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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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446 Großbritannien ^

luste vor Röchelte im I. 1627 in so tiefe Finanznoth, daß er endlich nachgeben und dem >Parlamente >628 gegen bedeutende Subsidien die Petition vk rigllt bewilligen mußte, ^die nun ttl Gunsten der Unverletzlichkeit des Privateigenthums erweitert und dadurch Idas wichtigste Grundgesetz der engl. Verfassung wurde. Wie wenig indcß der Königgeneigt war, das Recht des Parlaments zu achten, bewies er im folgenden Jahre, indemer die Versammlung mitten in den wichtigsten Arbeiten voll Zorn aufhvb, weil sie ihmdie willkürliche Erhebung des Pfund- und Tonnengelds verweigerte. Hierauf regierteer elf Jahre ohne Parlament; in Staatssachen war Thomas Wenrworth, Graf vonStrafford (s. d.), in Kirchensachen der Bischof Will. Laud (s. d.) sein erster Mini-ster. Die eigenmächtig verhängten Taxen wurden während dieser Zeit von den Wider- !spenstigen mit Militairgewalt eingetricben, und um der Eewaltthat einen gesetzlichen An- >strich zu verleihen, mußten die Richter der Sternkammer erklären, daß der König zu die-sem Verfahren berechtigt sei. Eine solche gänzliche Verletzung des Nechtsgcfühls machtedie Versöhnung zwischen Volk und Thron unmöglich, eine allgemeine tiefe Gährung, wiesie großen politischen Ausbrüchen voranzugchen pflegt, bemächtigte sich aller Stände. DerSturm brach indeß auf einem Punkte los, wo man es nicht erwartete. Der König suchtein Schottland den ihm verhaßten Presbyterianismus auszurotten und drang dem Lande1637 eine von Laud verfertigte Liturgie auf, die eine Übersetzung der englisch-bischöflichenwar. Da sich die Schotten über diese Tyrannei vergeblich beschwerten, so setzten sie 1638zu Edinburg eine revolutionaire Regierung ein, deren erstes Geschäft es war, den soge-nannten Covenant (s. d.) zu entwerfen, eine Acte, die das alte Elaubensbekenntniß derPresbyterianer vom I. 1580 enthielt und von dem ganzen Volke angenommen wurde.Nach vergeblichen Unterhandlungen griffen endlich beide Parteien zu den Waffen. DieSchotten rückten in England ein, schlugen die königlichen Truppen im Aug. 1640 an derTync und schloffen mit den engl. Peers einen Vertrag, in welchem die Ausgleichung desStreits dem engl. Parlamente anheimgestellt wurde. Dieses Parlament wurde amü.Oct. -1640 eröffnet. Außer den persönlichen Anhängern der Bischöfe waren alle Mitglieder der IbeidenHäuser, die Bischöflichen, diePresbyterianer und Puritaner, für die Aufhebung desrechtswidrigen Zustands und Untersuchung der Nationalbeschwerdcn gestimmt. DieGemei- ^nen begannen zuvörderst mit der gerichtlichen Verfolgung der Minister, von denen späterLaud und Strafford hingerichtet wurden, und erklärten zugleich alle Statthalter, Offiziereund Beamte, welche die Eewaltbefehle des Hofs ausgeführt, für Delinquenten, die ihreSchuld durch hohe Geldstrafen büßen mußten. Das königliche Ansehen erlitt dadurch einenharten Schlag. Karl l. hatte bei diesem entschiedenen Auftreten des Parlaments so sehrden Muth verloren, daß er nicht nur ein Gesetz, in welchem die Dauer des Parlaments aufdrei Jahre bestimmt war, bestätigte, sondern auch im Mai 1641 seine Zustimmung zu derUnauflöslichkeit des Parlaments gab. Die revolutionaire Negierung war hiermit begrün-det. Nachdem die Hohe Commission, die Sternkammer und das verhaßte Schiffsgeld ab-geschafft worden, brachte auch das Parlament am 7. Aug. 1641 einen Frieden mit denSchotten zu Stande, den man so lange verzögert hatte, um aus der Anwesenheit der schot.Armee Nutzen zu ziehen. Die Schotten empfingen eine Vergütigung von 300000 Pf. St.,der Covenant behielt seine Gültigkeit, und die Parlamente sämmtlicher drei Reiche mußteneine allgemeine Amnestie beschwüren. Kaum war diese Angelegenheit beseitigt, als in Ir- rland eine furchtbare Verschwörung losbrach, die auf den Gang der Ereignisse mächtig wirkte. ^Auch in diesem unglücklichen Lande hatte Karl 1. die Politik seines Vaters befolgt.Mit Hülfe des Supremateids, der an die Erbfolge geknüpft war, wurden über die großen jkatholischen Grundbesitzer die schmählichsten Confiscationen verhängt, und der Statthalter ^Strafford machte sogar den Versuch, die gaine Provinz Connaught in königliches Eigen-lhum zu verwandeln. Jetzt benutzten die Gemishandelten die Wirren, um das engl. Jochabzuschütteln, und griffen am 23. Oct. 1641 unter den Anführern Roger More und O'Nealezu den Waffen. Gegen 50000 protestantische Engländer wurden auf den verschiedenen »Punkten der Insel in wenig Tagen grausam ermordet. Der König sah sich bei dieser Nach- tricht genöthigt, die Aufsicht über das empörte Irland dem engl. Parlamente zu übergeben, !da er keine Mittel besaß, einHeer auszurüsten. Das Parlament warb nun Truppen, leerte