer damals so ungewöhnlichen Reinheit, Anmuth und wohl-tönenden Leichtigkeit, daß er sich dadurch wie durch ihren Inhalt den Beinamen des Dich-ters der Grazien erwarb. Manches erscheint darin freilich nur tändelhaft, und Schwungder Ideen und Kraft der Gedanken sucht man in seinen Dichtungen vergebens. Die besteAusgabe seiner „Poetischen Werke" nebst Lebensbeschreibung und Charakteristik besorgteEschcnburg (5 Bde., Hamb. >800); eine neue wohlfeile erschien zu Hamburg 1825.—Sein Bruder, Christian Ludwigvon H., geb. am I 1. Fcbr. 1713 zu Hamburg, starbals Geh. Legationsrath und Eencraldirector der Kunstakademien zu Dresden und Leipzig i»Dresden am 24. Jan. >780. Er ist als der eigentliche Vorläufer Winkelmann's zu betrach-ten, und brach in mehren Richtungen der Kunst neue Bahn. Durch ihn wurde auch 17l>ödie erste Gemäldeausstellung der Akademie in Dresden veranstaltet. Den meisten Ruf er-warb er sich durch seine klassischen „Betrachtungen über die Malerei" (2 Bde., Lp;. >702).
Hügel oder Schloßen nennt man die Eiskörner, welche zuweilen aus der Luft nie-derfallen, in der Regel aus einem dichtern, graupelähnlichen, selten sehr großen Kerne undeiner durchsichtigen oder opaken, häufig deutliche concentrische Schichten bildenden Rindebestehen, im Mittel die Größe eines Erbsenkorns bis zum Taubenei haben, und dann sphä-roidisch sind, zuweilen aber mehre Zoll im Durchmesser und ein Gewicht von einem Pfundeund darüber erreichen und dann unregelmäßiger zu sein pflegen. Die Wolken, aus denender Hagel fällt, pflegen sehr tief zu ziehen, sich durch eigenthümliche weißliche Färbung derRänder und äußere Bildung auszuzeichnen; ihr Herannahen, das meist reißend schnell undunter Begleitung einer noch vorausgehenden Luftstille und drückenden Schwüle entstehen-den Sturmes erfolgt, ist von einem eigenthümlichen charakteristischen Geräusche, meist auchvon Blitz und Donner begleitet, und die elektrische Thätigkeit bei einem Hagelwetter, dieaber auch hier mehr Folge, als Ursache der Hagelbildung sein mag (s. Gewitter), über-haupt nicht zu verkennen. Hagelwetter haben in der Regel keine große Breite und beschrei-ben daher auf ihrem Wege einen langen schmalen, meist scharf abgegrenzten Streif, unddie Erfahrung hat gelehrt, daß manche Gegenden weit häufiger von solchen Strichen be-troffen werden, als andere. Hagel fällt in derRegel am Tage und zur Sommerzeit, beson-ders im Juli und Aug., und weit häufiger in den gemäßigten Himmelsstrichen, als in denTropen - und Polargegenden. Die sogenannten Graupeln, eine kleinere Sorte des Hagels,zeigen nie einen Unterschied von Kern und Rinde. Eigentliche Hagelwetter sind wol fastohne Ausnahme auch von starkem Regen begleitet. Die Frühjahrsgraupelwetter rührenoffenbar davon her, daß die obern Luftschichten noch die Winterkälte haben, daß durch die