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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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414
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Griechische Musik j

Gildniß auf ihnen anbrachten, griech. Kaisermünzcu (impsrikllos-greceines) und die in low. .Colonien geschlagenen Coloniemünzen («wlnnwles) genannt, welche letztere wieder in Au>tonom- und Kaiseruiünzen zerfalle». Das Gebiet der griech. Münzen ist demnach ein sehrweites und unendlich reiches. Es umfaßt alle seit Erfindung der Prägkunst in Griechen-land und den Ländern nichtröm. Zunge geschlagenen Münzen, wie die Großgriechenlands,SicilienS vor der röm. Herrschaft, Ägyptens, Asiens u. s. w. Diesen ganzen Schatz vonMünzen theilt man nach ihrem Kunstwerthe in verschicdeneClassen, denen man je nach derAusbildung der Prägkunst mit Rücksicht auf passende Abschnitte derZeitgeschichte folgendeOrdnung gibt. Die erste Periode umfaßt die Münzen von Erfindung der Prägkunst bisauf den König Alexander l. von Macedonien vom 7. Jakrh. bis -154 v. Ehr. Die Mün- >zen dieser Periode zeigen deutlich die Spuren der Kindheit, in welcher sich die Prägkunstbefand; das Metall der Münzen ist meist Silber, selten Gold; Kupfer wurde gar nicht ver-wendet. Die zweite Periode reicht von Alexander l. bis auf Philipp l>. von Macedonien,454—359 v. Ehr. Der Kunstwerth der Münzen stieg immer mehr und nahte sich derVollkommenheit; geprägt wurde in Gold, Silber und Kupfer, in lctzterm jedoch nursehr wenig. Die dritte Periode geht von Philipp >l. bis auf Augustus oder die Ent-stehung des röm. Kaiserreichs, 359—39 v. Ehr. Die höchste Ausbildung griech. Kunstin dieser Zeit gab sich deutlich auch auf den Münzen zu erkennen, die von ausgezeichne-tem Kunstwerthe sind. Besonders viel wurde in Silber und Gold, jedoch auch in Kupfer,geprägt. Die vierte Periode umfaßt die Zeit von Augustus bis Hadrian, 39 v. Ehr.

— >17n. Ehr., wo in Rom die Kunst in gleichen Verhältnissen aufblühte, wie sie inGriechenland sank. Die Ausbreitung der röm. Herrschaft über die Länder griech. Zungeverminderte die griech. Autonom-Münzen, und es ist diese Periode sehr reich an griech.Kaiser- und Coloniemünzen. Die Kupfermünzen erhielten bereits das Übergewicht über ,die Gold- und Silbermünzen, und die Prägkunst arme mehr und mehr aus. I» der >fünften Periode von Hadrian bis Gallienus, 117—269 n. Chr., wo die griech. Kunst !in gänzlichen Verfall gerathen war, wurde fast nur Kupfer zum Münzen verwendet,sehr selten Silber. In der sechsten, von Gallienus an, gibt es bios Kupfermünzen, und -überhaupt beschränken sich die griech. Minnen nur noch auf wenige Kaiscrmünzen. Die ^Einheit des griech. Münzsysieme war die Drachme (s. d.); sie wurde in Stücke» zu ^zwei, drei und vier Drachmen ausgeprägt. Theil der Drachme war der Obolus (s.d.),deren sechs eine Drachme galten. Ausgeprägt wurden vier, drei, zwei und ein Obolus- !stücke; auch halbe Obolus in Silber. In Bronze gab es ebenso vier, drei, zwei und einObolusstücke; ferner halbe, Viertel- und Achtel-Obolusstücke. Letztere nannte man Chal- ,kus. Weniger üblich waren die kleinern Scheidemünzen Lepton, der siebente Theil einesChalkus, und Assarivn, dem röm. Müinsvstem Hochgebildet.

Griechische Musik. Es ist das Wesen der Musik bei den alten Griechen Jahrhun- ,derte lang der Gegenstand gelehrrerUntersuchungen und Verhandlungen gewesen. Mit dem !Wiederaufleben derKünste und Wissenschaften am Ende des Mittelalters erzeugte sich baldeine solche Verehrung für das Altgriechische, daß man den Griechen Alles verdanken wollte,weil man ihnen viel verdankte. Glücklicher oder unglücklicher Weise hatte man mancherleiAbhandlungen und Fragmente alter Schriftsteller über Musik aufgefunden, die zwar nichtausreichten, eine vollkommene Einsicht in dieselbe zu gewähren, die aber um so mehr die jWißbegierde spannten und der Phantasie einen Spielraum erössneken. Wenn man zuge-stehen mußte, daß aus dem Überlieferten, bei aller Unvollständigkeit, doch so viel hervorgehe,daß die griech. Musik nur etwas sehr Beschränktes, Unvollkommenes, schon in seinen Ele-menten und Grundlagen eine freie Entfaltung zur wirklichen Kunst Ablehnendes, daß sieeine Sklavin der Dichtkunst und kaum mehr gewesen sein könne als eine Art tonlich be-stimmter und geregelter Deklamation, so wollte man doch von der andern Seite nichtgeben, daß die. Griechen, so hoch gebildet in andern Künsten und Wissenschaften, in diesereinen Kunst so ganz zurückgeblieben sein sollten. Zugleich wiesman aufdie begeisterten Lob-preisungen alterSchriftstrllervon den bezaubernden Wirkungen derMusik hin. Hierbei darfman indeß nicht übersehen, daß bei den Alten Musik gar nicht Tonkunst, wenigstens nichtsie allein bezeichnete, sondern daß das Wort eine Collectivbezeichnung für die Gaben der