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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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642 Quirosarchipel Quitten

Macht wie der Gesetzlosigkeit der Volksherrschaft mit gleicher Festigkeit entgegen. Zm Z.

1821 wurde er zum obersten Befehlshaber dcr Militairprovinz Galicien ernannt. Die Corteswollten ihm ein Landgut als Zeichen der Nationaldankbarkeit geben; er lehnte es aber ab,weil das Volk schon zu sehr belastet sei. In Folge eines Zweikampfs zog er sich im Märr

1822 in seine Provinz zurück. Zn dem Feldzuge von >823 gegen die Franzosen stand erunter dem Oberbefehle des Generals Morillo in Galicien und Asturien. Da aber Morillomit den Franzosen in Unterhandlungen trat, stellte sich Q. an die Spitze der Besatzung vonCoruna, welche entschlossen war, sich aufs äußerste zu vertheidigen, und erklärte sich gegenMorillo. Doch sehr bald mußte er einsehen, daß er mit seiner geringen Mannschaft gegendie Franzosen sich nicht zu halten vermöge. Daher übergab er den Oberbefehl dem GeneralNovclla und ging zunächst nach Cadix, von wo aus er noch vor der Kapitulation sich nachEngland flüchtete. Hieraus lebte er einige Jahre in Südamerika. In Folge der von derKönigin-Regentin erlassenen Amnestie kehrte er nach Spanien zurück, wurde 1835 Ee-neralcapitain in Granada, und starb zu San-Jago im I. l 8 11 .

Quirosarchipel, f. Neuhebriden.

Quistorp (Joh. Christian von), ein berühmter deutscher Kriminalist, geb. zu Rostock1731, habilitirte sich 1759 als Privatdocent der Rechte in Rostock und erregte im folgendenJahre einiges Aufsehen durch seine Inauguraldissertation, in welcher er die damals wichtigeFrageOtrum Ulms tsstis laciat torturue locum? " beantwortete. Er wurde >772 ordent-licher Professor der Rechte zu Bützow, 1771 Mecklenburg.Schwerin. Justizrath, ! 7 80 Ober-appellationsrath, 1792 von dem Kurfürsten von Sachsen als Reichsvicar in den Adelstanderhoben, und starb 1795. Von der großen Zahl seiner Schriften stehen noch jetzt seineGrundsätze des deutschen peinlichen Rechts" (2Bde., Rost. 1770; 6. Aufl., 1 Bde.,180927) in verdientem Ansehen. Andere gelehrte Mitglieder dieser Familie warenJoh. Q., geb. 1581, gest. 1018 als Professor der Theologie und Superintendent zu Rostock,dessen Sohn Joh. Q., geb. 1621, gest. >699, und Enkel Joh. Nikol. Q., ebenfalls Pro-fessoren der Theologie zu Rostock, Bernh. Friedr. Q., geb. 1718, gest. 1788 als ersterProfessor zu Rostock und Generalsuperintendent über Schwedisch-Pommern und Rügen,und Theod. Ioh. Q., geb. 1722, gest. 17 76 zu Wismar als Procurator und Advocat desköniglichen Tribunals, den seiner nun vergessenen Lust- und Trauerspiele wegen Gottschedals Dichter in hohen Ehren hielt.

Quito, die Hauptstadt der südamerik. Republik Ecuador und des Departements Ecua-dor oder Quito, ist eine der höchstgelegenen Städte der Erde. Sie liegt fast unter dem Äquator,in einem anmuthigen Thale, 8772 F. über der Meeresfläche, in überaus großartiger Um-gebung, indem jenes Thal im Osten von der Hügelkette Panecilla, im Westen vom Pichinchabegrenzt wird, während es nach Süden und Norden in eine Ebene ausläuft, an deren Hori-zonte mit Schnee bedeckte Bergspitzen sich erheben. In dem Thale herrscht ewiger Frühling;dagegen ist der Boden fast stets in zuckender Bewegung, und ringsum drohen Vulkane Ver-derben. Äm schrecklichsten wurde das Thal durch das Erdbeben im I. 1797 verwüstet. DieStadt ist mit Ausnahme der vier in den Hauptplah zusammenlaufenden Hauptstraßen win-kelig und unregelmäßig aus niedrigen Lehmhäusern gebaut, dabei jedoch reich an Prachtgc-bäuden und öffentlichen Plätzen. Sie ist der Sitz des Congresses, des Präsidenten und derhöchsten Behörden, eines Erzbischofs und einer Universität, besitzt viele, meist durch Über-ladung an Schmuck sich auszeichnende Kirchen und Klöster, mehre wissenschaftliche Anstalten,und hat gegen 70000 E., welche einige Fabriken unterhalten und Handel treiben. Unterden Gebäuden zeichnen sich besonders der Regierungspalast, von ungeheuerm Umfange, dererzbischöfliche Palast, die Dvmkirche und das ehemalige Jesuitcncollegium aus, welches jetztder Universität gehört.

QuittkN heißen die Früchte des in Südeuropa und in Süddeutschland einheimischenund in Norddeutschland verwilderten Quittenbaums (O>.Ium» vulgsri-,). Sic sind apfel-oder birnförmig, gelb und mit einem abfallenden Filze bekleidet und haben einen sehr ange-nehmen, etwas gewürzhaften Geruch und einen säuerlichen, zusammcnriehenden Geschmack,weshalb man sie mit Zucker einmacht, oder aus ihrem Safte einen wohlschmeckenden Syrupbereitet. Die Quittenkerne enthalten in ihrer Schale eine große Menge Schleim, der

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