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den Beschluß seines gymnastischen Eursus. Nachdem er 1797 mit einer VerwandtenSalzmann's sich verheirathet hatte, kaufte er in dem ganz in Schnepfcnthals Nähe gele-genen Dorfe Ibenhain ein Landgütchen, von wo er wöchentlich zweimal, in den letztenJahren nur einmal nach Schnepfenthal -ging, um die gymnastischen Übungen zu leiten undUnterricht in der Geographie und Technologie zu ertheilen. Am l. Juni 1835 feierte er seinSttjähriges Jubiläum als Lehrer in Schnepfenthal. Nachdem er zu Ostern 1839 den Unter-richt daselbst gänzlich aufgegebcn hatte, starb er am 21. Mai l 839. Von l 899—20 hatte^ er die „Bibliothek für Pädagogik, Schulwesen und die gesammte pädagogische LiteraturDeutschlands" herausgegebcn, die ihm einen ausgedehnten Wirkungskreis verschaffte.Durch sein „Handbuch der Geographie" (2 Abth., Lpz. 1819; 2. Aust., >825—29) hater vielfach zu einer gründlicher» und naturgemäßer» Methode des geographischen Unter-richts beigetragen und andern ähnlichen Werken die Bakm gebrochen. Mit Gaspari, Has-sel u. A. verband er sich zur Besorgung des „Vollständigen Handbuchs der neuesten Erd-beschreibung", für welches er die Beschreibung der südamerik. Staaten (Bd. 19 und 20,Weim. 1827—39) lieferte. Für das von ihm und I. A. Jacob! herausgegebene Werk„Deutsches Land und deutsches Volk" arbeitete er den ersten Theil in zwei Bänden, derauch den besonder» Titel „Deutsches Land" (Gotha i 820) führt. Außerdem gab er aucheinen „Abriß der Erdbeschreibung" (Lpz. 1819; 3. Aust., 1839) und zuletzt eine „Me-thodik der Geographie" (Lpz. 1835) heraus.
Gutzkow (Karl), bekannter deutscher Schriftsteller, Journalist und dramatischerDichtcr, geb. im März 1811 zu Berlin, wo sein Vater einen Subalternenposten beimKriegsministerium bekleidet, offenbarte schon früh einen regsamen Geist, der ihn auch aufder Üniversttät seiner Vaterstadt auszcichnete, wo er Theologie studirte. Nachdem er 1839bei einer Preisaufgabe, „15« «IHz illtalibus", concurrirt und den Preis gewonnen hatte,warf er sich, von der Julirevolution und deren zu hoffenden Folgen mächtig ergriffen,mit allem ihm eigenen Eifer auf die Fragen und Foderungen der Zeit, denen er in seinem„Forum der Journalkritik" genug zu thun suchte. Anonym erschienen sodann von ihmdie „Briefe eines Narren an eine Närrin" (Hamb. 1832), in denen er den neuern vonRousseau ausgegangenen socialen Theorien huldigte. Größere Anerkennung gewann erdurch seinen phantastisch-ironischen Roman „Maha Guru, Geschichte eines Gottes"(2 Bde., Stuttg. 1833). Menzel, in welchem G. anfangs einen Fortschritt des deutschenGeistes gefunden haben wollte, trug wesentlich zu G.'s Ruf bei und zog ihn nach Stutl-, gart, wo G. an dessen „Literaturblatt" Antheil nahm. Schnell nacheinander ließ er nun„Novellen" (2 Bde., Hamb. 1833), „Soireen" (2 Bde., Franks. 1835), „Öffentliche^ Charaktere" (Hamb. 1835), gut geschriebene, wenn auck nicht tief eindringende Skizzen,die vorher in der „Allgemeinen Zeifung" abgedruckt waren, und das die Schwächen derZeit gemal persifflirendc Drama „Nero" (Stuttg. 1830) erscheinen. Nachdem er sich i>i-! zwischen von Menzel getrennt und noch zu München und Heidelberg StaatSwifsenschaf.
ten studirt hakte, ging er > 835 nach Frankfurt am Main, wo er am Dullcr'schen „Phö-, nix" die Redaction des „Literaturblatts" übernahm. Von jetzt an trat er immer de-structivcr und terroristischer auf und verwundete nach allen Seiten hin. Er schrieb seine, berüchtigte Vorrede zu Schleiermacher's „Briefe über Fr. Schlcgcl's Lucinde" (Hamb.
1835) und seine in künstlerischer Hinsicht unbedeutende „Wally" (Manh. 1835), welchej durch die darin angebrachte etwas nüchterne und veraltete Polemik gegen den christlichen^ Offenbarungsglauben mehr Aufmerksamkeit erregte, als sie in der That verdiente. Na-! mentlich verschaffte Menzel, zwischen welchem und G. ein lang verhaltener Groll losbrach,
! diesem Romane einen nur halbverdienten Ruf durch seine später auch gegen das gesammte^ sogenannte Junge Deutschland (s. d.) gerichteten, zum Theil auf Persönlichkeiten ge-I stützten denunciatvrischen Ausfälle, gegen die sich unter Andern Paulus als VertheidigerG.'s erhob. Man schien auf Menzel's Denunciation nur gewartet zu haben, denn die vonG. mit Wien barg (s. d.) beabsichtigte „Deutsche Revue" wurde in der Geburt unter-drückt, die Schriften des Jungen Deutschlands mit Bann und Jnterdicl belegt und G.selbst vom bad. Hvfgericht zu einer dreimonatlichen Haft vcrurtheilt, die er in Manheim; abbüßte und während welcher er seine Schrift „Zur Philosophie der Geschichte" (Hamb.