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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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610 Quinte Quippoö

und zum Mitgliedc des Staatsraths ernannt. Nach der Umgestaltung der ersten Kammerzum Senator erwählt, bekleidete er mehrmals daS Amt als Secrctair in dieser Kammer;auch wurde er zum Erzieher der Königin und dann zum Präsidenten des Studicnrathsernannt. Q. ist einer der wenigen Schriftsteller des jetzigen Spaniens, die sich einen curop.Ruf erworben haben; seine poetischen, kritischen und historischen Werke genießen nicht nurim Vatcrlaude der höchsten Achtung, sondern sind auch im Auslande geschätzt. Schon 17 S5trat er als lyrischer Dichter auf und erregte durch seine so berühmt gewordene ,,0<>» »I mar"allgemeine Aufmerksamkeit. Die beste und vollständigste Ausgabe seiner poetischen Werkeerschien in Madrid 1821 (2 Bde.); seine lyrischen Gedichte zuerst in Madrid >802, zu-letzt zu Paris 1837; eine Auswahl derselben enthält F. I. WolfskUrest» eie rimosinotlermrs csstel>»n»s". Um die frühere Lyrik seines Vaterlands machte er sich verdientdurch die Herausgabe derkoeslar sslsctos csstellonss liescke ei liempo lle äu-m tloAllen» bsst» rmestros t1i»s" (3 Bde., Madr. 1808; bedeutend vermehrt, 4 Bde., Madr.1830), der er eine Auswahl aus den Epikern folgen ließ (2 Bde., Madr. 1833). Als Hi-steriler hatersich einen Namen gemacht durch seineViel»« cle espsnoles celebres" (Bd. I,Madr. 1807; Bd. 2 und 3, Madr. > 83033). Q.'s Gedichte erheben sich schon durch dieWahl meist ernster, für die Menschheit oder das Vaterland hochwichtiger Gegenstände überdas Gewöhnliche und zeichnen steh durch philosophischeTcndenz, patriotische Gesinnung undeine männlich-kräftige Sprache aus.

' Quinte, bei den Alten Diapente, heißt in der Musik ein Intervall von fünf Stu-fcn oder der fünfte Ton vom Grundtone an aufwärts. Man unterscheidet drei Arten Quin-ten, die reine oder große, die verminderte oder kleine, und die übermäßige; die erstcrc, welchedrei ganze Töne und einen großen halben Ton enthält, z. B. c zu 8, ist eine Consonanz, dieletztem sind mehr oder minder Dissonanzen. Die Fortschreitung gleicher Stimmen in rei-nen Quinten ist fehlerhaft und übelklingend, daher man diese Fortschreitung auch falscheQuinten nennt. Verdeckte Quinten, welche in gewissen Fällen nicht zu vermeidensind, heißen diejenigen, welche bei dem Fortschreiten zweier Stimmen zu einer großen Quinlein gerader Bewegung entstehen, indem man den Raum zwischen der Quinte und dem vor-hergehenden Intervall ausfüllt. Bei den Saiteninstrumenten nennt man die schwächste Saitederselben Quinte, welche die höchsten Töne enthält, z. B. auf der Violine die L-Saite.

Quintessenz (quillt» essenti») nannten die Pythagoräer den Äther. Jetzt verfichtman darunter die durch chemische Kunst ausgezogene concentrirte und beste Kraft einesDinges, daher das Beste oder den Kern einer Sache.

Quintett ist ein Tonstück entweder für fünf selbständige Instrumente oder fünf con-certirende Singstimmen, meist mit Instrumentalbegleitung. (S. Quartett.)Quintiliänus, s. Qu i nct i l i anus.

Quintöle, eine Notensigur, besteht aus fünf Tönen, welche zusammenhängend vor-getragen werden und die Geltung von vier Tönen gleichen Werths haben.

Quintus Caläber, von der Auffindung seines Gedichts in Calabrien so genannt,auch Smyrnäus, von seinem Aufenthaltsorte Smyrna, ein späterer griech. Dichter, viel-leicht im 4. Jahrh. n. Ehr., ist der Verfasser derksrslipnmen» ünmeri" oderkostbo-Iiieric»", eines ziemlich umfangreichen Epos, in >4 Büchern, worin als Fortsetzung derIlias" die Geschichte des trojan. Kriegs von dem Untergange des Hektar bis zur Rückkehrder Griechen mit Homerischer Nachahmung, aber freilich nicht mit derselben Anmuth, Ein-fachheit und Leichtigkeit, geschildert wird. Die erste Ausgabe erschien um >505 bei Alduszu Venedig; nächst ihr sind zu erwähnen die von Rhodomann (Han. l 604), Pauw (Lcyd.17 34), Tychscn (Zweibr. 1807), und die neueste von Lehrs in der Ausgabe desHesiod"u. s. w. (Par. 184«»). Proben einer deutschen Übersetzung geben Pfarrius (Saarbr. 1830)und Platz (Wertheim 1835).

Quippos hieß die Schnurenschrift, deren sich die Peruaner vor der Eroberung ihresReichs durch die Spanier statt der Schreibekunst bedienten. Sie bestand aus verschieden-farbigen Fäden, die man an eine Schnur reihte, und aus Knoten, die in die Fäden ge-knüpft waren. Jede Farbe hatte ihre besondere Bedeutung, und wenn man durch Farbenetwas nicht bezeichnen konnte, bediente man sich der Knoten. Auf diese Art wurden nicht