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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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432
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432 Gröningen Grönland

Ausbruche des Kriegs im I. >813 von der berliner Commission zur Organisirung derLandwehr zum Major und Commandeur des ersten Bataillons des vierten knrmärkischcnLandwehr-Infanterieregiments ernannt, welches dem vierten Armeccorps zugethcilt wurde,nahm er mit demselben thätigen Antheil an dem Treffen bei Hagelsbcrg, sowie an derBlockade von Magdeburg und Wesel. Nachdem die Landwehr im Juli 1813 nach Berlinzurückgekehrt, legte er seine militairische Charge nieder und trat wieder in seinen Postenals Kammcrgerichtsrath ein. Als jedoch 1815 der Krieg von neuem auebrach, übernahmer wieder das Commando seines Landwchrbataillons, das noch zeitig genug aufdcm Kriegs-schauplätze cintraf, um beim dritten Armeccorps unter dem Befehle des Generals von Thie-lcmann an der Schlacht bei Fleurus und an dem Gefechte bei Wavre thätigen Antheil zunehmen. Besonders bei der Vertheidigung von Wavre am 18. und > !>. Juni zeichnete sichG. an der Spitze seines Landwchrbataillons so aus, daß ihm als Anerkennung das EiserneKreuz erster Classe verliehen wurde. Gleichwol erkannte G-, daß nicht die kriegerische Lauf-bahn, die er blos aus Liebe zum Vaterlande und aus Begeisterung für die deutsche Sachebetreten hatte, die Aufgabe seines Lebens sei. Nach dem zweiten pariser Frieden trat er1816 wieder in sein Dienstvcrhältniß beim Kammcrgcricht in Berlin zurück; doch balddarauf wurde er zum Vicepräsidenten des Oberlandcsgerichts in Kleve ernannt. DreiJahre daraufkam er in das damals bestehende Ministerium zur Revision der Gesetzgebung inBerlin. Nach Auflösung desselben wurde er 1821 Vicepräsident des Oberlandesgerichtszu Magdeburg und 1827 Vicepräsident des Kammergerichts zu Berlin. Nachdem er vierJahre lang dem Criminalscnate vorgestanden, wurde er Präsident des Jnstructionssenatsund sodann >836 des Obcrappellationssenats, auch >839 Mitglied des Staatsraths.

Gröningen, die nördlichste Provinz des Königreichs der Niederlande, welche imNorden an die Nordsee, im Osten an Hannover, im Westen an Friesland, im Süden anDrenthe grenzt, >13 mM. groß, ist zum Theil äußerst fruchtbar, zum Theil, ;umal im In-nern. fast undurchdringliches Marschland und zählt 165000 E., die von Viehzucht undFischerei leben und mit Ausnahme einer nicht unbeträchtlichen Anzahl Wiedertäufer meistzur katholischen Kirche sich bekennen. Hier entdeckte man 1818 in einem liefen Torflagerdie Überreste der Brüder, welche einst Germanicus über die Sümpfe schlagen ließ. — DieHauptstadt E r ö n i n g e n an der Hunse, welche durch drei Kanäle mit dem Dollart ver-bunden ist, und Fivcl hat 30000 E., eine 1615 gestiftete Hochschule mit kaum 300 Stu-direnden, einer Bibliothek und einem botanischen Garten, eine berühmte Taubstummen-anstalt für 150 Zöglinge, eine Bauakademie, eine höhere Zeichen- und Marineschule.Die merkwürdigsten Gebäude sind die Kathedrale zu St.-Martin mit einem 333 F. hohenThurm und vortrefflicher Orgel, das schöne Nathhaus auf dem 320 F. breiten und 70 oF.langen Marktplätze, dem größten und schönsten in Holland, und die Börse.

Grönland, ein Nordpolarland, von dem man zwar jetzt mit Gewißheit weiß, daß esnicht mit dem nördlichen Asien zusammenhängt, also eine Insel ist, dessen nördliche Küstenjedoch noch unbekannt sind, und das sich bei einem Flächenraum von mindestens 20000LIM. von Norden nach Süden zwischen der Baffinsbai und dem nördlichen Eis- sowiedem Atlantischen Meer bis zum 59" 3'? nördl.B. erstreckt, indem es gegen Süden immerschmäler zuläuft und im Cap Farcwell endigt. Es wird von Norden nach Süden durch ei»hauptsächlich aus Granit und Gneis bestehendes Gebirge durchzogen, das im Norden derBaffinsbai zu beträchtlicher Höhe ansteigt, an der Westküste viele Fiorde oder sckmale Meer-busen bildet und im Osten im 3300 F. hohen Noscoegebirge steil in das Meer abfällt.Der Flüsse gibt cs in G. nur wenige; der bedeutendste ist der Vaalsfluß. Das Klima desLandes ist durchaus arktisch, gemäßigter auf der Westküste, kälter auf.der Ostküste, die fastganz von Eisbergen gesperrt ist. Die Sommer in dem südlichen Theile der Westküste sindzwar kurz, aber doch sehr warm, werden jedoch immer kürzer und kälter, je nördlicher mankommt, sodaß zuletzt der das ganze Jahr gefrorene Boden kaum einige Zoll von der Sonnein dem fast nur einen Monat dauernden Sommer aufgethaut wird. Das Land hat fastdurchaus den Charakter der schrecklichsten, von immerwährenden Schnee- und Eisbergendurchzogenen Einöde, die nur die spärlichste arktische Vegetation, im Süden einige Weide. für Vieh und Erlen, Birken, Wachholder, Zwergweiden, einige Beeren und weiter nach