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sipn der Ästhetik" in der hallischcn „Allgemeinen Litcraturzeitung" (>8»5—6) verbürgteseinen Beruf zur Ausarbeitung des „Wörterbuchs für Ästhetik und Ärchäologie", von wel-chem indeß nur der erste Band (Wein,. 181») erschien. Von Jena hatte er sich nach demTode seines Freundes von Sonnenberg nach Weimar übersiedelt. Auf Bertuch's Veran-lassung übernahm er hier die Ausarbeitung des „Wörterbuchs der altclassischen Mytholo-gie" (3 Bde., Wenn. >81»—>5). Sein Aufsatz über Nomanenlitcratur in der „Allge-meinen Litcraturzeitung" erwarb ihm Wieland's Wohlwollen, der ihn zu seinem Biogra-phen bestimmte und ihn dazu vorbereitete. Nachdem er >81» einige Monate auf einemWeinberge in der Nähe seiner Vaterstadt verlebt hatte, wo er seine in Journalen und Zeit-schriften zerstreuten Gedichte und Erzählungen sammelte, die er dann unter dem Titel„Sophia's Lieblingsstunden" (Lpz. >81 l) erscheinen ließ, ging er nach Dresden. DurchReinhardt's Verwenden erhielt er I8ll eine Professur an der Universität zu Witten-berg. Während der nun folgenden Kriegsbedrängnisse wurden zumeist ihm die selten er-freulichen Verhandlungen mit den einziehendcn Heerführern und der Stadtcommandatmübertragen. Hierauf erhielt er das Ephorat über die nach Leipzig verwiesenen WittenbergerStudirenden, wo er bedeutenden Anthcil am„Cvnoersations-Lexikvn" nahm und „Wieland'sLeben" (Lpz. >815—>6) arbeitete. Nach der Schlacht bei Leipzig wurde ihm der Auf-trag, in Blücher's Hauptquartier zu reisen, um die in Beschlag genommene Bibliothek derUniversität zu Wittenberg zu retten, was ihm auch vollkommen gelang, und nach der Thei«lung Sachsens schickte der akademische Senat ihn nach Berlin, um wegen der Vereini-gung der Universität Wittenberg mit der zu Halle zu unterhandeln. Gegen Ende desI. 1815 trat er die Professur der Philosophie in Halle an. Mit Er sch (s. d.) verband ersich nach Hufeland's Tode zur Herausgabe der „Allgemeinen Encyklopädie der Wissen-schaften und Künste", deren erste Section (A—G) er nach Ersch's Tode vom >8. Bandean unter immer gleichem Eifer für dieses Nationalwerk allein zu Ende führte. Auch wurdeer an Ersch's Stelle Mitherausgeber der „Allgemeinen Literaturzeitung". Auf Göschen eVeranlassung besorgte er die Ausgabe von Wieland's „Sämmtlichen Werken" (1818—28), der er eine neue vollständigere und berichtigte Biographie des Dichters beifügte. Au-ßerdem übernahm er die dritte Ausgabe der„Synonymik der deutschen Sprache"von Eber-hard und Maaß (6 Bde., Halle > 826—3»), die ihm gehaltvolle Bereicherungen verdankt.Auch vollendete er die von Jacobs begonnene Schrift „Aug. Herrn. Niemeyer. Zur Er-innerung an dessen Leben und Wirken" (Halle >831) und besorgte eine neue Äusgabeder „Oden" Klopstock's (Lp;. >831). Im I. >833 feierte er unter allgemeiner Theilnahmeund vielfachen Ehrenbezeigungen sein 5»jähriges Jubiläum als akademischer Lehrer.
Gruithuisen (Franz von Paula), ordentlicher Professor der Astronomie an derUniversität zu München, wurde auf dem Schlosse Haltenberg am Lech am >». Mär; 17?->geboren. Sein Vater, der Falkonier beim Kurfürsten von Baien, war, konnte nur wenigauf die Ausbildung seines Sohns wenden, der die Chirurgie erlernte und im I. >788 inder östr. Armee als Feldchirurg Dienste nahm. Später holte G. die Lücken in seiner Bil-dung nach und studirte von 1801 an in Landshut Philosophie und Medicin. Bald nachseiner Promotion wurde er 18»8 Lehrer der Naturkunde an der landärztlichen Schule zuMünchen und, nachdem er einen Ruf nach Freiburg sowie einen andern nach Breslau abge-lehnt hatte, 1826 ordentlicher Professor der Astronomie an der neuen Universität zu Mün-chen. Unter seinen philosophischen und astronomischen Schriften sind als die wichtigsten zuerwähnen die „Naturhistorischen Untersuchungen über den Unterschied zwischen Eiter undSchleim",(Münch. >8»»),„Anthropologie"(Münch, l8>»),„Organozoonomie"(Münch.>811),„Uber die Natur der Kometen" (Münch. >8I>), „Beiträge zur Physiognosie undEautognosic" (Münch. >812), „Naturgeschichte des gestirnten Himmels" (Münch. 1836),„Kritik der neuesten Theorien der Erde" (Landsh. 1838) und „Neue einfachelrigonometri-sche Methode, die Höhe» der Berge zu messen, ohne sie zu besteigen" (Münch. > 832).Außerdem gab er die „Analekten für Erd- und Himmelskunde" (7 Hefte, Münch. >828—31) heraus, die er seit >832 als „Neue Analekten u. s. w." fortseht; ebenso gibt errin „Naturwissenschaftlich-astronomisches Jahrbuch" (6 Jahrgänge, Stuttg. > 838—13)heraus. Im größern Publicum machte sein Äufsatz in Kastner's „Archiv" über die „Em-