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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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fiihren nur sieben Gesetzlehrer; zuerst wurde er dem zur Zeit Christi lebenden Simeon BenHillel (s. d.) ertheilt.

Rabbamten nennt man im Gegensätze zu den Karäern (s. d.) die den von denRabbanim oder Gesetzlehrern im Talmud gesammelten und erklärten Traditionen anhan-gende Mehrheit der Juden.

Rabbi heißt im Hebräischen so viel als Lehrer und war ein Ehrentitel der jüd. Schrift-und Gesetzkundigen, anfangs, wie Doctor oder Magister, nur dem Graduirten gebührend;später wurde es zur höflichen Anrede und gleichbedeutend mit Herr.

Rabbinen werden die hebräisch oder rabbinisch schreibenden jüd.Gelehrten des Mittel-alters, hauptsächlich aus der frühem Zeit, genannt. (S. I ü d i sch e L i t e r a t u r.)

Rabbiner heißen die von den Gemeinden berufenen, von dem Staate anerkanntenoder eingesetzten Lehrer des talmudischen Judenthums. Sie waren früher, wie noch gegen-wärtig in den osman. Ländern, nicht blos Lchrer der gesetzstudirenden Jugend, und mit denTrauungen und Scheidungen beauftragt, sondern zugleich Prediger, Richter, zuweilen auchGemeindeschreiber. Jetzt beschränkt sich ihr Wirkungskreis meist auf Begutachtungen desrituell Gesetzlichen, Verrichtung der Trauungen und Scheidungen, Prüfung der Schächrcrund Unterweisung im Talmud. In Frankreich steht an der Spitze der Rabbiner ein jüd.Consistorium; in andern Ländern gibt cs Land-, Kreis- und Ortsrabbiner. Ein Seminarzur Bildung von Rabbinern gibt es in Padua. Als besonderer Stand scheiden sich von denRabbinern die israclit. Prediger. Doch hat man in mehren Staaten Deutschlands, seitdemnur geprüfte und gelehrte Männer zum Rabbinat zugelassen werden, den Rabbinern wiederden Religionsunterricht, das Predigen und die Leitung des Gottesdienstes übertragen. Wieschon bis jetzt, so dürste das ganze Institut noch mehr in der nächsten Zukunft große Refor-men erfahren, da man sich von Seiten der Altgläubigen vergebens bemühen wird, die Be-strebungen der jüngern Rabbiner niederzuhalten.

Rabbinische Literatur, s. JudischeLiteratur.

Rabbinische Sprache nennt man häufig die neuere Gestaltung der hebr. Sprache,in welcher die jüd. Gelehrten des Mittelalters ihre Werke verfaßten, und durch die diese zueiner großen Ausbildung und Gewandtheit des Ausdrucks geführt wurde. Im Gramma-tischen weicht diese Sprache von dem alten Hebräischen nur sehr wenig ab; doch kommendarin einige aramäische Formen vor. Im Wortvorrathe aber mußte sie über das alteHebräi-sche hinausgehen, da die jüd. Gelehrten so viele Begriffe und Gegenstände zu bezeichnenhatten, welche in den biblischen Büchern nicht erwähnt werden. Zu diesem Behufe legten siealtern hebr. Wörtern neue Begriffe unter; sie leiteten ferner von den alten hebr. Wurzelnnach den grammatischen Regeln neue Wörter ab, die eine ganz hebr. Gestalt haben, und ent-lehnten endlich Wörter aus dem Arabischen, welche hier schon wissenschaftliche Bedeutungenerhalten hatten, was bei der nahen Verwandtschaft des Arabischen mit dem Hebräischen umso weniger auffiel. (S.Jüdische Literatur.) Hülfsmittel zur Erlernung des Nabbinischensind Cellar'sRabbinismus" (Zeiz 1684); Reland's^nsleeta rsbdinica" (Utr, 1702),und Buptorss ,,I.exicon cbslüsicum, tulmnckicum et ralrbinicum" (Bas. 1630).

Rabe oder Kolkrab e (Oorvus corax), ein weitverbreiteter Vogel aus der nach ihmgenannten Familie und Gattung, zu welcher letztem auch die Krähen gerechnet werden. Erist von ansehnlicher Größe, hat ein schön schwarzes, in PurpUvroth schillerndes, seidenartigesGefieder, lebt paarweis, nistet in Felsen, frißt Insekten aber auch kleine Säugthiere, Nest-vögel und selbst junge Hasen, äußert halbe Raubvogelsitten und ist ziemlich muthig undlistig. Sein diebisches Wesen hat man sehr übertrieben, und viele alte darauf bezüglicheSagen gehören unter die Fabeln. Er wird jung gefangen leicht zahm, lernt sprechen, bleibtaber unverschämt, bissig und boshaft. Man hat mit ihm von jeher vielen Aberglauben ge-trieben; bei den Römern stand er in hoher Achtung; in Deutschland galt er stets für einenUnglücksvogel.

Rabelais (Franc.), der Verfasser desGargantua und Pantagruel", wurde 1 483zu Chinon in Touraine geboren, wo sein Vater Gastwirth oder Apotheker war. Die europ.Bewegung auf dem religiös-kirchlichen Gebiete und die durch das Studium der klassischenLiteratur angeregte literarische, philosophischeundsocialeOppositiongegen diealt und kraftlos