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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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593
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Punkt Pupille 593

genzustellen sich genöthigt sahen, wurde von den Römern, die sie schutzlos gelassen hatten,als Bruch jener Fricdensbedingung erklärt. Haß und Begier nach den Neichthümern derwiedcraufgeblühten Stadt vielmehr, als Besorgniß vor einer Gefahr, die von ihr drohenkönnte, waren es, welche die Römer bewogen, dem Verlangen des ingrimmigen alten Cato(s. d.) Folge zu geben und den Krieg im Z. ISO zu erklären. Die geängsteten Karthagerverstanden sich zur Stellung von Geiseln, zur Auslieferung der Waffen und Schiffe; alsaber die Römer nun mit der Foderung hervortraten, sie sollten ihre Stadt, die damals76000N E. zählte, verlassen und sich fern vom Meere ansiedeln, erhoben sie sich zumKamps. Der Consul Manilius wurde im I. > 4V vom Hasdrubal (s. d.) zweimal ge-schlagen, auch der Consul Lucius Calpurnius Piso vermochte im I. 148 nichts und erstim I. 146 eroberte Publius Cornelius Scipio Ämilianus (s. d.) die Stadt, die erüber ein Jahr belagert hatte und die von den Einwohnern noch, als die Römer schoneingedrungen waren, Schritt für Schritt vertheidigt, endlich den Flammen geopfert wurde.(S. Karthago.)

Punkt heißt in der Geometrie, nach des Euklides Erklärung, Das, was keine Theileoder keine Ausdehnung hat. Ein Punkt, in Bewegung gedacht, beschreibt eine Linie.Punkte bilden die Grenzen, nicht aber die Theile einer Linie. In der musikalischen No-tenschrift ist der Punkt, sobald er neben einer Note steht, ein Zeichen, welches die Zeitgel.tung des Tons um die Hälfte vermehrt; stehen zwei Punkte hinter einer Note, so gilt derzweite wieder die Hälfte von dem ersten. Man nennt derartige Noten punktirtc Noten.Ein Punkt über der Note bedeutet, daß dieselbe leicht abgestoßcn werden soll, was manStaccato (s. d.) nennt.

Punktation heißt jede Schrift, worin die Hauptpunkte eines zu schließenden Ver-trags enthalten sind und aus welcher erst, sobald sie gegenseitig angenommen worden, aufVollziehung geklagt werden kann, folglich so viel als Entwurf zu einem Vertrage.Punktirkunst und Punktirstichgattung, s. Kupfcrstechkunst.

Pupille, die Sehe oder das Sehloch, nennt man die Öffnung in der Regenbogen-haut (s. Auge), durch welchedie Lichtstrahlen zur Krystalllinse gelangen, und zwar deshalb,weil Derjenige, der in diese Öffnung bei einem Andern hineinsieht, sein eigenes Miniatur-bild (p»;i»Io) wie in einem dunkelgefärbten Spiegel erblickt. Am gesunden Auge erscheintdie Pupille bald größer, bald kleiner, je nach dem Stande, den die Regenbogenhaut gegendas Licht einnimmt. Im Dunkeln nämlich ist die Pupille groß; doch verkleinert sie sich durchZusammenziehung der Regenbogenhaut desto mehr, je Heller das Licht ist, dem sie ausgeschtwird, und am meisten dann, wenn sich das Auge gegen den Gegenstand selbst wendet, vondem das Licht ausgeht. Ist jedoch das Auge gegen den Lichtreiz unempfindlich, so behältauch die Pupille stets die Größe, die sie im Dunkeln hat. Dieses findet also in verschiedenenGraden in den Fällen statt, wo die Sehkraft verloren oder überhaupt das ganze Nerven-leben sehr geschwächt ist, auch kann es durch Eintröpfeln von gewissen narkotischen Tinktu-ren in das Auge bewirkt werden. Daher ist dieser Zustand der Pupille stets ein Zeichen vonsehr gesunkener Nervenkraft. Verengerung der Pupille zeigt sich hingegen bei Erregungs-zuständen des Gehirns und dient auf diese Weise als Krankheitssymptom. Während beimMenschen die Pupille stets rund ist, hat sie bei einigen Thicren eine elliptische oder viereckigeGestalt; sie findet sich jedoch nur bei solchen Thieren, welche überhaupt eine Regenbogenhautbesitzen, z. B. bei den Fischen, Amphibien, Vögeln und Säugethieren. Nicht selten findetman durch angeborene oder von Krankheiten bewirkte Misbildung die Pupille verschlossenund somit die Sehkraft in ihren Verrichtungen gehemmt. Diesem Übelstand sucht mandurch eine Operation, künstlichePupillcnbildung (coreinorpliosis) genannt, abzu-helfen, welche darin besteht, daß man einen Einschnitt in die Hornhaut macht und dann einStück aus der Regenbogenhaut heransschneidet. Diese Operation wurde zuerst >728 vondem berühmten engl. Wundarzt Cheselden ausgeführt, und unter den Vervollkommnenderselben sind besonders Wenzel, Schmidt, Scarpa, Bonzel und Langenbeck zu nennen. Ent-steht durch irgend eine Veranlassung neben der regelmäßigen noch eine andere Öffnung inder Regenbogenhaut, so nennt man diese eine widernatürliche Pupille (prijüllu^rss-Conv.-Lex. Neunte Aust. XI. 38