556 Hadschuten Haff
berechnete Ausgabe des Textes mit lat. Übersetzung hat Flügel begonnen '„Ooxico» Ki ,lilioßrspkicum et enc^clopseciiciiin" (Bd. I—3, Lvnd. 1833 fg., 3.). Außerdem sindnoch zu erwähnen seine chronologischen Tabellen ,,'1'akrvim s! tarvariksi" (Konst. 17 33, Fel.;lat. von Reiske, Lpz. l766), seine Geographie „vsclülmn numL" (Konst. 1732, Fol. ; lak.von Norberg, 2 Bde., Lund >818, 3.) und seine „Geschichte der Seekriege der Türken"(Konst. 1728, Fol.; engl, von Mitchell, Lond. 1830).
-Hadschuten, ein Beduinenstamm in Algier, dessen Gebiet in und an der Ebene vonMitidscha liegt, sind hauptsächlich aus dem Zusammenlauf Solcher entstanden, die Ver- 'brechen oder anderer Ursachen halber ihre Stämme verlassen mußten, und daher ein Ver- tein alles raublustigen Gesindels und berüchtigt wegen ihrer unvertilgbaren Raub - und >Mordlust. Den Franzosen haben sie fortwährend viel zu schaffen gemacht.
Hafen heißt ein am Mceresstrande oder Ufer großer Seen und Ströme zur Auf- ^nähme von Schiffen eingerichteter Raum, der nicht nur gegen Stürme und Angriffe Si-cherheit gewährt, sondern auch die Länderobrigkeik in den Stand seht, die Aus - und Ein- !fuhr, die Zölle u. s. w. einer genauen Aufsicht zu unterwerfen. Es gibt KriegShäfen ^mit Festungswerken und Handelshäfen mit nur geringen Vertheidigungsanstaltenversehen, Freihäfen, die sich besonderer Privilegien erfreuen und in denen die Schiffevon den an andern Orten zu erhebenden Abgaben befreit sind, sowie auch Ebbe-und Fluthäfen, die zur Zeit der Ebbe wenig Wasser behalten, oder auch ganz trockenfallen. Nur sehr wenige Häfen sind in ihrem natürlichen Zustande, selbst bei gutem Unter-gründe und anderen Vorzügen, verblieben, und ihre Unterhaltung erfodert bedeutende Ko- lsten, welche von den Schiffen unter dem Namen der Hafen-, Tonnen- oder Lasten- igelber erhoben werden und die um so höher steigen, je ausgedehnter die Hafendämme, jMolen, Bohlenwerkc, Uferbauten, Leuchtthürme, Banken, Tonnen und die Pilotage sind, lHafencapitain oder Hafenmeister heißt der Beamte, welcherfür die Aufrechthal- ,kung der Ordnung in einem Hafen sorgt, und es wird in England diese Würde nur ver- ;dienten Offizieren zu Theil. Die sogenannten Fünfh äsen oder <7i„cine ?»rts (s. d.) jund ihrHafencapitainspieltenschonimaltenengl.SeerechteinebedeutendeRolle. Jncinem ^guten Hafen findet man Schiffswerfte, Schmieden, Seil - und Segelmachereien und alles lzur Ausrüstung und Reparatur Nothwendige vor, wozu in den Häfen der Kriegsschiffe reiche .Arsenale (s.d.) und in denen von Ebbe und Flut abhängigen die Docks (s. d.) gehören.
Hafer ist eine der ältesten Getreidearten mit vielen Arten und Abarten. Obwol der !Hafer auf allen Bodenarten, den dürren Sand - und Kalkboden ausgenommen, gedeiht, sogewährt er doch den höchsten Ertrag, wenn man ihm einen reichen und frischgemergelten !Boden anweist, wo er dann nicht selten an Ertrag die Gerste übertrifft. Er verträgt sich 1mit allen Fruchtarten sehr gut, gedeiht jedoch am besten nach Klee, Weizen, Erbsen undKartoffeln. Frische Düngung beansprucht er nicht, wol aber eine tiefe und sorgfältig bear-beitete Ackerkrume. Die Saat geschieht im zeitigsten Frühjahr bei trockenem Erdreich.Flaches Unterbringen und guter Same, zur Vermeidung des Rußes, find Hauptsachen.Der Hafer ist das gebräuchlichste Pferdefuttcr. In kalten Gegenden wird er auch zu Brotverbacken. Außerdem dient er zur Bereitung von Grütze, Graupen und Bier und ist einsehr gutes Hühner-, Mast - und Milch vermehrendes Futter. Der Hafer wurde schon vonden alten Deutschen angebaut und nach Plinius zur Nahrung verwendet. Wahrscheinlich ^kam er von den german. und keltischen Völkern als Futterkraut zu den Römern. SeinVaterland ist nicht mit Gewißheit anzugeben. Anso n (s.d.) fand ihn auf der Insel JuanFernande;, hinter der Küste von Chili, wild wachsend, wohin er wahrscheinlich durch dieSpanier gekommen war. Eher ist er nördlichen Ursprungs.
Haff, ein im gewöhnlichen Sprachgebrauch veraltetes Wort, bedeutet im Dänischendas Meer oder einen ansehnlichen Theil desselben und kommt im Deutschen nur noch als'Eigenname dreier großen Buchten der Ostsee vor. Das Pommersche oder StettinerHaff, früher auch das Große Haff genannt, ist über >5 OM. groß, nimmt die Oderund einige kleinere Flüsse auf und steht durch die Swine, Peene und Divenow mit der Ost-see in Verbindung. Das Frische Haff zwischen Elbing, Pillau und Königsberg, inwelches die Elbing, die Nogat (ein östlicher Arm der Weichsel), der Pregel u. s. w. münden,