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Maßregeln in Schottland und Irland hervorriefen, waren grenzenlos. Selbst die Hoff,nung, daß mit dem Thronwechsel der katholische Einfluß fallen werde, schien vernichtet, sdenn >688 wurde ein Kronprinz geboren, den jedoch Jedermann, außer der katholischenPartei, für ein untergeschobenes Kind hielt. Die protestantischen Töchter Jakob's, von ^denen die ältere, Maria, an den Erbstatthalter der Niederlande, den Prinzen Wilhelm von !Oranien, die andere, Anna, an Georg von Dänemark verheirakhet war, verloren hiermit ^die Aussicht auf die Thronfolge. Dieser Umstand bewog endlich den Prinzen von Oranien, ^an den sich die protestantischen Parteien längst gewendet hatten, am 5. Nov. 1688 mit 509Schiffen und > 566» M. zu Torbay zu landen, um für die Rechte seiner Gemahlin in denbrit. Verhältnissen einzuschrciten. Nach einigemZögern fielen ihm nicht nur das Volkson- jdcrn auch das Heer und die Flotte mit Enthusiasmus zu. Schon am l 8. Dec. zog er ohneSchwertstreich zu London ein, während der von Allen verlassene König aus dem Landefliehen mußte. Oranien übernahm nun nach dem Willen der Peers die Regentschaft rmdrief das letzte Parlament Karl's II. zusammen, das über den Thron entscheiden sollte.Dieses Parlament, nachdem es Jakob II. des Throns verlustig erklärt, sprach der PrinzessinMaria nebst ihrem Gemahl die Krone zu, doch mit der Bestimmung, daß Wilhelm dieNegierung führen und daß nachBeider unbeerbtem Tode diePrinzessin Anna folgen solle. !Zugleich aber mußte Wilhelm ein Gesetz bestätigen, das unter dem Namen der Declarationol rigilts die genauesten Bestimmungen über die Grenzen der königlichen Gewalt erhieltund seitdem als der Grundpfeiler der brit. Volksfreiheit betrachtet wird. Auch die schvt.Nationalconvention ließ Wilhelm am lI. Apr. zum König ausrufen, doch mit der Be- >dingung, daß das Episkopat, das Supremat und das- Patronatsrecht des Königs für im-mer abgeschafft würde. Jetzt erst, nach dieser zweiten Katastrophe, war die Revolution ^geschlossen, das öffentliche Recht aufgerichtet und eine friedliche Aussöhnung der religiösenInteressen gesichert. Vgl. Mazure, „Llistor^ osibo revolution 1688 in Dn^Iancl" (Lond.1824); Brodie, „Diston ok tbe iiritisb emziire kroin tbe sccersion ok (llmrles I to tlie ?restorution" (4 Bde., Edinb. 1827); Mackintosh, „Distor^ oftbe revolution inDnglaoä >in 1688" (Lond. 1834); Guizot's unvollendete „Ilistoire <!e In revolution 6'4nFleterre"
(2 Bde.; neueAufl., 1841) und Dahlmann, „Geschichte der engl. Revolution" (2.Ausl-,Lpz. 1844).
Der große Einfluß, den mit Wilhelm DI. (s.d.) die Whigs auf die Staatsregie-rung erhielten, erbitterte die Tories ganz besonders und vermehrte die Anhänger des ver- ^tricbenen Königs, die sogenannten Jakobiten (s.d.). Im Parlamentkam I689die großeToleranzacte zu Stande, die allen Dissenters (s.d.), außer den Socinianern, Duldunggestattete; zwar waren auch die Katholiken ausgenommen, doch wurden sie nicht mehr ver-folgt. In dieser Sitzung ging auch eine Kornbill (s.d.) durch, vermöge welcher die Ge-treideausfuhr bei gewissen Preisen erlaubt und durch Prämien befördert wurde. Endlichtrat eine große Finanzveränderung ein, indem man die Civilliste für immer von den andernStaatsausgaben trennte und dem Könige aus Lebenszeit 760000 Pf. St. bewilligte. Volk !und König richteten nun ihre Aufmerksamkeit nach außen. Frankreich war unterden Stuarts >der Nebenbuhler Englands zur See geworden, und Ludwig XI V. bedrohte durch seine Er- !oberungspolitik das brit. Interesse und unterstützte Jakob II. Ehe jedoch Wilhelm III. im „Verein mit dem Kaiser und den Niederlanden denKrieg beginnen konnte, landete Jakob II. Imit 5606 Franzosen in Irland und unterwarf die ganzeJnsel. Nur mit großer Mühewur- >den endlich die Irländer, nachdem ihnen der Marschall Schömberg (s. d.) im Juli 1690 !
die große Niederlage am Boynefluß bereitet, im Aug. 1691 zurAnerkennung Wilhelm's lll.bewogen, unter der Bedingung, daß ihnen freie Neligionsübung wie unter Karl II.»erstattetwürde. England konnte nun den Kampf gegen Frankreich zur See und in den Niederlan-den zugleich beginnen. DerFriede zuRyswijk, den das erschöpfte Frankreich im Sept. 1697schließen mußte, war jedoch mehr eine persönliche Genugthuung des Königs als ein den unge-heuern Anstrengungen angemessener Nationalvortheil, sodaß sich das Volk sehr unzufrieden 'bezeigte-. Das Parlament suchte darum die königliche Gewalt noch mehr zu beschränken;schon 1694 hatte es die Einführung dreijähriger Parlamente durchgesctzt, jetzt mußte auchdas Landheer, als das Werkzeug der Despotie, auf loovo M. herabgesetzt werden. In«