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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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Guilford

Guilleminot

dec sonderbaren Idee, daß sie nur eine Art Monogramme seien, gebildet aus drei ägypt. ,Buchstaben, und daß damals China durch eine ägypt. Colonie bevölkert worden sei. Vgl.sein ,M6moire dans legiiel »n prouve <;ne los Okinois sonl uns colnnie (Par.

1759). Unter seinen übrigen Schriften behauptet den ersten Platz dieListoire gene-rale des Lun», des lurcs, des Älngols et des autres l'stsres occidentaur" (4 Bde. in ^5 Theilcn, Par. 175658, 4.), die aus den wichtigsten, zumTheil noch unbenutzten mor-gcnl. Quellen mit großem Fleiße geschöpft ist, aber in Hinsicht au^Stil, Geschmack undKritik Vieles zu wünschen übrig läßt. Sehr werthvoll ist auch seine Übersetzung des6bou-King" (Par. 1771); außerdem lieferte er viele Abhandlungen in denUemoires deI'academie" und Beiträge zu denPolices et extraits de la bibliotkeque royale" unddesäournal des savants". Sein Sohn, Chre'ticn Louis Jos. de G., geb. zu Parisam 20. Aug. 1759, beschäftigte sich ebenfalls viel mit der chines. Sprache, ohne jedoch desVaters gründliche Kenntnisse sich zu erwerben. Er ging 1784 als Resident nach Chinaund begleitete 1794 die holländ. Gesandtschaft nach Peking, von wo er 1801 nach Frank-reich zurückkehrtc. Hier gab er seineVo^age Lkekin, ülanills et l'lle de Francs" (5 Bde.,Par. 1809, nebst Atlas; deutsch von Methus. Müller, 3 Bde., Lpz. 1810) heraus undauf Befehl Napoleon's das von dem MissionarBasilius deGlemona gearbeiteteviction-Ii»ire ctlinois, krnny. et Int." (Par. 1813, Fol.), zu welchem Klaproth ein Supplement(Par. 1819, Fol.) geliefert hat.

Guilford (Frederick North, Grafvon), Stifter und Kanzler der Universität Korfu,geb. 1761, der dritte Sohn des Lords North (s. d.), erhielt seine Bildung in Oxford und .wurde, nachdem er unter der Verwaltung seines Vaters eine Stelle bei der Schatzkammerbekleidet hatte, später zum Gouverneur von Ceylon ernannt. Nach seiner Rückkehr erbte !er den Titel seines verstorbenen Bruders, des Grafen von G., und nahm seinen Sitz im iOberhause. Als ihn hierauf die Regierung mit Aufträgen nach den Jonischen Inseln ge- >sendet, widmete er sein Vermögen und seine Talente den Bemühungen, den Nationalcha- ,rakter der Inselbewohner wieder zu erheben. Nachdem er bereits 29 Schulen ins Leben Igerufen, gelang es ihm endlich nach einem langen Kampfe mit Hindernissen und Ränken !aller Art, seinen Lieblingsentwurs auszuführen, auf Korfu eine griech. Universität zu grün-den, die am 13. Nov. 1824 auf Canning's Befehl eröffnet und zu deren Kanzler er er-nannt wurde. Auch verband er mit der Universität eine Bibliothek, die seiner Freigebig-keit ihre erste Ausstattung verdankt. Er starb in London am 14. Oct. 1827.

Guilleminot (Armand Charl., Graf), ehemaliger Gcnerallieutcnant und Pairvon Frankreich, geb. am 2. Mai,>774 zu Dünkirchen, führte zuerst die Waffen in demAufstande der Brabanter gegen Ostreich und trat dann in die franz. Armee. Der Abfalldes Generals Dumouriez, in dessen Generalstabe er sich befand, hatte seine Verhaftung zurFolge; doch wurde er bald wieder in der Armee Pichegru's angcstellt. Von derselben alsHauptmann zu dem ital. Heere verseht, lernte ihn Moreau kennen, der sich seiner fortanals Adjutant, namentlich in den Feldzügen am Rhein, bediente. Die Processe Mvrcau'Sund Pichegru's zogen auch G.'s Entlassung nach sich. Zufolge seiner seltenen topographi- !scheu Kenntnisse erhielt er indeß im Feldzuge von 1805 wieder eine Anstellung im großen !Generalstabe, und 1806 ernannte ihn der Kaiser zu seinem Flügeladjutanten. Mit demI. 1808 trat G. in den Stab des Armeecorps, welches der Marschall Bessieres in Spa-nien commandirte. Die Dienste, die er hier am 14. Juli im Treffen von Medina leistete,verschafften ihm den Grad eines Brigadegenerals. Nachdem er 1809 in der Armee vonItalien beschäftigt gewesen, kehrte er 1810 nach Spanien zurück. Im russ. Feldzuge von1812 stand er anfangs im großen Generalstabe; auf dem Rückzüge war er unter MuratChef des Stabes. Im Feldzuge von 1813 führte er eine Brigade des vierten Armee-korps. Er focht tapfer in den Schlachten bei Lützen und Bautzen, warf am 5. Sept. denGeneral Dobschütz bei Zahne und schlug am 28. den Angriff der Schweden auf Dessauzurück, wofür ihn Napoleon zum Divisionsgeneral erhob. In dieser Eigenschaft trug erviel zur Rettung der franz. Heerestrümmer bei Hanau bei. Bei der Rückkehr Napoleon'svon Elba wurde er zum Generalstabschef der Armee ernannt, die der Herzog von Berngegen den Kaiser führen sollte. Nach der Schlacht von Waterloo mußte er den gleiche»