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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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Habsburg 551

dahin zu streben, daß alles Löbliche habituell werde; namentlich gilt dies auch von äußernKunstfertigkeiten, weil sonst Niemand dahin gelangen wird, die Idee der Kunst mit Leich-tigkeit und Natürlichkeit darzustellen.

Habsburg, eigentlich Habichtsburg, die Stammfeste des östr. Hauses, am rechtenUfer der Aar, im jetzigen schweizer. Canton Aargau, auf dem Wülpelsberge, wurde im 11.Jahrh. vom Bischof Werner zu Strasburg erbaut, ist aber gegenwärtig bis auf wenigeÜberreste, die man zu erhalten sich bemüht, verfallen. Werner war ein Enkel Guntram's desReichen, Grafen von Elsaß und Breisgau, und dieser wieder soll ein Sprößling Ethico's I.,des Herzogs von Alemannien und Elsaß, gewesen sein. Werner übergab vor seinem Todesämmtlichc Güter seinem Bruder Lanzelin, der dieselben nebst seinen Besitzungen auf seinedrei Söhne, Otto l., Adalbert l. und WernerlI., vererbte. Die beiden Ersten starben früh-zeitig, und es wurde nun Werner II., gest. > 000 , der sich zuerst Grafvon Habsburgnannte, alleiniger Besitzer der sämmtlichen Familiengüter. Heirathen und kaiserliche Schen-kungen vergrößerten dieses Bcsitzthum, und als Beschützer mehrer Abteien und Vogteicngewannen die Grafen von H. bald einen mächtigen Einfluß auf die öffentlichen Angelegen-heiten. Werner's II. Erbe war sein Sohn Otto II., gest. 1111 ; von diesem stammte Wer-ner III., gest. um l 103, und von diesen! Albrecht III. oder der Reiche, gest. I 109, der durchMenschenfreundlichkeit und Milde ausgezeichnet, vom Kaiser Friedrich I. die Grafschaft imZürichgau erhielt und sich zuerst Landgraf vom Elsaß nannte. Sein ihm unähnlicher SohnRudolf II. wurde zum Vogt von Uri, Schwytz und Unterwalden ernannt, behandelte aberdiese Landschaften mit so eigenmächtiger Willkür, daß Kaiser Friedrich II. durch ihre Bittensich bestimmen ließ, dieses Vogtthum von Rudolf zurückzukaufen. Übrigens gelang es Ru-dolfll. durch Erwerbung der Grafschaft im Aargau, der Schirmvogtei des Stifts Seckin-gen und der Herrschaft Laufenburg seine Macht ansehnlich zu vergrößern. Seine beidenSöhne Albrecht IV. und Rudolf III. thcilten nach ihres Vaters Tode, 1233, seine Güter;auf Albrecht's IV. Antheil fielen das Schloß Habsburg und die Güter im Aargau und imElsaß; Rudolf III. erhielt die Ländereien im Breisgau und die Grafschaften Klcttgau,Nheinfelden und Lauffcnburg und wurde das Haupt der habsburg-lauffenburg. Linie.DieseLinic spaltete sich später wieder in zwei Zweige, dicGrafcn vonH. zu Lauffcnburg unddie Grafen von Kyburg. Der erstere Zweig erlosch in Deutschland mit Johann IV. im I.1408, soll jedoch durch einen Nachkommen des Stifters des lauffenburg. Zweigs, Gott-fried I., in dem Geschlechts der Fieldings in England fortdauern. Der kyburger Zweig er-losch mit Ego, Grafen von Kyburg und Landgrafen in Burgundien imJ. itl 3. Den TitelLandgrafen von Elsaß führten anfangs beide Hauptlinien; als aber Rudolf Hl. >210starb, wurde dieser Titel ausschließliches Erbe der Nachkommen Albrecht's IV. Durch seineGemahlin, Hedwig, die Tochter Ulrich's, Grafen von Kyburg, Lcnzburg und Baden, dervon den Herzogen von Zähringen abstammte, war Albrecht lV. auch mit Kaiser Friedrich II.öerwandt. Mit ihm zog er 1240 als Kreuzfahrer nach Palästina, starb aber bald darauf,nachdem er zu Akkon gelandet, zu Askalon. Er hinterließ drei Söhne, Rudolf IV., Al-brecht V. und Hartmann. Rudolf IV., der seine Brüder überlebte, und 1273 als Ru-dolf I. (s. d.) auf den deutschen Kaiserthron gelangte, wurde der Stifter des östr. Hauses.Er wußte durch Kauf und andere Mittel seine Besitzungen in der Schwei; zu vermehren,und bei seinen, Tode standen Freiburg, Luzern, Zug, Glarus, Kyburg, Zofingen, Baden,Lenzburg, Aarau u. s. w. entweder ganz oder zum Theil unter Habsburg. Herrschaft. DurchAlbrecht's l., des Sohns Rudolfs I., gewaltthätiges Verfahren ging bei dem Aufstandeder Schweizer der größte Theil derBesihungen für das Habsburg. Haus verloren und >774waren nur Lauffenburg, das Frickthal und Nheinfelden noch habsburgisch, die 1802 eben-falls an die Schweiz abgetreten werden mußten. Glücklicher waren die Habsburger inDeutschland, wo es ihnen gelang, eine große Hausmacht zu gründen und die deutsche Kai-serkrone seit Albrecht II., bis auf eine einzige Unterbrechung, bleibend an ihren Stamm zufesseln. Mit Kaiser Karl VI. erlosch 1740 die männliche Linie des Habsburg. Hauses, undes kam nun die weibliche mit seiner Tochter Maria Theresia, der Gemahlin des deutschenKaisers Franz's I. aus dem Hause Lothringen, auf den Thron von Ostreich, Ungarn undBöhmen, auf welchem dieselbe unter dem Namen des Hauses HabSburg-Lothringen noch