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> die Aufmerksamkeit durch sein Gemälde des Opfers vor Äskulap's Statue nach Geßner'S^ Idylle, welches sich gegenwärtig im Louvre befindet. Darauf malte er den Geta, den seinBruder Caracalla ermordet, dann den Coriolan; doch allgemeines Aufsehen machte erstsein Marcus Sextus im 1.180», ein Bild voll des großartigsten, innerlich wahren Pathos.
' Sein nächstes Werk war Hippolyt und Phädra, im I. 1802, das sehr verschieden beur-theilt wurde. Hierauf ging er nach Italien und bekam 1806 nach seiner Rückkehr den Aus-trag, Napoleon zu malen, wie er den Rebellen in Kairo verzeiht, worin er alle Vortheiledieser Aufgabe zu benutzen wußte. Zur Ausstellung von 1810 malte er seine treffliche, Andromache und gleichzeitig Cephalus und Aurora. Im I. 1817 brachte er seine Dido,welche der Erzählung des Aneas zuhört, und eine Klytämnestra, in dem Augenblicke, woÄgisth sie hindrängt zum Morde des schlafenden Gatten, zur Aufstellung, und es ist dieseletztere Komposition, die durch einen herrlichenLichteffect (eine Lampe hinter dem blutrothenVorhang, der Agamemnon's Lager halb verbirgt) gehoben wird, eine der größten Leistun-gen der klassischen Schule. Obschon G. nur selten Portraits malte, so gelangen sie ihmdoch trefflich, so unter Andern das des Helden der Vende'e, Henri de Laroche Jacquelin,wie er eine Verschanzung erstürmt, welches ihm 1817 von Ludwig XVIII. aufgetragenwurde. Nachdem er 181!» Mitglied der Akademie geworden, wurde er 1821 Director derfranz. Malerschule in Nom, doch seine Gesundheit erlaubte ihm nur wenige Jahre dieseStelle zu bekleiden. Im I. 1824 zum Baron erhoben, ging er später wieder nach Rom,wo er am 16. Juli 1833 starb. Von Charakter war er höchst liebenswürdig, anspruchlos, und bescheiden. In der Wahl und Abgrenzung seiner Gegenstände erscheint er meist glück-! licher als David, aber auch ihm hängt noch die klassische Kälte an, obwol sein schönes Co-
I lorit ihm über manche Härte weghalf. Adel des Stils und Reinheit der Zeichnung und
. Modcllirung sind ihm nirgend abzuftrechen. — Paulin G., ebenfalls ein ausgezeichneterfranz. Historienmaler, der den Vorhererwähnten an Kraft des Kolorits übertrifft und inHinsicht der Erfindung nicht nachsteht, wurde zu Toulouse 1783 geboren. Sein ausge-zeichnetstes Werk ist Kain nach dem Morde Abel's, das er 1812 ausstellte. Außerdem sindzu erwähnen sein Leichnam Christi auf dem Schoose der Mutter, 1817 für die katholischeKirche in Baltimore gemalt, sein Anchises und Venus (1822) und sein gekreuzigter Chri-stus (1834). Auch malte er eine große Anzahl Portraits. — Andere berühmte Künstlerdieses Namens, aber mit jenen nicht verwandt, sind Christoph G., Zeichner und Kupfer-stecher, geb. zu Strasburg 1758, gest. 1830, und dessen Söhne, Gabr. Christoph G.,Historienmaler, geb. zu Kehl 1790 und besonders durch seinen Tod des Polynikes bekannt,und Jean Bapt. G., geb. zu Strasburg >798, der in Öl und Miniatur malt, sowieChristoph's Bruder, Iean G., ebenfalls Miniaturmaler, geb. 1760, gest. 1836.
Guernsey (franz. krenese^) und Jersey, zwei brit.Inseln im Kanal, nahe ander Küste der Normandie, nebst einigen kleinern, zu derselben Gruppe gehörigen Inseln, dieNormännischen Inseln genannt, bilden den einzigen Überrest der Besitzungen, welchedie Könige von England, als ehemalige Herren der Normandie, an der Küste von Frank-reich behauptet haben. Trotz ihres meist felsigen Bodens sind sie bei dem milden Klima,das sie haben, ziemlich fruchtbar an Getreide, sogar an Wein und besonders an Obst, auswelchem Cider (s. d.) bereitet wird, der einen bedeutenden Ausfuhrartikel bildet. Nächst-dem nähren sich die Bewohner von Fischerei und Schiffahrt. Während der Revolutions-kriege trieben sie einen einträglichen Schleichhandel nach Frankreich. Tie sprechen einenDialekt der altnormännischen Sprache, zugleich aber auch Englisch und Französisch undbekennen sich zur reformirten Kirche. Aller Rechte der Engländer theilhaftig, besitzen sicaußerdem viele Privilegien und vollkommene Abgabenfreiheit. Sie haben ihre eigeneVerfassung, die der englischen ähnlich ist, und ihre Ständeversammlung ist aus den Rich-tern, den Pfarrern und gewählten Abgeordneten zusammengesetzt. An der Spitze der Ver-waltung steht ein Gouverneur. G. mit 22000 E. auf 6 mM. ist theils durch steile Felsen,theils durch künstliche Befestigungen vor jedem Angriffe gesichert und hat St.-Pierre oderSt.-Peters-Port mit etwa >5000 E. zur Hauptstadt. Vor dem Hafen liegt eine kleineFestung, zur rechten Seite der Stadt das Fort St.-Georgc und zur linken das Fort Lavalle.
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