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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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520
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520 Gufikow Gustav l. (König von Schweden)

losen oder nur mit wenigen Backenzähnen versehenen Gattung von Saugthiercn mit star-ken mm Graben dienlichen Klauen. Der ganze Oberkörper und zuweilen selbst die Glied-maßen dieser Thiere sind mit hornartigen Schildern bedeckt, welche in der Mitte des Kör-pers zwischen den Vorder- und Hinterbeinen mehre Gürtel bilden, die zu dem Namen Gür-telthier Veranlassung gegeben haben. Ihre Heimat ist Südamerika, wo sieTatu heißen.Sie leben in Erdhöhlen, nähren sich von allerlei Pflanzen, auch wol von Jnsecten undAas, gehen meist nur des Nachts aufNahrung aus und sind sehr stumpfsinnig. Ihr Fleischist sehr schmackhaft. Wenn sie schlafen wollen, oder in Gefahr sind, kugeln sie sich wie derIgel zusammen, sodaß man fast nichts als ihren Panzer bemerkt.

Gustkotv (Mich. Jos.), der Virtuos auf der sogenannten Strohfiedel, war zu Sklowin Polen 1806 von jüd. Altern geboren, und das musikaliscbe Talent ein Erbtheil der Fa-milie, die über hundert Jahre zurück lauter Musiker unter ihren Mitgliedern zählte. Daeine schwache Brust es ihm unmöglich machte, ein Blascinstrument zu behandeln, so warfer sich mit einem wahrhaft fieberhaften Eifer auf die unter dem Volke beliebte Strohfiedel,ein Holz-Stroh-Jnstrument, dem er eine größere Ausdehnung gab, und brachte es bald soweit, daß ersieh >862 im ital. Theater zu Odessa hören lassen konnte, wo er ungeheuer«Beifall fand. Gleiche Auszeichnung wurde ihm in Wien und auf seiner Kunstreise in Deutsch-land und Frankreich zu Theil. Aber die Anstrengung war zu groß für seine schwachenNerven. Ganz entkräftet, suchte er in den Bädern von Spaa sich wieder zu kräftigen,starb aber zu Aachen am 2 l. Oct. l 867.

Güssefeld (Franz Ludw.), geb. >7-14 zu Osterburg in der Altmark, seit >766 alsIngenieur bei Urbarmachung der Netz- und Warthebrüche angestellt, später in Weimar,wo er >808 starb, mit hydrographischen und topographischen Aufnahmen beschäftigt, lie-ferte, besonders für den Verlag des dasigen geographischen Instituts, eine Reihe Landkar-ten, welche wegen ihrer Genauigkeit zum Theil noch seht geschätzt sind und vielfacb alsGrundlage benutzt werden.

Gustav I., König von Schweden, 1526—60, bekannt unter dem Namen GustavWasa, geb. am 12. Marz >-106 zu Lindholm in Upland, hieß ursprünglich Gustav Eriks-son und war der älteste Sohn des Reichsraths Erich Johansson, der väterlicherseits ausdem Hause Wasa und mütterlicherseits aus dem Hause Sture abstammte, zwei Häusern,die mit den alten Königen Schwedens verwandt waren. Seine Vettern, die Sture, welchedamals Reichsvcrweser von Schweden waren, flößten ihm frühzeitig Liebe zum Vater-lande ein, sorgten für seine Erziehung und schickten ihn 1500 auf die Schule zu Uvsala.Nach der Rückkehr von Upsala nahm ihn Sten Sture der Jüngere > 512 an seinen Hofund ließ ihn durch den gelehrten Bischof von Linköping, Hemming Gadd, weiter zumStaatsmann ausbilden. Seine kriegerische Laufbahn begann G. 1517 bei Gelegenheit ei-ner Fehde des jünger« Sture wider den Erzbischof Gustav Trolle, der, ein Feind der Sture,verrätherische Absichten im Schilde führte. Die Dänen, die dem im Schlosse Stäke be-lagerten Erzbischöfe Hülfe bringen wollten, schlug er mit Tapferkeit zurück und nöthigteden Erzbischof selbst, sich zu ergeben. Auch an dem Siege, welchen Sten Sture im I.1518 über die dän. Truppen unter Christian II. erfocht, nahm er rühmlichen Anthcil. Alser bei den darauf folgenden Verhandlungen nebst fünf andern vornehmen Sckweden alsGeißel auf die feindliche Flotte vor Stockholm geschickt wurde, ließ Christian ihn und seineGefährten ergreifen und als Gefangene nach Dänemark abführen. Hier vernahm G. ge-gen Ende des I. >510, daß Christian die Unterwerfung Schwedens fast vollendet habe.Er entfloh daher, um sein Vaterland wo möglich noch zu retten, in Bauernkleidern aus derGefangenschaft, erreichte am ersten Lage unter großer Gefahr Flensburg, zwölf Meilenvon Kopenhagen, trat dort bei jütländ.^Ochsenhändlern in Dienste und kam, ohne entdecktzu werden, mit ihnen in Lübeck an. Der Rath von Lübeck, der sich nach der UnterjochungSchwedens für die Stadt selbst nichts Gutes von Christian versah, nahm den Flüchtlingin Schuh und beförderte dessen Abreise nach Schweden. Hier landete G. auf der Land-zunge Stensö, unweit Kalmar, das damals gerade von den Dänen zur See blockirt wurde.Er ging in die Stadt und munterte die Bürgerschaft zu tapferm Widerstande auf, aberman fürchtete sich, mit einem Geächteten Partei zu machen, und die deutsche Besatzung, in