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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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466 Großenhayil Großqriechenland

gende und unstetige oder nicht zusammenhängende Größen; zu jenen gehören alleRaum- und Zeitgrüßen, zu diesen alle zählbaren Dinge. (S. auch Jncomplete Größe.)Die Wissenschaft von der Bestimmung nicht der Größen selbst sondern ihrer Verhältnisseist die Mathematik. Alle wirklich gegebenen Größen sind endliche; gleichwol entsteht derBegriffder unendlichen Größe überall, wo sich zeigen läßt, daß für die Constructioneiner Größe eine bestimmte endliche Grenze nicht nachgewiesen werden kann; daher sowoldas Unendlich-Große als das Unendlich-Kleine. Beide würden kein Gegenstand der Rech-nung sein können, wenn es auf die Bestimmung der Größen selbst und nicht auf die ihrerVerhältnisse ankäme.

Großenhayn oder Hayn, früher auch Markgrafenhayn, im WendischenO zzek genannt, eine Stadt an der Röder im Kreisdircctionsbczirke Dresden des König-reichs Sachsen, ist zum Theil noch mit Wartthürmen, Mauern, Zinnen und Wallgräben >umgeben, wodurch sie von außen ein alterthümliches Ansehen erhält, während sie im Innernin Folge der gleichmäßigen Bauart der Häuser nach dem großen Brande im I. 1744, wofast die ganze Stadt eingeäschert wurde, sehr modern aussieht. Die vorzüglichsten Gebäudesind die Haupt- oder Frauenkirche, seit >748 erbaut, und das Rathhaus. Die Zahl derBewohner beläuft sich auf 4500; ihre Hauptnahrungsquellen sind, wie schon sehr frühe, dieTrlch- und die Kattunfabrikation, die einige sehr bedeutende Fabriken beschäftigt. In G.wurden das Sächsische oder Hayner Grün und der Blaue Karmin oder das Sächsische Blau !durch Z. Chr. Barth >743 erfunden. Neben einer Stadt- und einer Mädchenschule, fürdie in neuerer Zeit zweckmäßige Gebäude aufgeführt wurden, bestehen in G. auch mehre ,industrielle Vereine. Die Stadt wird als solche schon im > 0. Jahrh. erwähnt und war im ^Mittelalter, wo sie zu Böhmen gehörte, stark befestigt. Nachdem sie an Meißen gekom- !men, residirten in dem dasigen Schlosse zuweilen dieBrüdcr Friedrich und Diezmann. ImI. >312 kam sie auf vier Jahre an Brandenburg. Als >540 das dasige Nonnenkloster ^aufgehoben werden sollte, steckten die Nonnen dasselbe am 0.Juli inBrand, und es branntendamals drei Viertheile der Stadt nebst dem Schlosse ab, welches letztere später wieder auf-gebaut wurde und jetzt als Fabrikgebäude dient. Abgesehen von den Fehden des Mittel-alters, den Verwüstungen durch dieHussiten imJ. >420 litt die Stadt besonders im Dreißig-jährigen, im Siebenjährigen Kriege und noch mehr imJ. > 706 im schweb. Kriege. Die größteNoth brachte aber über dieselbe der Brand am 8. Juli >744, von welchem nur 43 Häuserverschont blieben. Am > 6. Mai > 8 l 3 kam es in G. zu einem Gefechte mit den Franzosen.Dgl. ChladeniuS, „Materialien zur großenhayner Stadtchronik" (Pirna >788, 4.).

Grossfürst war früher der Titel sowol der Beherrscher von Moskau und mehretanderer souverainer Fürsten Rußlands, z. B. der von Kiew und Nowgorod, wie auch derBeherrscher von Lithauen und daher nachmals der Könige von Polen. Gegenwärtig führtder Kaiser von Rußland den Titel eines Großfürsten von Smolensk, Lithauen, Volhynien,Podolien und Finnland; außerdem kommt derselbe in Verbindung mit dem Prädicat Kai-serliche Hoheit allen Prinzen und Prinzessinnen des kaiserlichen Hauses zu. Von den übri-gen Regenten führt nur noch der Kaiser von Ostreich den Titel als Großfürst, nämlich vonSiebenbürgen, das >765 durch Maria Theresia zum Großfürstenthum erhoben wurde.

Grossgörschen, ein Dörfern preuß. Regierungsbezirke Merseburg, südlich von Lü-tzen, wurde durch die Schlacht am 2. Mai >813 berühmt, die man richtiger die Schlacht beiG., als Lützen (s. d.) nennen würde.

Großgritchenland (Oraecia magna) nannten die Römer, im Gegensätze zu denwenigen übrigen griech. Colonien Italiens, den untern längs der Küste des TarentinischenMeerbusens sich erstreckenden Theil dieses Landes, welcher schon frühzeitig von griech. Co-lvnisten bevölkert war und die Landschaften Apulien (s. d.), Calabrien (s. d.), Luca-nien und Bruttium umfaßte, wozu Einige auch noch Sicilien (s. d.) rechneten, weil hierebenfalls griech. Colonisten sich niedergelassen hatten. G. war der Sitz der Schüler und .Anhänger des Pythag oras (s. d.), die durch weise Einrichtungen sich um das Land ver-dientmachten, aber auch von politischen Umtrieben sich nicht fern hielten. Der Zeitpunkt derersten Einwanderungen der Griechen läßt sich allerdings nicht genau bestimmen, doch fandendieselben wahrscheinlich bald nach dem trojan. Kriege um 1 >00 v. Chr. statt. Athener,