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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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498
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498 Guerillas Gucsclin

Jersey, ebenfalls durch Natur und Kunst befestigt, zählt auf5'/< H>M. über 36000 E.und hat bedeutende Vieh-, besonders Pferdezucht. Die wichtigsten Orte sind die beidenHafenstädte St.-Hellier mit > 5000 E. und einem Castell, und St.-Aubin, wo bedeutendeAustcrnfischerei getrieben wird. Unter den kleinern Inseln sind noch die Eilande Alderneyoder Aurigny, mit 3500 E., berühmt besonders wegen der daselbst gefertigten Käse, undSark mit 600 E. Vgl. Draper,6nicl<> to ssrsey »ml 6." (Lond. >832) und Jakob,Vnglo-normsu-isle»" (Lond. I 832).

Guerrillas, vom span. 6nerrs, d. h. Krieg, hießen in Spanien die bewaffneten >Volksbanden, die sich seit 1808 gegen die eindringenden Franzosen erhoben. Der politischeHaß, zu dem die bedrohte Priesterschaft mit dem Kreuze in der Hand die Bevölkerung zuentflammen wußte, rief diese Banden auf den Schauplatz. Anfangs standen'sie in keinerVerbindung untereinander, bis >8l0 Empecinado (s. d.) auf General Romana's Ver-anlassung dieselben organisirte und zu gemeinsamen Unternehmungen vereinte. Die gün-stigen Erfolge Empecinado's reizten zur Nachahmung, und bald fanden sich andere kühneAnführer, die durch ihre Streifzüge die Operationen der franz. Heere hemmten und ansihre Landsleute den größten moralischen Einfluß übten. Besonders war cs die gebirgigeBeschaffenheit des Landes, die diesen kleinen Krieg für die Franzosen furchtbar machte.Hinter Büsche und Felsen versteckt, feuerten die Guerrillas auf die Colonncn, ermordetendie Detachements, hoben die Couriere und Transporte auf und zerstreuten sich beim An-rücken der Truppen in die Dörfer und Berge, um sich sogleich wieder zu sammeln. DieFranzosen sahen sich endlich auf das offene Feld beschränkt; um wenigstens die Verbindung !mit Frankreich zu sichern, mußten sie die Straße von Bayonne nach Madrid förmlich be-setzen. Die Befehle der franz. Generale, alle Ortschaften, die Guerrillas stellten oder ver-bargen, dem Untergange zu weihen, wurden von den Guerrillas mit der Niedermehelungder franz. Kriegsgefangenen gerächt, sodaß sich die Franzosen zu größerer Schonung genö- >thigt sahen. Unter den Bandenführern, die sich durch Glück, Charakter und persönliches !Schicksal auszeichneten, sind, nächst Empecinado, Mina (s. d.), El-Manco, der Alte von >Serena, El-M<dico, El-Cantarero, El-Cocincro, El- Pastor, der später General wurde,El-Abuelo, El-Chacelo, vor Allen aber Merino (s. d.) zu nennen. Großen Einfluß aufdie Organisation und die Erfolge der Guerrillas hatte auch der engl. General Nob. Wil-son (s. d.). Nach Beendigung des Kriegs, im I. 1814, arteten die Neste der Guerrillasin Räuberbanden aus, die jedoch bald von den Verfolgten und Unzufriedenen verstärkt wur-den und eine neue politische Bedeutung gewannen. Mit der Herstellung der Constitutiondurch die Revolution von 1820 erhoben sich royalistische Guerrillas, die gegen die constitu-tionellen einen förmlichen Krieg eröffneten und die Operationen der 1823 einrückendenFranzosen, sowie die Restauration des absoluten Throns unterstützten. Die grausamenVerfolgungen, die nach dem Abzüge der Franzosen die politisch Compromittirtcn erlitten,nährten fortwährend das Bandenwesen, das nun wieder zu einem völligen Näuberhandwerkherabsank. Nach dem Tode Ferdinand's VII. im I. 1833 suchten die für die Ansprüchedes Don Carlos wirkenden Priester auch die Guerrillas wieder auf den Schauplatz zu ru- ,fen, und der Bürgerkrieg, der sich entzündete, wurde in den ersten Jahren nur von die-sen Haufen unterhalten. Mit der Bildung des carlistischen Heers verlor sich der Name, !wenn auch nicht die Kriegsart der Guerrillas.

Guesclm (Bertrand du), Grafvon Longueville, Connetable von Frankreich, ei-ner der ausgezeichnetsten franz. Feldherren der früher« Zeit, wurde aus einer adeligen Fa-milie im I. >314 in der Gegend von Rennes geboren. Wie die meisten Edelleute damaligerZeit, wuchs er ohne allen Unterricht auf, zeigte sich aber von Kindheit an für Kampf und Kriegentbrannt. In seinem 17. Jahre trug er auf einem Turnier zu Rennes, an dem er ohne Wissenseines Vaters Theil nahm, den Preis davon und führte von nun an unablässig und stets mitgutem Erfolg die Waffen. In den Kriegen unter dem Könige Johann in der Bretagne zwi-schen Karl von Blois und Johann von Montfort hielt er znr Partei des Erstern und war vonden Engländern sehr gefürchtet. Nachdem der König Johann 1356 in der Schlacht beiPoitierS gefangen worden war, leistete G. dem Dauphin, nachherigen Karl V., die wich-tigsten Dienste; er eroberte Melun nebst mehren andern festen Plätzen, machte die Seine