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der persepolitan. Keilschrift" (Hann. 1837, 4.), die „Neuen Beiträge zur Erläuterungder babylon. Keilschrift" (Hann. 1840, 4.), die „kuclimenta linFuae umbricae ex in-scriptionibus snti<iui senodsta" (8 Abtheil., Hann. 1835—38, 4.) und „Rudimente lin-guns oscse" (Hann. I83N, 4.); ferner die an kühnen Muthmaßungen reichhaltige Schrift„Zur Geographie und Geschichte von Altitalien" (5 Abtheil., Hann. >840—42, 4.).Auch war er es, der zuerst in der Vorrede zu Wagenfeld's Auszuge aus Sanchuniathon's„Urgeschichte der Phönizier" (Hann. 1836) auf diesen literarischen Betrug aufmerksammachte. (S. Sanchuniathon.) Außerdem verdanken wir ihm eine „Geschichte des Ly-ceums Hannover (Hann. 1833, 4.).
Grotesken, als Werke der Malerei, werden häufig mit Arabesken verwechselt, undmit Unrecht nennt man alle Verzierungen, die aus Menschen, Thieren, Blumen, Pflan-zen u. s. w. auf eine phantastische, abenteuerliche Weise zusammengesetzt sind, bald Ara-besken, bald Grotesken. Arabesken sind Blumenzüge von allerhand wirklichem underdichtetem Laub- und Blumenwerk; sie haben ihren Namen von den Arabern, die, da siekeine Thiere und Menschen abbilden durften, diese Art von Verzierungen wählten. Dadie Mauren sich derselben ebenfalls bedienten, so werden sie zuweilen auch Moreskengenannt. Schon die Römer brächten in ihren Zimmern Verzierungen an, unterdenen manaußer dem Blumenwerke noch Genien, Menschen, Thiere und andere Gegenstände aufeineWeise verbunden findet, wie es die spielende Phantasie dem Künstler eingab. Diese Ver-zierungen nun nennt man eigentlich Grotesken, vielleicht deshalb, weil man sie häufigin den Zimmern verschütteter röm. Gebäude und in Gewölben unter der Erde (Grot-ten) auffand. Den Ursprung der Arabesken und Grotesken leitet Böttiger aus den mitallerlei Fabclthieren der oriental. Märchenwelt verzierten ind. und pers. Teppichen ab.In den Bädern des Titus und der Livia zu Rom, in der Villa Hadrian's zu Tivoli, inmehren Gebäuden zu Herculanum und Pompeji und an andern Orten haben sich derenerhalten, bisweilen allerdings zu reich verziert, aber in der Anordnung und Ausführungdoch meist sehr künstlerisch. Letzteres erkannte namentlich Rafael, der durch seine Schüler,insbesondere Giov. Nanni da Udine, die bedeckten Gänge des Vatican mit solchen malenließ. Auch bediente er sich ihrer, wie die Alten, zu Einfassungen. Ungeachtet des Reizesaber, der solchen Verzierungen, wenn sie gut sind, nicht abzusprechen ist, sind sie doch oftsehr hart beurtheilt worden. Dies geschah besonders von Solchen, die nur strenge Wirk-lichkeit fodern und daher alles Phantastische der Märchenwelt verwerfen. Zum Theil ar-tete jedoch der Geschmack am Grotesken auch in das Bizarre und Widernatürliche aus.Diesem gemäß hat sich der Kunstausdruck Grottesk oder Grotesk gebildet, welcher auchin andere Künste übcrgegangen ist und häufig eine Art von Zerrbild, das Närrisch-Selt-same, das Widersinnige einer ungezügelten Phantasie bezeichnet. Wiefern so etwas mitAbsicht und Freiheit in der Kunst dargestellt wird, gehört es zu der Gattung des Komischenund zwar des niedern Komischen. Man nennt diese Art auch das Groteskkomischeund findet es vornehmlich in der theatralischen Tanzkunst und der dramatischen Komik.
Grotrus (Hugo) oder de Groo t, einer der vielseitigsten Gelehrten und Staats-männer, geb. zu Delft am >0. Apr. 1583, stammte aus einer edeln Familie, erhielt einetreffliche Erziehung und erwarb sich schon in seinem 15. Jahre die juristische Doctorwürde.Das Jahr daraus begleitete er den Großpensionnair Oldenb arnevcldt (s. d.) als Ge-sandten nach Frankreich, wo er sich durch seinen Geist und sein Betragen den Beifall Hein-rich's IV. erwarb und deswegen ebensowol als wegen seiner Gelehrsamkeit überall bewun-dert wurde. Nach seiner Rückkehr fing er an zu prakticiren und wurde >607 Generalsiscalund 1613 Rathspensionnair in Rotterdam. Damals beunruhigten die Angelegenheitender Remonstranten und ihrer Gegner Holland; Oldenbarneveldt war der Beschützer dererstem, und G. unterstützte denselben durch seine Schriften und sein Ansehen. Dies ver-wickelte beide in den Proceß, in Folge dessen Oldenbarneveldt 161» enthauptet, E. selbstaber zu lebenslänglicher Gefangenschaft auf dem Schlosse Lövenstein verurtheilt wurde.Aus dieser befreite ihn seine Gemahlin, die in einer Bücherkiste sich ins Gefängniß bringenließ, mit ihm bie Kleider wechselte und im Gefängniß blieb, während er in der Kiste ver-borgen hinausgebracht wurde. Ihre muthige That rührte selbst die gestrengen Herren,