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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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596
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596 Purpur Puschkin

8^ml>olae?<lov! avium liistnrism ante incu>>atinnem"(Lpz. 1830);De cellulis anlli«.rarnm Obi-osis" (Bresl. 1830), undDe ;>kaeunmeno motiis vidrutorü in membranis"(Brest. 1835).

Purpur. Die Farbe, welche die Alte» Purpur nannten, war theils schwärzlich, thcilsviolet, theils rosenroth, und gehörte zu dem Schönsten und Kostbarsten, was sie kannten,weshalb auch die damit gefärbten feinen Stoffe bei ihnen stets in hohem Wcrthe standen.Ein Purpurmantel war daher schon in frühester Zeit das charakteristische Abzeichen derasiat. Könige und Häuptlinge, ebenso ihrer ersten Minister und Hofbeamtcn, welche letzteredeshalb bei den Römern vorzugsweise ;,nr;>urati hießen. Selbst später blieben dergleichenGewänder eine Bevorzugung hochgestellter Personen und gewisser Stände oder Würden,wie noch jetzt der Cardinäle, daher der Ausdruckmit dem Purpur bekleidet werden" oderden Purpur erhalten" so viel bezeichnet, als zur Würde eines Kardinals gelangen. DieAlten bereiteten den Purpur nicht nur aus verschiedenen Farbekräutern, sondern zogen ihnauch aus mehren Schalthjeren, und zwar nicht allein aus dem Duccinum, einer an Felsenund Klippen gefundenen Muschelart, sondern auch aus der kiirpnrs, der eigentlichen Pur-purschnecke. Die besten Purpurschnecken traf man in der Gegend um Tyrus, am gätulischenGestade und um Lacedämon. In neuern Zeiten hat man in mehren Conchylien, zumal ausder Familie der Schnecken, einen purpurähnlichen Saft entdeckt. Er ist zäh und in einembesonder» Beutelchen enthalten, welches bei den meisten zwischen dem Herzen und der Leberliegt. Die Farbe dieses Saftes ist sehr verschieden; bei einigen nämlich wirklich purpurroth,bei andern blaßgelb oder pomeranzenfarbig. Reäumur fand, daß der anfangs gelbliche Saftder Trompetenschnecke, auf Leinwand getragen, in wenigen Stunden alle Schattirungenvon Gelb, Grün und Himmelblau durchlief und zuletzt purpurroth wurde. Auch der Saftder Kräuselschnecke (Deli? iantbina), die unter dem Namen des blauen Kräusels in Peruvon den Spaniern zum Färben gebraucht wird, bietet ähnliche Erscheinungen dar. Wennman ihn aus derSchnecke nimmt, sieht er gelblichweiß aus; taucht man aber ein Stück Zeuchhinein und setzt cs der Einwirkung der Luft und Sonne aus, so ändert sich jene Farbe stufen-weise und geht endlich in ein Roth über, welches zwar unvertilgbar, aber doch nicht rein wiedas Roth der Cochenille (s. d.) ist, welche nebst dem KermeS (s. d.) gegenwärtig bieStelle des Purpurs vertritt. Als Erfinder der Purpurfarbe nennen die Alten einstimmigdie Phönizier, und allgemein ist die Sage von dem Schäferhunde, der sich die Schnauze vondem Safte zerbissener Purpurschnecken roth färbte und dadurch Veranlassung zur nähernUntersuchung dieser Thiere wurde. Da aber die Purpurschnecke nicht blos an der phoniz.Küste, sondern im ganzen Mittelmeere gefunden wurde, so waren auch die Purpurfärbereienden Phöniziern nicht ausschließend eigen. In der Schönheit, Güte und Haltbarkeit der Farbefand, nach Beschaffenheit der Schnecken, von welchen der Saft genommen wurde, ein großerUnterschied statt. In Tyrus war der hochrothe und violette Purpur ganz vorzüglich. Manfärbte damit hauptsächlich Wolle, gewöhnlich zweimal, und gab den Purpurgewändern durchKunst noch einen besondern Glanz. Doch verfertigten auch schon die Alten aus gewissenBeeren eine unechte Purpurfarbe. Obschon die später verloren gegangene Kunst, Purpurzu färben, in neuern Zeiten wieder entdeckt und mit Glück versucht worden ist, so macht mandoch wenig Gebrauch davon, weil die Purpurschnecken selten und sehr kostbar sind, und weildie Farben aus Cochenille weit schöner und gleichförmiger ausfallen. Eine gründliche undvollständige Geschichte der Purpurfärberei bei den Alten hat Schmidt in seinenForschungenauf dem Gebiete des Alterthums" (Bd. I, Berl. > 833) gegeben.

Purpurfriesel, auch Nother Hund genannt (?urpurs miliaris), ist ein seltenselbständiger, meist andere Krankheiten nur als Symptom begleitender Hautausschlag, dersehr oft gleichzeitig mit dem Scharlachfieber vorkommt.

Purpurinseln, s. Glückliche Inseln.

Pürschen heißt in der Jägersprache, das Wild mit gezogenen Gewehren oder Büchsenerlegen. DerPürschmeister hat die Aufsicht über dieJagdgeräthschaften, Jagdhundeund Jägerburschen.

Puschkin (Alex. Sergejewitsch, Graf), der berühmteste unter den neuern russ. Dich'skrn, und der gelesenste unter allen russ. Schriftstellern, wurde N9S von vornehmen, alt«