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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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552
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Hackert (Phil.)

552 Habsucht

blüht. Die Feste H- blieb fast ISO Jahre nach Rudolfs Erhebung, ;um röm. König einBesitzthum des Hauses Ostreich; als aber der Herzog Friedrich von Ostreich wegen seinerAnhänglichkeit an den Papst Johann XXIll. in Acht und Bann gerieth und einen großenTheil seiner Besitzungen verlor, da fiel auch H. an den Canton Bern. Vgl.H., die Schick-sale der Burg und des Geschlechts in kurzem Umriß" in Münch sBiographisch-histo-rischen Studien" (2 Bde., Stuttg. >836) und Ernst Lichnowski,Geschichte des HausesH." (2 Bde., Wien > 83637).

Habsucht nennt man die unersättliche Begierde, Das in seinen Besitz zu bringen,was Genuß verspricht. Sie ist demnach eine Leidenschaft, welche die Gegenstände des Ei-genthums betrifft, denn der Genuß, welchen dieselbe im Auge hat, ist nicht die bloße Vor-stellung des Eigenthums, wie beim Geiz (s. d.), er liegt vielmehr in der Thätigkeit desErlangens selbst, in der Benutzung und Anwendung, und e§ kann der Habsüchtige dahersogar Verschwender sein. Der Geiz ist daher mehr passiver, die Habsucht mehr activer Na-tur. Der Geiz gibt nicht gern; die Habsucht ergreift gern, was Andern angehört. Der Geizist immer mit Furchtsamkeit verbunden, die Habsucht dagegen kühn und oft gewaltsam, j

Hachenburg, ehemals eine selbständige Grafschaft von etwa 2 UM. mit 8000 E.,bildet gegenwärtig zumeist das gleichnamige Amt im Herzogthum Nassau. Die Besitzerderselben hatten Sitz und Stimme auf der wetterauer Grafenbank. Nach dem Ausstcrbender Grafen von H. kam die Grafschaft an die Burggrafen von Kirchberg und nach derenErlöschen im Mannsstamme >789 an das verwandte Haus Nassaü-Weilburg. - DieStadtH. mit dem ehemals burggräflichen Schlosse hat etwa >599 E.

Hackbord, Hackebord oder Heckbord heißt der oberste, gewöhnlich mit Bild-hauerarbeit verzierte Theil am Hintertheile eines Schiffs.

Hackebret oder Cimbal, ital. Salterio teclesco, ist ein altes, jetzt nur noch zuwei-len vorkommendes, hellschallendes viereckiges Kasteninstrument. An den Seiten der Re-sonanz laufen gedrehte Stege (Docken), welche die zwei - oder dreichörigen Drathsaiten hal-ten. Es wird mit zwei Holzklöppelchen geschlagen, die auf einer Seite mit Tuch umwun-den sind, wodurch verschiedene Tonfärbungen möglich werden.

Hackert (Jans oder Hackaart), Landschaftsmaler, geb.l 635 zu Amsterdam, gehörtder romantischen Richtung der holländ. Landschaft «n, welche damals durch Swanefelt, Joh.Both und Pynacker vorzüglich vertreten war; doch ist sein Farbenton im Allgemeinennüchterner. Seine Vorliebe für bedeutende, schroffe Gebirgsumriffe führte ihn nach derSchweiz, wo eS ihm einst begegnete, daß dieBauern, seine Arbeit für Zauberei haltend, ihngebunden vor den Richter schleppten, welcher nur mit Mühe das Volk überreden konnte,den Maler in Ruhe zu lassen. In Zürich hinterließ er 1656 treffliche Federzeichnungen.Er starb in der zweiten Hälfte des > 7. Jahrh.

Hackert (Phil.), einer der berühmtesten Landschaftsmaler des 18. Jahrh., geb. zuPrenzlau in der Ukermark am >5. Sept. >737, kam, nachdem er bei seinem Vater, Phil.H-, gest- >768, und dann in Berlin sich die nöthige technische Fertigkeit im Zeichnen undMalen erworben und bereits als Landschaftsmaler mit Erfolg aufgetreten war, auf Sul-zer's Empfehlung zu dem Baron Olthoff in Stralsund und durch diesen >765 nach Paris.Als er hier besonders durch Gouache-Landschaften sich Einiges erworben, ging er >768mit seinem Bruder Johann Gottlieb nach Italien. In Rom ließ ihm die Kaiserin Katha-rina zwei Gemälde, welche so genau als möglich die Seeschlacht bei Tschesme, am 5. Juli>770, und die darauf folgende Verbrennung der türk. Flotte darstellen sollten, auftragen.Um aber den Künstler in den Stand zu setzen, die Wirkung eines in die Luft auffliegendenSchiffs in der Nachbildung zu erreichen, ließ der Graf Orlow, der damals mit einem Theilseiner Flotte im Hafen vor Livorno lag, eine ruff. Fregatte in die Lust sprengen. Die glück-liche Ausführung beider Gemälde begründete H.'s Ruhm. Durch den ruff. Gesandten,Grasen Rasumowsky, dem Könige von Neapel vorgestellt, erhielt er >786 gleich seinemBruder Johann Gottlieb eine Anstellung in Neapel, wo er vielfache Auszeichnung genoß,bis der Revolutionskrieg auch ihn nöthigte, sich 1 799 nach Florenz zu flüchten, wo er > 893eme Villa zu Careggi kaufte, auf der er am 28. Apr. >807 starb. Während H. früherüberschätzt wurde, hat die neueste Zeit ihn zu tief herabgestellt. Insbesondere wurde die