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ihm jedoch durch die griech. Revolution, mit welcher sie zusammenfiel, verkümmert wurde.Seinen Nus begründete er durch die „Ahnfrau" (Wien 1816; 5. Aufl., t 832), worin erdas fatalistische Element, dessen sich Zach. Werner in seinem „Vierundzwanzigsten Fe-bruar"und Müllncr mehrfach bedient hatten, gänzlich in das Gespenstische hcrabzog undden Menschen zu einem willenlosen Werkzeuge eines bloßen Spuks erniedrigte. Indem erso das Fatum gewissermaßen carikirte, trug er, ohne dies zu beabsichtigen, viel dazu bei,die Schicksalstragödie bei den Gebildeten in Verruf zu bringen, obgleich es der „Ahnfrau"selbst jetzt noch auf der Bühne nicht an Verehrern fehlt. Zm Ganzen eine Verirrung, reißtdieses Stück doch unwillkürlich durch die bewegliche, weiche und melodiöse lyrische Sprache,wie durch das Erschütternde, ja Grauen- und Entsetzensvolle einzelner Situationen hin.Der große Beifall, welcher demselben zu Theil wurde, verblendete G. jedoch nicht; viel-mehr erhob cr,sich in seiner „Sappho" (Wien 1818), welcher selbst Byron, der sie nuraus einer ital. Übersetzung kannte, seine Bewunderung zollte, zu einer edeln künstlerischenGestaltung dieses Sujets, das er durch eine moderne, doch die antike Haltung nicht allzu-sehr beeinträchtigende Auffassung und Vermittelung ebenfalls auf den deutschen Bühnencinbürgertc. Geringeres Glück machten die drei Abtheilungen seines dramatischen Ge-dichts, „Das goldene Vließ" (1822), von denen sich nur die „Medea" durch das meister-hafte Spiel der Sophie Schröder einige Zeit auf der Bühne halten konnte. Sein histori-sches Trauerspiel „König Ottokar's Glück und Ende", welches erst nach manchem ängstli-chen Bedenken in Wien auf die Bühne kam, erscheint im Einzelnen von echt dramatischemLeben durchdrungen und ist eine eigenthümlich tüchtige, in mancher Hinsicht die ausgezeich-netste Schöpfung G.'s. Wenn auch einige seiner später» Stücke, wie das Trauerspiel„Ein treuer Diener seines Herrn" (Wien 1830), das sogenannte Lustspiel „Wehe dem,derlügt!", welches;» einerKomödie zu wenig lustig ist, „Melusina" (Wien 1833) und dieTragödie „Des Meers und der Liebe Wellen" (1848), worin die Sage von Hero und Lean-der behandelt ist, keinen weitern Fortschritt seiner Muse bekunden, so sind sie doch sämmtlichreich an eigcnthümlichen Schönheiten, und namentlich zeichnet sich das letztgenannte Trauer-spiel durch eine ungemeine Zartheit, Einfachheit und plastische Schönheit aus. GroßenBeifall fand auf den Bühnen G.'s hochpolitisches Drama „Der Traum ein Leben", ob-gleich chm, wie fast allen dramatischen Schöpfungen G.'s, ein Überwiegen des weichen ly-rischen Elements zum Vorwurf gemacht werden kann. Auch hat man von ihm einzelneschöne lyrische Gedichte, in denen zugleich ein freilich durch Verhältnisse gedämpfter Libe-ralismus sich äußert. Obgleich von den Bessern anerkannt, verdient G., der in jüngsterZeit wol an Effecten und Kraftmitteln, aber nicht an eigentlich poetischen Schönheitenüberbotcn worden ist, als dramatischer Dichter größere Auszeichnung, als ihm bis jetzt zuTheil wurde. Einzelne mitgetheiltc Proben aus mehren bisher noch ungedruckten Dra-men, z. B- „Hannibal", zeugen von des Dichters ungeschwächter Kraft; ein „Rudolf II."soll dem Vernehmen nach erst nach seinem Tode erscheinen. Eine längst gewünschte Ge-sammtausgabe seiner Dichtungen steht zu erwarten.
Grrmaldt (die Familie) ist nächst den Fieschis, Dorias und Spinolas die vierte derzum alten Adel gerechneten Familien Genuas. Ihr gehörte seit 080 die in später« Zeitenzu einen, Fürstenthum erhobene Herrschaft Monaco (s. d.), und nebst den Fieschis spieltesie in Genuas Geschichte stets eine große Nolle, besoyders in dem Kampfe zwischen denGhibellinen und Guelfen, zu welcher letzter« Partei beide Familien gehörten. Reiche Be-sitzungen in Frankreich und Italien vermehrten ihren Einfluß, und mehre berühmte Männergingen aus ihrem Schoosc hervor. Durch den Vertrag von Pcronne von 1841 kam Mo-naco unter franz. Protection, und als die Besitzungen der G. in Mailand und Neapel durchdie Spanier eingezogen wurden, entschädigte LudwigXiV. die Familie durch dieVerleihungdes Herzogthuzns Valer'-tinois und des Marquisats Baux. Die männliche Linie der Für-sten von Monaco erlosch mit Antonio G. am 26. Febr. 1331, der bereits 17I5Valen-tinois an seinen Schwiegersohn Jacq. Franc. Leonard de Goyon-Matignon abtrat, der ihmdann auch in Monaco folgte und den Namen G. annahm. — Raimund G. war der ersteGenuese, der die Kriegsflagg« seiner Republik jenscit der Meerenge von Gibraltar führte.Zu Gunsten Philipp des Schönen von Frankreich, dyr in einen Streit mit den Flamändern