Guadiana Guanaxuato 49t
endlich dahin, daß er den Thron und die Constitution preisgab. Zu den Ereignissen vom10. Aug. wirkte er insofern mit. als er sich der Entfernung der bretagner und marseillerFedcrirten widcrseßte. Bei Eröffnung des Convents am 21. Sept. 1792 war auch er inder Deputation der Gironde begriffen. Mit Louvet begann er schon im Oct. Nobespierreund dessen Partei nicht ohne augenblicklichen Sieg anzugreifen. Er war zu diesem Kampfegeeigneter als der andere große Redner der Gironde, Vergniaud (s. d.), ,da ihn sein frü-herer Eifer gegen den Hof, seine Lebhaftigkeit und Gewandtheit und ein außerordentlichesTalent der Improvisation unterstühten. Im Proceffe des Königs befolgte er die Taktik derübrigen Girondisten; er stimmte für die Appellation ans Volk und dann für die Hinrich-tung mit Aufschub. Als einer der Entschlossensten seiner Partei war er nach dem Pro-ceffe allen den Angriffen und Anschlägen ausgesetzt, welche der Berg und die Jakobinergegen die Gironde führten. Man beschuldigte ihn der Theilnahme am Verrathe Dumou-riez's, er befand sich auf der Liste der Dcputirten, welche von der Partei Hebert's ermordetwerden sollten, auch war er unter den Girondisten begriffen, deren Ausstoßung am >^.Apr. die pariser Sektionen vor den Schranken des Convents das erste Mal federten. Alshierauf die Stadt Bordeaux eine drohende Adresse einsendete, in der die pariser Ge-meinde für die Unverletzlichkeit der Deputaten der Gironde verantwortlich gemacht wurde,setzte G. ein Decret durch, welches den Druck und die Verbreitung der Schrift anordnetc.Zugleich wagte er die Auflösung der revolutionairen am 10. Aug. eingesetzten Munici-palität von Paris zu beantragen. Doch dieser, sowie ein anderer Vorschlag, der die StadtBourges zum Versammlungsort der Dcputirten bestimmte, im Falle der Convent Gewalterleiden sollte, dienten nur dazu, die Katastrophe zu beschleunigen, in welcher endlich am3 >. Mai die Gironde unterlag. Wie andere seiner Freunde wußte sich G. der Verhaftungdurch die Flucht in seinen Geburtsort zu entziehen, wo er allmälig mehre aus den benach-barten Departements vertriebene Schicksalsgenossen um sich sammelte. Schon am 6. Oct.1. 93 wurde ihr Aufenthalt von dem Repräsentanten Tallien entdeckt; allein erst am 15.Juni I79a suchte man ihrer habhaft zu werden. G. wurde mit Salles im Hause seinesVaters ergriffen und vor eine Militaircommission nach Bordeaux geführt, die nichts zuthun hatte, als die Identität des schon Geächteten zu beweisen. G. benahm sich vor derCommission mit der größten Entschlossenheit. „Henker", rief er aus, „verrichtet euer Werkund fodert, meinen Kops in der Hand, den Lohn von den Tyrannen meines Vaterlandes."Er bestieg am 10. Juni 179-1 das Schafot, und fast sämmtliche Glieder seiner Familiemußten das nämliche Schicksal erleiden.
Guadtäna, arab. llscl uns, d. i. der Fluß Ana, einer der Hauptströme Spaniens,entspringt aus dem Sumpfe von Ruidera unweit Alcaraz in der span. Provinz La-Manchaund verschwindet bald nach seinem Entstehen hinter Schilf und Binsen in einem Sumpfecmter der Erde; etwa fünf Meilen weiter an der Stelle, die I-os nsos (die Augen) 0?.Cusilisns heißt, sprudelt er wieder hervor und setzt dann seinen Lauf in westlicher Richtungdurch La-Mancha und Estremadura fort, bis gegen Badagoz an der pvrtug. Grenze, von
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lantische Mecr Sein Lauf beträgt etwa 92 M.; von den Nebenflüssen sind bemerkens-wert die Zanqara, Giguela, Guadasira, Ardila und Chanza.
Gilailcrruäko, ein Staat der Republik Mexico, auf der mexican. Hochebene, m ei-nem gemäßigten Klima, zwischen den Staaten Queretaro, Mechoacan, Lalisco und San-Luis de Potosi, früher zum Königreich Mechoacan gehörig, dann eme Intendantur desVicekönikrelchs Neuspanien, zählt auf 320 OM. 5-000000 E., wovon das Drittel ausIndianern besteht G. ist berühmt wegen seiner Silbergruben, welche früher zu den reich-.hi,,-» m» i»«»ft»«. d„,.,z»h,h. >«2ch-,d-.chf«»i»hch
Mark Silber lieferten. — Die gleichnamige Hauptstadt desStaats, fast -000 F. überdem Meere, ist gut gebaut, hat viele Prachtgebäude, eme Münze, eme höhere Lehran-statt und ein Obergericht. Vor der Revolution zählte sie mit den Vorstädten gegen 10000E-, meist Bergleute, gegenwärtig kaum 70000 .