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1836 ) ausarbeitete. Gegen Menzel's „ DeutschcLiteratur" schrieb er seine „Beiträge zurGeschichte der neuesten Literatur" (2 Bdc., Stuttg. > 836 ), die, obschon sie viel Treffendesenthalten, doch der Menzel'schen populairen Auffassungs- und Darstellungsweise entbeh-ren. In diese regsame Periode E.'s gehören noch -„Goethe im Wendepunkte zweier Jahr-hunderte" (Berl. > 836 ), der Roman „Seraphine" (Hamb. > 838 ), „Götter, Helden undDon Quixote" (Hamb. > 838 ), eine Reihe kritischer Aufsätze, „Die rothe Mütze und dieKaputze" (Hamb. > 838 ), das dramatische Gedicht „König Saul" (Hamb. > 839 ), „Skiz-zenbuch" (Kaff. > 839 ) und der komische Roman „Blasedow und seine Söhne" (3 Bdc.,Stuttg. > 838 ). Auch gab er unter Bulwer's Firma eine Schrift „Die Zeitgenossen"(2 Bde., Stuttg. > 837 ), heraus und begründete in Frankfurt die Zeitschrift „Der Tele-graph für Deutschland", mit welcher er sich später nach Hamburg übersicdelte. Nächstdemschrieb er „Börne's Leben" (Hamb. 1 83 9 ). In neuester Zeit hat sich E., der seine gele-gentlichen Ausfälle gegen die Ehe durch seine Verheirathung selbst für null und nichtig er-klärte, wieder nach dem ihm lieb gewordenen Frankfurt gewendet. Die Popularität, dieer sich durch seine kritisch-journalistisch-novellistischcn Bestrebungen nicht erringen konnte,scheint er durch dramatische Arbeiten erwerben zu wollen. Ein Theil seiner Bühnenstückeerschien unter dem Titel „Dramatische Werke" (2 Bde., Lpz. > 812 ); sie enthalten die dra-matischen Arbeiten „Richard Savage", „Werner", „Patkul" und „Die Schule der Rei-chen"; zur Aufführung kamen noch „Das weiße Blatt" und das historischeCharakterstück„Zopf und Schwert", welches schnell die Runde über die deutschen Bühnen machte undunter allen E.'schen Stücken am populairstcn wurde. Rechnet man hierzu noch seine„Briefe aus Paris" (2 Bde., Lpz. > 832 ) und seine „Vermischten Schriften" (2 Bde.,Lpz. > 832 ), die indeß nur Wiederabdruck seiner bereits im „Telegraph" erschienenen kriti-schen und novellistischen Aufsätze sind, so wird man G. eine ebenso bewundernswcrthe Viel-seitigkeit als Productivität und eisernen Fleiß zugestehen müssen. Obgleich man ihm imEinzelnen Jnconsequenz, sehr häufig Einseitigkeit und im Allgemeinen eine gewisse Eitel-keit und Gereiztheit vorwerfen darf, so bewährt sich G. doch überall als einen geistreichen,scharfsinnigen, unerschrockenen, durch viele neue und pikante Ansichten überraschendenSchriftsteller, der um so interessanter erscheint, da keine Zeiterscheinung unbemerkt oder un-besprochen an ihm vorübergeht.
GüHlasf (Karl), Missionar, wurde am 8. Juli 1 893 zu Pyritz in Pommern gebo-ren und in der<Bürgerschule seines Geburtsorts unterrichtet. Schon hier zeigte sich bei ihmein frommer Sinn, verbunden mit heißem Durste nach Erkenntniß und mit ganz unge-wöhnlichem Talent. Indessen konnten seine Altern dem Wunsche des Knaben, sich durchwissenschaftliche Studien zum Dienste des Evangeliums geschickt zu machen, ihrer Armuthwegen nicht Genüge leisten; sie schickten ihn vielmehr nach Stettin und ließen ihn hier dasGürtlerhandwerk erlernen. Hier verfaßte G. ein Gedicht, worin er seine Empfindungenund Wünsche aussprach, und überreichte dasselbe > 82 > dem Könige von Preußen bei dessenAnwesenheit in Stettin. Der König veranlaßte nun G.'s Aufnahme in die unter dem Pa-stor Jänike zu Berlin bestehende Missionsanstalt. Schon nach zwei Jahren, zu Ostern1823 , konnte er der holländ. Missionsgesellschaft zu Rotterdam zugesendet werden, die ihnzum Missionar für die Battaken auf Sumatra bestimmte, wohin er jedoch, um sich für sei-nen ebenso gefährlichen als schwierigen Beruf vollständig vorzubereitcn, erst im Aug. >826abgehen durfte. Auf Java wegen des aus Sumatra ausgebrochcnen Kriegs zurückgehal-ten, nahm er nun seinen Aufenthalt in Batavia, wo er, durch den engl. Missionar Med-hurst bei den dortigen Chinesen eingeführt, sich an die Erlernung des Chinesischen machteund sich mit einer reichen Engländerin verheirathete. Da er bereits nach zwei Jahren sichdas Chinesische vollkommen angeeignet und überhaupt mit dem chines. Leben so vertrautgemacht hatte, daß er von den Chinesen unter dem Namen Schih-Li in die Familie Kwoder Provinz Fo-Kien ausgenommen wurde, so kam er zu dem Entschlüsse, seine Verbin-dung mit der niedcrländ. Gesellschaft ganz aufzugeben und seine Thätigkeit selbständig demchines. Reich zuzuwenden. Er schloß sich nun dem engl. Missionar Tomlin an und unter-nahm mit diesem zunächst im Sommer >828 eine Reise nach Siam. Beide ließen sich inper Hauptstadt Bankok nieder, theils um hier das Evangelium zu predigen, theils um eine