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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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517
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! Günther (Ant.) Günther (Ioh. Christian) 517

i die Negierung, durch schriftliche Cession aber erst am 3. Scpt. Schon am 21. Aug. batte

! der neue Fürst unter allgemeinem Jubel seinen Einzug in Sondershauscn gehalten. So-

fort wurde das Geh. Consilium aufgelöst und ein Geh. Rathscollegium gebildet, der Kam-merpräsident von Wiese vorläufig dispensirt und der Gchcimcrath von Kauffbcrg nun Chefder Kammer ernannt. Bereits in den nächsten Tagen begannen die höchst wohlthätigcn,aber auch nothwendigen Reformen des Landes und zwar in ununterbrochener Folge. Fastjedes Regierungsblatt brachte irgend eine neue Verordnung, aus welcher uiuwcisclhafthervorging, daß sich der Fürst die wahre Wohlfahrt und die Zufriedenheit seiner Unter-thanen zum Hauptzwecke seiner Bestrebungen gesetzt habe. Eine zweckmäßige Anordnungfolgte der andern, und alle athmeten selbst in ihrer Fassung den humanen, hochgebildetenGeist des Fürsten, der sich dadurch nicht nur das unbedingte Vertrauen seiner Unterihancnerwarb, sondern die Aufmerksamkeit gän; Deutschlands auf sich lenkte. Ihm endlich ver-dankt das Land seine Verfassung vom 24. Sept. 1841. (S. Schwarzburg-Son-dershausen.) Der Fürst war in erster Ehe seit >827 mit der Prinzessin Maria vonSchwarzburg-Rudolstadt, gesi. 1833, vermählt, mit der er den Erbprinzen GüntherKarl, geb. am 7. Aug. >83«, den Prinzen Leop. Günther, geb. >832, und die Prin-zessin Elisabeth, geh. >829, zeugte. Eine zweite Ehe schloß er mit der Prinzessin Ma-thilde von Hohenlohe-Öhringen, geb. am 3. Juli 1814, die ihm die Prinzessin Maria,geb. >837, und den Prinzen Friedrich Günther Karl Aug. Hugo, geb. am >3.

> Apr. 1839, gebar. Seine Schwester, die Prinzessin Emilie, ist mit dem regierenden§ Fürsten Leopold von Lippe-Detmold vermählt; seine Großtante, die Prinzessin Alber«i tine, geb. 1768, Witwe des 1813 verstorbenen Fürsten Georg von Waldeck.

; Günther (Ant.), Weltpriester zu Wien, ist als fruchtbarer philosophischer Schrift-

> steller eines der wenigen Mitglieder des katholischen Klerus in Deutschland, die anphilosophischen Verhandlungen Theil nehmen. Diese Theilnahme ist jedoch beinaheausschließend auf das Verhältnis zwischen der Philosophie und dem Dogma beschränktund äußert sich zum größer» Theile in polemischer Form. Die Schriften, in welchenG. seine Opposition gegen den sogenannten Monismus des Gedankens, gegen dieHerrschaft des logischen Begriffs, erst gegen Hegel und gegen die an diesen sich an-schließenden Versuche, den Pantheismus durch die Idee eines persönlichen Gottes zu er-klären, dann auch gegen Herbart geltend zu machen gesucht hat, sind dieVorschule zurspekulativen Theologie" (Wien >828),Peregrins Gastmahl" (Wien 1839),Süd- undNordlichter am Horizonte speculativer Theologie" (Wien 1832), die mit seinem Freunde

> Pabst (gest. 1838) gemeinschaftlich herausgegebenenJanusköpfe für Philosophie undTheologie" (Wien >834),Thomas a Scrupulis. Zur Transfiguration der Persönlich-keitspantheismen neuester Zeit" (Wien 1835),Die Juste-Milieus in der deutschen Phi-losophie gegenwärtiger Zeit" (Wien 1838) undEurystheus und Herakles" (Wien 1843).Ein reges Interesse an speculativer Theologie, eine geistreiche Beweglichkeit, ein scharferBlick auf die schwachen Stellen der Gegner und eine unermüdliche Elasticität in der Wie-derholung vielfach modificirter Angriffe verrathcn alle diese Schriften; andererseits aber

I bringen sie nirgends eine speculative Untersuchung in systematischer Form zum Abschlüsse;

> denn G. liebt für die Kritik sowol als für die Darlegung seiner eigenen Ansichten eine höchstaphoristische Form, und ein kampflustiger Humor verleitet ihn nicht nur zu den mannich-saltigsten Seitensprüngen, sondern reißt seinen Witz oft auch bis an die Grenze des Bur-lesken. Der Mittelpunkt seiner Lehre ist eine Art theosophischer Creativnslehre, die trotzder Versicherung, daß die Philosophie zu einem ursprünglichen Dualismus zwischen Na-tur und Geist, Gott und Welt zurückkehren müsse, ihre wesentliche Aufgabe darin setzt, dieEntstehung der Welt aus Gott begreiflich zu machen. An dem zwischen Möhler und Baurgeführten Streite über das Verhältnis des Protestantismus und Katholicismus nahm G.

. durch die SchriftDer letzte Symboliker" (Wien 1834) Theil. Vgl. I. W. Wagner,

>Über A. G.'s philosophische Leistungen" in derZeitschrift für Philosophie und katholischeTheologie" (Hst. 22, 1837).

! Günther (Joh. Christian), ein deutscher Dichter, geb. am 8. Apr. 1695 zu Stri-

^ gau in Niederschlesicn, zeichnete sich schon auf der Schule zu Schweidnitz durch sein poeti-