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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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630 Quellen

berg und Eersdorf für 300000 Thlr. an Brandenburg, das nun Garnison in die Stadtlegre, Accise und Service erhob, sich den Huldigungseid leisten ließ und einen Stiftshaupt-mann anstelltc, welcher unmittelbar von den höchsten Landcscollegien zu Berlin abhing.Bon den Äbtissinnen sind zu erwähnen Mathilde, 06300, die Tochter Kaiser Otto's I.,und Hedwig, l -137 1311, die Tochter Friedrichs des Sanftmüthigcn von,Dachsen; unterden Pröpstinnen die Gräfin Aurora von K ö n i g s m a r k (s. d.). Die letzte Äbtissin war seit>787 Sophie Albcrtine, eine Schwester des Königs Karl XIII. von Schweden. Durch de»Neichsdeputationshauptschluß von 1802 kam das Stift als Entschädigung an Preußen;1807 wurde es an Westfalen abgetreten, 1814 aber wieder von Preußen in Besitz genommenund nun Regierungsbeürk Magdeburg in der Provinz Sachsen geschlagen. Vgl. Voigt,Geschichte des Stifts Q." (3 Bde.. Lpz. >78691) und Fritsch,Geschichte des vorma-ligen Ncichsstists und der Stadt Q." (2 Bde., Quedlinb. >820). Die Stadt Qucd-linburg, der Geburtsort Klopstock's, liegt am Vorharz, an der Bode, welche sich hierinzwei Arme theilt, wovon der größere, die wilde Bode genannt, die Stadt auf der südlichenund östlichen Seite umfließt, die kleinere oder der Mühlgraben die Altstadt von der Neustadtscheidet. Sie hat außer der Alt- und Neustadt drei Vorstädte, sieben Kirchen, ein altes Rakh-haus, mehre Hospitäler und andere wohlthätige Anstalten, ein Gymnasium und 14500 E-,welche theils Fabriken in Wollenzeuchen und Leinwand und wichtige Branntweinbrcnnc-reieu mit Schweinmastung und Bierbrauereien, theils Handel mit Vieh, Korn und Garten-früchten unterhalten. In der Vorstadt Wcstendorf, auf einem hohen Felsen, liegen die Ge-bäude des vormaligen Stifts, mit der schönen Stiftskirche, die die Grabmäler Heinrichs I.und seiner Gemahlin Mathilde enthalt und wo auch der zur Mumie gewordene Körper derGräfin Königsmark ausbcwahrt wird. Im I. 1823 wurde in die Stiftsgebä'ude die vonHoyer zu Ascherslebcn gestiftete Rcttungsanstalt für arme Waisen und Verbrecherkinderverlegt. Außerhalb der Stadt ist der Brühl, ein Wäldchen, wo 1824 bei der Säcularfeierder Geburt Klopstock's dessen Büste aufgestellt wurde. Eine halbe Stunde von der Stadtfindet sich ein eisenhaltiger Gesundbrunnen.

Quelle» heißen diejenigen Ausflüsse des unter der Erde befindlichen Wassers, welchefreiwillig aus der Oberfläche des Landes hervortreten, um durch ihre Fallbewcgung Rieselund Fließe, und durch deren spätere Vereinigung Bäche undFlüsse zu bilden. Mantheilt sie in süße Quellen und in mineralische oder chemisch gemischte Quellen. Jene sindsolche, deren Wasser keine mineralischen Bcstandtheile beigemischt enthält, oder deren mine-ralische Bestandtheile so unbedeutend sind, daß sie durch Geruch und Geschmack nicht deutlichunterschieden werden können, diese dagegen enthalten eine merklich vorherrschende Quantitätmineralischer Bestandtheile. Bei den süßen Quellen hängt der Grad der Reinigkcit ihresWassers von den Erdschichten ab, durch welche sie fließen, doch enthalten die meisten, trotzihrer scheinbaren Unvermischtheit, wenn sic einer genauem Prüfung unterworfen werden,gewöhnlich kleine Beimischungen erdiger und salziger Substanzen, am gewöhnlichsten etwasKalkerde, nächstdem etwas Gyps, dann kleine Quantitäten von Kochsalz oder auch von orga-nischen Stoffen. Die reinsten und klarsten Quellen entspringen meist in den beträchtlichstenHöhen, und das specifische Gewicht ihres Wassers kommt dem von Regenwasser am nächsten.Zu den mineralischen Quellen gehören nicht nur die eigentlich sogenannten Mineralquel-len (s. Mineralwasser), diese nach dem vorherrschenden Bestandtheil ihrer Mischungsich in Sauerbrunnen, Salzquellen, Bitterwasser und Schwefclwasser theilcn, sondern auchdie Naphthaquellen, die besonders häufig in vulkanischen Gegenden, z. B. in den südlichenKüstenländern des Kaspisces bei Baku, in Oberitalien bei Bologna und Modena, zu Bro-sely in England, zu Klein-Scheppenstädt bei Braunschweig, zu Eschhof und Ohbergen beiHildesheim, sich finden; ferner die Cementquellen, welche aufgelösten Kupfervitriol enthaltenund ein nur kurze Zeit hineingetauchtes Eisen mit einer rochen, metallischen Kup.fcrhautüberziehen, dergleichen sich zu Ncusohl und Schmölnitz in Ungarn, zu St.-Pölten in Ostreich,Jenichen in Tirol, Fahlun in Schweden, Altenberg im Erzgebirge und eine am Nammels-berge in Goslar zeigen; endlich incrustirende Quellen, die einen Theil ihrer aufgelösten Bc-standtheile nach ihrem Austreten fallen lassen und die mit ihnen in Berührung kommende»Körper mit einer Cruste von steinharter Beschaffenheit überziehen, wie die Quelle zu Karls-