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11 (1846) Patrick bis Réfugiés
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14 Paulus Diakonus Paulus (Heinr. Eberhard Gottlob)

weise den Geburtshelfer (^Ikawubeli) nannten, gleich geachtet, lcgtz: er seine Erfahrungen ms»Ansichten in mehren Schriften nieder, von denen nur das eine, aber vorzügliche Werk<7<»mpsixlii livri 8«j>tem" (Bas. 1338; engl, von Adams, Lond«>8.7 4) sich erhalten hat.

Paulus Diakonus, der berühmte longobard. Geschichtschreiber, der gewöhnlichnach seinem Vater Warnefridus VV»i-ii«i>i»Ii (nämlich liim--) heißt und den BeinamenDiakonus von dem Amte, das er spater bekleidete, erhielt, war von Geburt ein Longobardeund nach Einigen in Friaul, nach Andern in Aquileja geboren. Er war Notar, d. i. Kanzler,des longobard. Königs Desidcrius und Diakonus des Patriarchats zu Aquileja, als Karlder Große den König Desidcrius gefangen nahm. Der Kaiser nahm ihn an seinen Hof;ums I. 787 aber zog sich P. als Mönch in das Kloster-Monte-Casino zurück, wo er im I.799 starb. Er war einer der gelehrtesten Männer seiner Zeit. Sein Hauptwerk ist dieUislnriit seu cke gestis I^ 0 NFoli!tr<l«r»m libri V", die die Geschichte der Langobarden vomAnfänge an bis zum I. 744 umfaßt. Die erste Ausgabe derselben erschien zu Lyon > 493;die beste besorgte Muratori in denKerum itulic. scriptores" (Bd. >, Mail, l 728, Fol.);eine deutsche Übersetzung aus dem l 9. Jahrh. gab Spruner (Hamb, l 838) heraus. DasWerk zeugt von Genauigkeit und Wahrheitsliebe, doch fehlt cs deshalb darin nicht an wun-derlichen Sagen; der Stil ist fast dichterisch. Außerdem schrieb P. eineHistoria miscoll-ese» IÜ8toriae komsavrnm" (beste Ausgabe ebenfalls beiMuratori, Bd. I); einlüber 6eepigeopio meten»ibu8", herausgegeben von Pertz in den,Monument» OermimiuL bi8turic»"(Bd. l), mehre Lebensbeschreibungen von Heiligen, Hymnen und Homilien.

Paulus Von Samosäta, ein Antitrinitarier der alten Kirche, war seit dem I. 260Bischof von Antiochia und wurde theils wegen seines weltlichen Lebens, theils deshalb, weiler den Logos nur für die in dem Menschen Jesus wirkende Vcrnunftkraft Gottes, also nichtfür eine Hypostase erklärte, auf den antiochcnischcn Synoden im I. 294 und 299 angeklagtund endlich seines Amtes entsetzt. Der Schutz, den ihm die Königin Zenobia von Palmyragewährte, war nur vorübergehend, denn Kaiser Aurelianus besiegte diese imJ.272. Dennochkamen noch einzelne Samosatenianer bis in das 4. Jahrh. vor.

Paulus (Heinr. Eberhard Gottlob), Geh. Kirchenrath, Doctor der Theologie, Rechteund Philosophie, emeritirter Professor der Theologie an der Üniversität zu Heidelberg, wurdeam I.Sept. 1761 zu Leonberg bei Stuttgart geboren. Er hatte die Absicht, sich demStudium der Medicin zu widmen, wurde aber durch pietistische Ümgebungen veranlaßt, derTheologie sich zuzuwenden. Er be suA te die Schule und das Stift zu Tübingen, und erhieltdann von dem Frciherrn von Palm zu Kirchyeim unter Teck Unterstützung zu einer Reisedurch Franken, Ober- und Niedersachsen, um hier den Zustand des Unterrichtswesens kennenzu lernen. Hierauf studirte er in Göttingen oriental. Sprachen und wurde dann wieder vondem Frciherrn von Palm in den Standgcsctzt, seine Studien inLondon und Oxford weiter forl-zusetzen. Dieser Reise und der Empfehlung Gricsbach's hatte er 1789 den Ruf als Professorder oriental. Sprachen nach Jena zu verdanken. Hier beschäftigte ihn vorzugsweise die vomOrientalismus abhängige Erklärung des Alten und Neuen Testaments in psychologisch,historischer Weise, wie sie erkennbar ist in seinemPhilologisch-kritischen und historischenCommentar über das Neue Testament" (4 Bde., Lüb. l 8904; 2. Aust., Lpz. l 8048)und in andern Schriften. Nach derselben Methode suchte er das Alte Testament zu erklären,z. B. in derClavis über die Psalmen" (Jena >791; 2. Aust., 1815) und in derClavis über den Jesaias" (Jena >793). Nach Döderlcin's Tode wurde er 1793 Profes-sor der Theologie. Aus Rücksicht auf seine Gesundheit ging er 1803 in gleicher Eigen-schaft nach Würzburg und wurde hier zugleich kurpfälz. Landesdirections- und Consistorial-rath. Nach der Aufhebung der protestantisch-theologischen Facultät zu Würzburg unterdes Eroßherzogs Erzherzog Fcrdinand's Regierung kam er 1808 als Landesdirections-rath in Kirchen- und Schulsachen nach Bamberg, > 809 in gleicher Eigenschaft nach Nürn-berg und >811 nach Ansbach. Noch in demselben Jahre wurde er durch seine Berufungals Professor der Exegese und Kirchengeschichtc nach Heidelberg dem akademischen Leben undhiermit der literarischen Thätigkeit zurückgegeben. Seit >814 veranlaßten ihn hie Ver-fassungsangelegenheiten seines Vaterlands Würtemberg, nach dieser Seite hin schriftstellerischzu wirken. So entstand die historisch-publicistische ZeitschriftSophronizon" (>81929),