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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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550
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550 Habesch Habituell

kunst am 16. Aug. 1868 starb. Nächst seinerPragmatischen Geschichte der neuestenkaiserlichen Wahlcapitulationen" (Lpz. >792; nebst Anhang, >793) und demHandbuchdes deutschen Staatsrechts" (3 Bde.; 2. Aufl., Berl. 179397), in welchem gründlicheForschung und Gelehrsamkeit mit edler freimüthiger Kühnheit vereinigt sind, begründeteer seinen Ruf besonders durch dasDeutsche Staatsarchiv" (16 Bde., Helmst. >7961808), eine treffliche Sammlung interessanter publicistischer Aufsätze. Sein Sohn,

Karl Ludwig H-, der sich vorzugsweise unter dem Namen Belani, aber auch unterandern Namen als einen überaus fruchtbaren Romanschriftsteller bekannt gemacht hat,wurde zu Erlangen am 25. Juli >783 geboren und studirte in Helmstedt. Seit > 867 Au. ,

ditor bei der braunschweig. Kammer, wurde er 1816, unter der westsäl. Regierung, Tribu- ^

nalrichter in Helmstedt und 1813 Kreisamtmann in Hasselfelde, 1823 aber seiner Stelleentsetzt und bis 1831 in Gandersheim gefangen gehalten.

Habcsch, s- Abyssrnien.

Habicht pflegt man im gemeinen Leben mehre größere Tagraubvögel aus der Gat-tung der Falken (s. d.) zu nennen, indessen kommt dieser Name eigentlich nur zwei Artenzu, welche sich vor den andern Falken durch lange federlose Fußwurzeln, sowie durch sehrgekrümmte und scharfe Krallen auszeichnen. Die eine größere, derHüh nerh abi cht, zweiFuß lang, ist oben aschblau, am weißen Unterleib mit schmalen braunen Querbinden, derSchwan; mit vier bis fünf braunen Binden versehen und thut der nieder» Jagd und demHofgeflügel vielen Schaden. Die kleinere Art, der Finke nh ab icht, auch unter dem Na-men Sperber bekannt, ist ganz ähnlich gezeichnet, aber nur einen Fuß lang und eher nütz-'

Ilich als schädlich, da ihm, wenn er auch Lerchen und Wachteln und andere kleine Singvö- !gel vermehrt, Feldmäuse zur Hauptnahrung dienen. !

Habicht (Ehr. Max.), Orientalist, geb. zu Breslau am 8. März >775, wurde von iseinem Vater, einem wohlhabenden Kaufmann, zum Geschäftsmann bestimmt, wendete sich !aber später ausschließlich den Wissenschaften zu. In dieser Absicht begab er sich >797 nach 'Paris, wo er über zehn Jahre blieb und unter seinen sonstigen Studien das Arabische sehrbald die Oberhand behauptete. Neben Silvestre de Sacy genoß er den Unterricht ÄbunaRafael s aus Kairo im vulgairen Arabischen. Im I. 1867 kehrte er in seine Vaterstadtzurück, wo er 1812 eine außerordentliche Professur erhielt. In dieser Stellung blieb er biszu seiuem Tode, am 25. Oct. 1839. Unter seinen Schriften erwähnen wir dieBeschrei-bung des Kaukasus und der nördlich von dem Kaspischen Meere gelegenen Länder" inKlaproth's SchriftRußlands Vergrößerung unter Alexander 1." (Berl. >813); fernerdie von ihm herausgegebenenLpistolss gnaecksm srsb. s Nsuris, ^eg^ptiiset 8^r!s con-Scripts«" (Bresl. 1823, 3.), ,Mei<isliü slignot proverkis c»m iiiterpretstione Ist."(Brest. 1826) und endlich die arab. Ausgabe derTausend und Eine Nacht ; nach einer jHandschrift aus Tunis, nebst Erklärung der darin vorkommenden, im Golius und in an- ^dern Wörterbüchern nicht befindlichen Wörter und Bedeutungen" (Bd. I8, Bresl. >182538), unstreitig sein bedeutendstes und verdienstvollstes Werk, das nach seinem Todevon Fleischer (s. d.) vollendet wurde. Auch an der Übersetzung derTausend und Eine iNacht" (15 Bde., Bresl. 1825) hatte er Theil.

Habichtsinseln, s. Azoren.

Habilitiren. Sich habilitiren heißt im Allgemeinen soviel als seine Befähigung 'zu einem Amte beweisen; insbesondere aber gebraucht man diesen Ausdruck von Denen,die durch eine Disputation über einckklon ihnen verfaßte Abhandlung sich an einer Universi-tät das Recht erwerben, öffentliche Vorlesungen zu halten oder Privatdocenten zu werden.

Habituell heißt Alles, was durch Gewohnheit zu einer bleibenden Eigenheit oderzur andern Natur geworden ist, ohne in der natürlichen Entwickelung des Menschen an sichbegründet zu sein, und wird sowol von mechanischen Fertigkeiten, leiblichen Äußerungenund sinnlichen Handlungen, als von geistigen Thätigkeiten und Gesinnungen gebraucht.

Bei der Macht der Gewöhnung ist sorgfältig daraufzu achten, daß nichts habituell werde,was der Natur, der Sitte oder der Sittlichkeit widerstreitet, und selbst die regelmäßige Wie-derkehr an sich unschuldiger Vergnügungen und Handlungen muß man zuweilen willkür-lich unterbrechen, damit nicht eine zwingende Gewohnheit daraus entstehe. Dagegen ist stets ^