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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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Guadeloupe

Guadet

»angen Lauft bei San-Lucar ins Atlantische Meer. Bis Sevilla ist er für größere, bis Cor.dova für kleinere Fahrzeuge schiffbar.

Guadeloupe, eine der bedeutendsten und blühendsten unter den kleinen Antillen inWestindien, jetzt den Franzosen gehörig, von Colombo so benannt wegen der Ähnlichkeitihrer Berge mit den gleichnamigen an der Grenze von Neucastilien und Estremadura inSpanien, besteht aus zwei durch einen schmalen, anderthalb Stunden langen Meeresarni,welcherSalzflußgenannt wird, getrennten Inseln Grande-Terrc und Basse-Terre, von denenjedoch im Widerspruche mit ihrer Benennung jene der kleinere, diese der größere Theil derInsel ist. Durch die Mitte von Basse-Terre zieht sich von Süden nach Norden eine bewal-dete Gebirgskette, auf deren Rücken der Doppelgipfcl der Souffriere, eines Kraters, wel-cher beständig Rauch und zuweilen auch Flammen ausstößt, sich erhebt; Grande-Terre da-gegen ist ganz flach oder doch nur von unbedeutenden Hügeln durchzogen und ohne Wald.G. nebst den anliegenden kleinen Eilanden Marie-Galante, Dcsirade und Les-Sain-tes, hat einen Flächeninhalt von 36 UM. und 12-1066 E., worunter etwa 62666 Neger-sklaven, 15660 freie Farbige und I7V06 freie Weiße. Die Haupterzeugnisse sind Zucker,Kaffee, Indigo, Caeao und Baumwolle. Übrigens hat sich G. in Beziehung auf Lebhaf-tigkeit des Verkehrs und Wachsthum der Bevölkerung in neuerer Zeit immer sichtbarerüber ihre Schwestcrinsel Martinique erhoben. Die Hauptstadt ist Basse-Terre, unfern derSüdspitze der Znselhälfte gleiches Namens mit 5666 E.> die volkreichste Stadt Point-a-Pitreauf Grande-Terre, die vor dem Erdbeben 6666 E. zählte. G. wurde 1-163 von Colomboentdeckt und 1635 von franz. Flibustiern in Besitz genommen. Die Angriffe der Englän-der auf die Insel in den I. 1691 und 1765 schlugen fehl; 1756 wurde sie zwar nach ei-ner tapfern Gegenwehr von ihnen genommen, im Frieden von >763 aber an Frankreichzurückgegeben. Während der franz. Revolution nahmen die Engländer abermals die In-sel 1763 in Besitz, mußten sie jedoch im folgenden Jahre wieder räumen. Seitdem behaup-teten sie die Franzosen, bis gegen Ende des Jan. 1816 eine überlegene engl. Macht unterden Generalen Beckwith und Harcourt erschien, welche vom Admiral Cochrane mit einerEscadre unterstützt, nach dem Treffen vom 3. Febr. den franz. Eeneralcapitain Ernouf-thigten, sich mit der Besatzung kriegsgefangen zu ergeben. In dem am 3.März 1813 zwi-schen England und Schweden zu Stockholm abgeschlossenen Vertrage wurde G. an Schwe-den abgetreten, im pariser Frieden aber an Frankreich zurückgegcben. Ein Erdbeben im J.1833 richtete furchtbare Verwüstungen aus der Insel und namentlich in Point-a-Pitre an.Vgl. Boyer-Peyreleau,I-es ^ntilles kran;., particuIierementIaO."(3Bdc.,Par. 1823).

Guadet (Marguerite Elie), Mitglied des franz. Nationalconvents und eines derHäupter der Girondistenpartei, war am 26. Juli 1775 zu Saint-Emilion in der Gegendvon Bordeaux geboren. Beim Ausbruche der Revolution, deren erste Ereignisse ihn mitEnthusiasmus erfüllten, hatte er sich bereits als Advocat zu Bordeaux durch sein Redner-talent einen Namen erworben. Von dieser Stadt rn die Gesetzgebende Versammlung ge-wählt, schloß er sich seinen Landsleuten, den Girondisten (s. d.), an. An den Maßregelngegen die Umtriebe der Emigranten nahm er alsbald den lebhaftesten Antheil. Am 13.

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