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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
Entstehung
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639
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Quinoamelde Quintana 639

Heidelberg, wo er sich mit der deutschen Wissenschaft bekannt zu machen suchte und unterAndern Herdcr'SIdeen" (3Bde., Strasb. 1826) übersetzte. Eine wissenschaftliche Reise,welche er >826 im Aufträge des Instituts als Mitglied der Gelehrtencommission nach Moreaunternahm, lieferte die Materialien zu seinem BucheDe la 6r«ce mcxlerne et <Is «es rsp-pnrts avec l'untiguitc" (Par. 1836; 2. Aust., 1832). Von der Erforschung des german.Wesens und von seinen ziemlich ungenügenden archäologischen Studien wendete er sich zurBetrachtung des franz. Mittelalters. SeinRapport sur les epopeer lrsnh.cluXlll. siecle"(Par. 1831) steht zu sehr unter dem Einflüsse phantastischer Ideen, als daß er eine wahrhaftgediegene Arbeit genannt werden könnte. Überhaupt fehlt es ihm an Klarheit undConsequcnzdes Denkens. Seine poetischen WerkeXimsverus, mMere" (Par. 1833),Napoleon,poeme"(Par. 1836) undkrometüee, trsxeciie" (Par. 1838) sind verschrobene, schwin-delnde Conceptionen, welche das Gepräge des geborenen Dichters vermissen lassen; aber selbstseine wissenschaftlichen Leistungen und übrigen prosaischen Darstellungen leiden bei allenstilistischen Vorzügen Mangel an einer klaren logischen Auffassung. Sein Urthcil überDeutschland, das er während eines längern Aufenthalts in Heidelberg studirt zu haben vor-gibt, hat sich in neuester Zeit wesentlich umgestaltet. Während er in seinemXllcms^ne c-tItalic" (2 Bde., Par. 1839) dem deutschen Wesen im Allgemeinen noch Gerechtigkeit wider-fahren ließ,, hat er später gegen ein Hirngespinnst, das er alsTeutomanie" bczeichnete,gewüthet. Überhaupt hat Q. sich durch sein Verlangen, Aufsehen zu erregen, sowie durchden phantastischen Schwung seiner regellosen Phantasie so bedeutende Blößen gegeben, daßes der Unterrichtsminister für angemessen gehalten hat, ihn neuerdings der Vorlesungen, mitdenen er 1846 am Ollere 6c Ri-snce beauftragt wurde, provisorisch zu entheben. DieseMaßregel hat er sich durch seine maßlosen Ausfälle gegen die Priesterpartei, gegen die er mitMichclct in der gemeinschaftlich herausgegebenen SchriftOs ässuites" (Par. 1844) zuFelde rückte, und durch sein fortwährendes Abschweifen auf politische Diskussionen zugczogen.Ein Theil seiner Vorlesungen, welche besonders durch ihren mystischen Anflug auf die Ju-gend wirkten, hat er in derRevue 6es cicux monckes" abdrucken lassen, zu der er außer-dem eine große Anzahl kritischer und cultur-historischer Aufsätze beigesteuert hat. Sein neue-stes Werk ist die SchriftNes vacaoces en Rspagne" (Par. 1846).

Quinoamelde ist eine in Amerika und den Gebirgen von Peru wild wachsende Pflanze.Nach Humboldt schätzt man dieselbe in Mexico der Kartoffel und dem Mais fast gleich. DieBlätter der jungen Pflanze benutzt man als Gemüse, den kleinen, gelblichweißen, runden,etwas platten Samen wie Reis. Nach England kam die Quinoamelde 1822, später nachFrankreich, und in neuerer Zeit auch nach Deutschland.

Quinquagessma, s. Sonntag.

Quinquennium heißt ein Zeitraum von fünf Jahren.

Quintana (ManuelJose), einer der gefeiertsten unter den jetzt lebenden DichternSpaniens, geb. zu Madrid am 11. Apr. 1772, studirte zu Cordoba und Salamanca undtrat dann in das Advocatencollegium der Residenz. Hier bekleidete er nacheinander die Stel-len als Fiscalagent der Handelsjunta, Theatcrcensor, Generalsecretair der Centraljunta, wirk-licher Secretair des Königs und Secretair im Departement der Auslegung fremder Spra-chen. Zur Zeit der ersten Cortesregicrung wurde er zum stimmsührendcn Mitgliede der ober-sten Censurjunra erwählt. Von ihm sind fast alle Proclamationcn und Manifeste derinsurrectionellcn Negierung abgefaßt; auch dichtete er patriotische Lieder (0<!ns ä Rspaimlibre", 1808). Er redigirte die ZeitschriftVoriellacles <le cicaciss, liter»t»ra -artes",und gründete dasSemaimrio pstrivticn", eine Zeitschrift vorzüglich gegen die Napolco-nischc Herrschaft. Nach der Restauration wurde er auf eine Festung gebracht und erst > 826wieder freigegeben, in seine frühem Stellen als Secretair im Departement der Auslegungfremder Sprachen und Mitglied der obersten Censurjunta wieder eingesetzt und 1 82 l zumPräsidenten der ncucrrichteten Generaldirection der Studien ernannt. Im I. 1823 verlorauch er wieder alle seine Stellen und lebte nun auf dem Stammsitze seiner Familie, Ca-beza del Bucy in Estremadura, bis er im Sept. > 828 die Erlaubniß erhielt, nach Madridzurückkehren zu dürfen. Im I. >833 wurde er abermals in seinen Posten als Secretairim Departement der Auslegung fremder Sprachen wieder eingesetzt, zum Procer des Reichs