Guadalaxara
Guadalquivir
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durch dcn Ernst und den Schwung seiner Gesinnung aus. Wenn er aber im lyrischen Ge-biete an Flemming und Opitz glückliche Nebenbuhler hatte, so steht er im >7. Jahrh. unterden Deutschen unerreicht als dramatischer Dichter da. Seine Tragödien „Leo Arminius"( 1616 ), „Katharina von Georgiens>6-17), „Papinian"(1654),„Kardenio und Cclinde",sind, obgleich theilweise in der Nachahmung des Niederländers Vondel (s. d.) befangenund in Gräßlichkeiten und Abenteuerlichkeiten ausartend, doch Dichtungen von eigenthüm-licher Größe, voll Phantasie und Schwung der Sprache und zeichnen sich durch ein wahr-haft tragisches Element aus, das erst bei seinen vielen Nachahmern, hierunter Lohenstcin,als widerwärtige Caricatur erscheint. Zn seinem „Carolus Stuartus" ist wenigstens derVersuch, ein zu seiner Zeit noch frisches historisches Factum zu dramatisiren, anerkenncns-wcrth. Wo aber die Dichtung erlahmt, spricht uns bei G. noch immer die tüchtige mann-hafte Gesinnung an. Von seinem vielseitigen und umfassenden Talent zeugen außerdemnoch seine höchst ergötzlichen, durch glückliche Satire und echt komische Laune ausgezeich-neten Lustspiele „Peter Squenz", ein Thema, in dessen Wahl er räthselhaft genug mitdem von ihm nicht'gekannten Shakspeare zusammentraf, und „Horribilicribrifax", woriner freilich an das Burleske, hier und da auch an das Platte streifte. Er dichtete ferner einwenig erhebliches Festspiel zu Ehren Ferdinand s III. „Majuma", ein romantisches Drama,„Das verliebte Gespenst" und ein im schles.Dialekt geschriebenes Scherzspicl „Die geliebteDornrose"; auch bearbeitete er mehre Dramen aus dem Holländischen, Italienischen undFranzösischen. Er leistete, bei allen Mängeln, zu einer Zeit, wo Deutschland noch keineeigentliche Bühne besaß und Alles in pedantischem Schulzwange erstarrt war, wahrhaftUnglaubliches. Seinen Zeitgenossen war G., welcher elf Sprachen verstand und in Leydenwährend seines dortigen sechsjährigen Aufenthalts über Logik, Anatomie, Geographie,Geschichte, Trigonometrie, röm. Antiquitäten und Astronomie Vorträge hielt und sich außer-dem noch mit Chiromantik beschäftigte, fast mehr noch durch seine gelehrten Kenntnisse alsdurch seine poetischen Leistungen bekannt. Eine Auswahl der letzter» befindet sich in W.Müller's „Bibliothek deutscher Dichter des 17. Jahrh." (Bd. 2, Lpz. 1822) und Studienüber ihn enthalten Brcdow's „Nachgelassene Schriften"(Brcsl. 1816), durch die vorzüglichwieder die Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet wurde.— Sein ältester Sohn, Christian G.,geb. >6-19 zu Fraustadt, gest. 1709 als Bibliothekar, Professor und Rector des Magda-lenengymnasiums zu Breslau, als lyrischer Dichter nicht ohne Verdienst, schrieb „PoetischeWälder" (Franks. 1698; 9. Aust., Brest. 1718) und „Gedächtnißschriften" (Lpz. I7V2).Auch gab er die „Gedichte" seines Vaters gesammelt (3 Bde., Bresl. und Lpz. 1698)heraus. Seine dramatischen Gedichte tragen den Charakter der damals üblichen Schul-acte und sind ohne alle historische oder poetische Bedeutung.
Guadalaxara, eine der 48 Provinzen Spaniens, in welche dieses zufolge des De-krets von 1833 eingetheilt ist, ein Theil des ehemaligen Königreichs Neucastilien, zählt auf9l OM. 160000 E. und umfaßt wenig Ortschaften von Bedeutung. — Die Hauptstadtgleiches Namens, am Henares, mit 14000 E., ist ein alter und unansehnlicher Ort, hatteaber früher wichtige Fabriken in Tuch, besonders in Scharlachtuch. Bemerkenswerth ist,ciscänerk'ir'che'lM^^Erchen, das nach dem Muster des Pantheon im Escurial in derFran-
Kr »uvccc» ^äO ^?8 erbaute Erbbegräbniß der Hcrwae von Zmantad o-^dtVAmerikas/TSMTFo rdwestl.ch vsn^ce)uv, öecS.^
Südwesten, fast parallel nut der ( durchströmt von Cordova bis Sc*
Guadiana, den Guadalnnar und den ckeml in sich auf, durch)
Villa die gesegnetsten, frnchtreichsten Fluren Spaniens und erg.eßt sich nach emem 65 M.