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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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Grüb el Grub er 475

ncht vom Bergbau" (Freib. 1772), Delius, „Anleitung zur Bergkaukunst" (2 Bde.,

2 . Aust-, Wien >806) und Brard, „Grundriß der Bergbaukunde" (deutsch von Hart-mann, Berl. > 830).

Grübel (Jvh. Konr.), ein bekannter nürnberger Volks- und Dialektdichter, wurdezu Nürnberg am 3. Juli >736 geboren. Hier lebte er nachmals als Stadtstaschner (Klemp-ner) und Harnischmacher; auch beschäftigte er sich nebenbei viel mit künstlichen mechani-schen Arbeiten, die zum großen Theil nach Italien gekommen sind. Er starb zu Nürnbergam 8. Mär;I809. In seinen „Gedichten innürnbergerMundart"(3Bde., Nürnb. 1802;

3. Aust. 1823—25) und „Corresponden; und Briefe in nürnberger Mundart" (Nürnb.1868) zeigte er einige Geistesverwandtschaft mit seinem Landsmanne Hans Sachs, ohnejedoch diesen an Productivität und Fülle des Humors zu erreichen. Geraden und gesundenSinnes, natürlich und scharf blickend, faßte er seinen Gegenstand einfach und klar aus,wählte meist Stoffe aus der bürgerlichen und bäuerlichen Sphäre, wußte die verschiedenenVerhältnisse des Lebens, namentlich die seiner Vaterstadt, anmuthig und lebendig, wennauch ohne alle Jdealistik darzustellcn und ist daher mehr von localer als allgemeiner Be-deutung. Am gelungensten sind seine Gedichte rein komischen Charakters. Eine Samm-lung seiner „Sämmtlichen Werke" erschien zu Nürnberg (3 Bde., 1835).

Grubenhagen, ein zur hannöv. Landdrostei Hildesheim gehöriges, zwischenBraun-schweig, Preußen und andern hannöv. Theilen gelegenes Fürstenthum von 15 UM. und70000 E., erhielt seinen Namen von dem seit 1521 wüst liegenden Schlosse Gruchenha-gen unweit Eimbeck, welches Herzog Albrecht von Braunschweig-Wolfenbüttel 1270 dendarauf gesessenen Ganerben entriß und in eine Residenz verwandelte. Die danach benanntebraunschweig-wolfenbüttelsche Linie entstand durch die Landestheilung der drei Söhne Al-brecht's im I. 1286, der zufolge Heinrich der Wunderliche Theile der frühern Grafschaf-ten Nordheim, Katlenburg, Scharzfeld und Lauterberg erhielt, nämlich zu dem SchlosseGrubenhagen Schloß und Stadt Eimbeck und den davon abgelegenen Harzdistrict mitOsterode, Herzberg, Andreasberg, Klausthal, Altenau und Elbingerode. In dieses Gebiet,zu welchem bis >366 auch das seit 1815 wiederum mit dem Fürstenthume G. vereinigtenördliche Eichsfeld (s.d.) gehörte, theilten sich später mehre Nebenlinien, die jedoch in derMitte des >5.Jahrh. wieder erloschen. Als 1596 mit dem Herzog Philipp II. derEruben-hagensche Zweig abging, nahm Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel von demLande Besitz. Dagegen erhoben aber die drei braunschweig-lüneburg. Linien Einsprüche,setzten diese 1617 durch, und so kam G., welches fortwährend eigens beim Reichstage ver-treten wurde, an die Linie Braunschweig-Lüneburg-Celle, die ihre Miterben abfand undbeim Aussterben im I. 1765 ihr gesummtes Besitzthum an das hannöv. Haus vererbte.

Grilbenheimer, s. Böhmische Brüder.

Gruber (Joh. Gottfr.), ordentlicher Professor der Philosophie zu Halle, geb. am29. Nov. 1773 zu Naumburg an der Saale, erhielt seinen ersten Unterricht in der dasigenStadtschule, an der damals Ilgen als Rector angestellt war, und bezog 1792 die Univer-sität zu Leipzig, wo er vorzugsweise Philosophie, Philologie und Geschichte und nachherauch Mathematik und Naturwissenschaften studirte. Im I. >797 nahm er eine Hof-meisierstelle in Rußland an; doch Kaiser Paul's 1. Verordnungen gegen die Fremden nö-thigten ihn sofort nach der Ankunft daselbst zurückzukehren. Nach einem kurzen Aufent-halte in Göttiugen ging er wieder nach Leipzig, wo er sich einer sehr verschiedenartigenschriftstellerischen Thätigkeit hingab. Seine Schrift „Über die Bestimmung des Menschen"(Zür. und Lpz. 1809; 2. Aust., 1899) fand auch nach Spalding's und Fichte'S Bearbei-tungen desselben Themas Anerkennung. Sein „Versuch einer pragmatischen Anthropolo-gie" (Lpz. 1803) war für ihn eigentlich nur eine Grundlage zu weitern Forschungen überDas, worin sich bei ihm mehr und mehr Alles concentrirke. Angelegentlich beschäftigte ihnneben Kunstgeschichte und Archäologie das Studium der Ästhetik. Nachdem er 1803 inJena als Privatdocent aufgetreten war, wurde er nebst August! bei der Nedaction der vonEichstädt begründeten Literaturzeitung angestellt; doch sehr bald gab er das NedactionS-gescbäft wieder auf und benutzte die gewonnene freie Muße zur Ausarbeitung der „Charak-teristik Herder's" (Lpz. 1805), die er gemeinschaftlich mit Danz herausgab. Seine „Revi-