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6000 M. der Hauptstadt zu. Am 3. Fcbr. 1666 besetzte er ohne Schwertschlag London, W,er das Rumpfparlament versammelt fand. Monk verständigte sich zwarmit demselben, setzte taber am2i.Febr.die l 648 vcrtriebencn'prcsbyterianischcn Mitglieder wieder ein, wodurchdie Independenten dasÜbergewicht verloren und zurEntfernung bewogen wurden. DiesesParlament hob sogleich den gegen die Familie Stuart gerichteten Eid auf, wählte einenStaatsrath von 3 > dem Könige ergebenen Personen und löste sich am l 7. März auf, nach-dem es ein neues Parlament zum 25. Apr. zusammenbcrufen. Die Anhänger der Inde-pendenten im Heere wagten gegen den entfesselten Volkswillen nichts zu unternehmen, zu-mal da die Truppen gänzlich zerstreut waren. Das neueParlament trat hierauf mit Karl ll.in Unterhandlung, und nachdem derselbe von Breda aus eine allgemeine Amnestie, voll-kommene Gewissensfreiheit und die Achtung erworbener Rechte versprochen, wurde er am8. Mai zu London als König aller drei Reiche ausgerufen. Da alle Parteien und Stände >der Anarchie und des Militairdcspotismus müde waren, so erregte die Restauration einenallgemeinen und ausrichtigen Jubel. Das Parlament, das alle zum Nachthcile der könig-lichen Würde ergangenen Verordnungen aufgehoben, hatte sogar vergessen, die schwanken-den Grenzen der königlichen Gewalt, um die man gestritten, für immer festzusehen. DerGrund zu neuen Kämpfen und einer neuen für das Volksinteresse glücklicher» Revolutionwar dadurch gelegt. So wenig auch Schottland und England durch die Umwälzung in istaatsrechtlicher Hinsicht gewonnen hatten, so war doch der Aufschwung der brit. Insel inihren innern Verhältnissen unermeßlich. Die schroffen Unterschiede der Nationalitäten,Stände und Sitten waren durch das Emporstreben der demokratischen Elemente gemildert iund verschmolzen worden, und der leidenschaftliche Kampf um das öffentliche Interessehatte die politische Energie der Nation unendlich geweckt und gefestigt. Fortan offenbart /sich in dem brit. Charakter jene eifersüchtige Bewahrung der öffentlichen Freiheit. Mitdem Hervortreten eines allgemeinen Staatslebens der brit. Inseln hatte sich aber auch noch- ,wendig der Staatshaushalt erweitert. Die öffentlichen Einkünfte beliefen sich bei Crom- >well's Tode auf 2 Mill. Pf. St. und reichten kaum hin, die Bedürfnisse der vereinigtenRepublik zu bestreiten.
Die Restauration verfuhr anfangs mit großer Mäßigung. Nur etwa zehn Haupt-anstister der Hinrichtung Karl's l. wurden am Leben gestraft. Das Heer mußte auscin- ,andergehen, und die Liturgie und das Episkopat wurden unter gelinden Maßregeln wie-dereingeführt. Schottland erhielt seine politische Selbständigkeit zurück, freilich um das !Land besser zu zügeln. Der königliche Commissar Middletou bewog das schvt. Parlament,durch die sogenannte Nescissoryacte alle seit >633 gegen König und Kirche beschlossenen >Verordnungen aufzuhebcn, wodurch zum Entsetzen der Presbyterianer der Covenant ab-gcschafft und das Bischofthum eingeführt wurde. Das neue engl. Parlament von >661, !in welchem der Hof den Bischöflichen die Mehrheit verschafft hatte, bewies sich indeß un-versöhnlich. Nachdem es die Bischöfe ins Oberhaus zurückberufen und die sogenannteCorporationsacte gegeben, die mittels eines schweren Eides auch die städtischen Ämterden Presbyterianern und Republikanern entriß, setzte es 1662 die berüchtigte Eleichförmig-keitsacte (Xct os nniknrmitx) durch. Dieses verhaßte Institut, das die engl. Geistlichkeit ^zum eidlichen Bekenntnisse der hochkirchlichcn Glaubensartikel zwang, brachte die altenVerfolgungsgesetze der Elisabeth gegen die Nonconformisten wieder in volle Kraft und -warf die Nation aufs neue in religiöse Zerrüttung. An einem Tage legten 2666 Presby- sterianer ihre geistlichen Ämter nieder. Der Kanzler Clarendon (s. d.) war der Hauptbe- ^förderer dieser Verfolgung. Zugleich erhob sich am Hofe der Katholicismus in drohenderWeise und begann sich in die innere und äußere Politik zu mischen. Katholische Sympa-thien, das Geldinteressc und geheime Umwälzungsplane trieben den König in die HändeLudwig's XIV. von Frankreich, der sogar 1662 für 5 Mill. Livres Dünkirchen wieder ansich brachte. Die gleichen Beweggründe führten Karl II. 1661 zu dem unpolitischenKriege mit den protestantischen Niederlanden, der am 21. Juli >667 mit dem Frieden fzu Breda endete. Der Abschluß der protestantischen Tripelallianz im I >668, zwischenEngland, Schweden und den Niederlanden diente wol einigermaßen zur Beruhigung desfür den Protestantismus besorgten Volks; allein in der Milte des I. >66v trat plötzlich !