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unter dem Grafen Shaftcsbury (s.d.)das berüchtigte, an Ludwig XlV. verkaufte, unter. dem Namen der Cabale (s. d.) bekannte Ministerium zusammen, das mit dem Bruderdes Königs, dem Herzoge von Jork, die Einführung des Katholicismus und die Herstel-lung des absoluten Throns planmäßig verfolgte. Einem geheimen Bündnisse mit Frank-reich zufolge wurde zum Erstaunen des Volks 1672 der Krieg mit den Niederlanden ohneGrund wieder erneuert, doch schon im Febr. >67.1 von Seiten Englands nach erlittenenNiederlagen beigelegt. Unterdessen waren auch die heftigsten Kämpfe zwischen dem Par-lamente und der Cabale ausgebrochen. Der König sah sich in der Sitzung von 1073 ge-nöthigt, ein im Interesse des Katholicismus erlassenes Toleranzedict aufzuheben und dem, Volke die berühmte Testacte (s.d.) zu bewilligen, nach welcher alleiin Staate und der Ar-mee Angestellte schwören mußten, daß sie nicht an die Transsubstantiation im Abendmahlel glaubten. Die Katholiken, sogar der öffentlich übergetretene Herzog von Jork, legten ihreÄmter nieder, und die Cabale mußte auseinandergehen. Ein gewisser Titus Oates, aller-dings ein verächtlicher Mensch, machte jetzt vor dem Parlamente Aussagen über eine ka-tholische Verschwörung, welche die Ermordung des Königs und die Thronerhcbung desHerzogs von Jork zum Zweck haben sollte. Der König schnitt die Enthüllung dieses Ge-webes, in welches er selbst und der ganze Hof verwickelt waren, durch die Auflösung desI Parlaments ab > allein das neue Haus benahm sich noch weit entschiedener und machte denVorschlag, den Herzog von Jork als inuthmaßlichen Thronerben der Nachfolge für verlu-stig zu erklären, was jedoch an der Festigkeit des Königs und der Lords scheiterte. Ehe deri König jedoch Zeit hatte, das Parlament aufzulösen, brachte dasselbe noch 107S die Ha-^ bcas-Corpus-Acte (s. d.) zu Stande, wodurch die persönliche Freiheit eines Jeden vor^ i den willkürlichen Verfolgungen des Hofs gerettet wurde. Diese Maßregel war um sonothwendiger, als mit dem I. ! 087 der Hof die Maske abwarf und ohne Parlament eine
> , furchtbare katholisch-royalistische Reaction begann. Der Herzog von Jork ergriff für seinen
. f schwachen Bruder die Negierung, und cs ergingen zuvörderst eine Menge Verordnungen
i ' welche die Freiheit der Gerichte verletzten, die Presbyterianer gleich politischen Verbrechern
^ behandelten und die Stadt London, wie viele andere Städte, ihrer selbständigen Verwal-
- tung und Privilegien beraubten. Wirkliche und erfundene Verschwörungen gegen den
> j Hof wurden entdeckt und Schuldige und Unschuldige, Wie LordRussell (s. d.), Algernon
- . Sidney (s. d.), Essex, Shaftcsbury, unter skandalvollen Processen zum Tode verurtheilt.
t ! Ungeachtet dieser innem Zerwürfnisse machte während der Restauration das Genie, der
, Gewerbfleiß, besonders das Colonialwesen der Nation unermeßliche Fortschritte.
, ! In diese Zeit des ärgsten Partcihaders fällt der Gebrauch der Parteinamen Whig
. ! und Tory. Whigs (s. d.) wurden von ihren Gegnern die Anhänger des Protestantismus
, und der Verfassung genannt, während die Beförderer der Hofpolitik den Namen der To -
. ! ries (s. d.) empfingen. Allmälig jedoch schränkte sich die Bezeichnung auf die beiden nur
e ! wehr oder weniger conservativen Adelsparteien ein, die abwechselnd nach der Gunst dcS
c Hofs oder der Stimmung des Parlaments die Staatsverwaltung leiteten. Die blutigen
- Verfolgungen in den letzten Negiernngsjahren Karlls ll. schüchterten die Whigs so ein,
t daß sie sich der Thronbesteigung I akob'sll. (f. d.) im Febr. 1685 nicht zu widersctzen
i wagten. Alle Parteien indessen waren auf den Ausbruch einer gewaltsamen Rcaction in .
d ^ Kirche und Staat vorbereitet, zumal da das im Mai versammelte Parlament ganz aus
- ? Tories und Anhängern des Hofs bestand. Nachdem der Hof den Aufstand des Herzogs
> ^ von Monmouth, eines natürlichen Sohns Karl's ll., grausam bestraft, begann er seine
r Plane zu enthüllen. Das Parlament mußte auscinandergehen, und Katholiken traten in
die hohen Staatsämter ein. Die Gesetze gegen die Katholiken wurden suspcndirt; der ka-e tholische Cultus nebst Bischöfen und Jesuiten wurde öffentlich eingeführt, und auf den Uni-
n versitäten machte man den Versuch, die Jesuiten in die erledigten Stellen einzusctzen. End-
n lich drang der König 1687 den Schotten, ein Jahr später den Engländern eine Toleranz-
n s acte auf, die den Katholiken gleiche Rechte mit den Bischöflichen gewährte. Diese Acte sollten die Reactionsmaßregeln legitimiren und das Volk zu einem allgemeinen Übertritt in die
s , päpstliche Kirche vorbereiten. Die Spannung, der Haß und die Verwirrung, welche diese
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