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Behauptung über denselben, z.B. „Freiheit ist die Grundlage aller Lugend". (S. To pik.)— Mit L>oc»s classic US bezeichnet man eine Haupt- oder Beweisstelle aus irgendeinem Buche.
Loder (Justus Christian von), berühmt als Anatom und Chirurg, geb.am28.Febr.1753 zu Riga, besuchte das dasige Lyceum und bezog dann die Universität zu Göttingen,um sich der Heilkunde zu widmen. Nackdem er daselbst 1778 die medicinische Doctorwürdeerlangt hatte, ging er noch in demselben Jahre als ordentlicher Professor der Anatomie,Chirurgie und Hebammenkunst nach Jena. Von 1780—82 machte er eine wissenschaft-liche Reise durch Frankreich, Holland und England und errichtete nach seiner Rückkehr inJena ein neues anatomisches Theater, eine Entbindungsanstalt und ein Naturaliencabinet.Im I. 1803 wurde er als Professor der Anatomie nach Halle berufen, als jedoch dieseStadt, während er selbst auf einer Reise in seine Heimat begriffen war, dem Könige vonWestfalen zufiel, in dessen Dienste er nicht treten wollte, ging er nach Königsberg, wurde1808 Leibarzt des Königs von Preußen, privatisirte dann in Petersburg und Moskau undwurde 1810 in letzterer Stadt als russ. Leibarzt und Professor der Anatomie und Chirur-gie angestellt. Hier erwarb er sich um das Militairmedicinalwcsen, sowie um den akademi-schen Unterricht bedeutende Verdienste und noch in hohem Alter entwickelte er beim Aus-bruch der Cholera große Thätigkeit. Er starb am 10. Apr. 1832. Von seinen zahlreichenSchriften verdienen besonders angeführt zu werden „Anatomisches Handbuch" (2. Ausl.,Jena 1800); „Anfangsgründe der medicinischen Anthropologie und gerichtlichen Arznei-wiffenschaften" (3. Aust., Weim. >800); „Journal für die Chirurgie, Geburtshülfc undgerichtliche Arzneikunde" (4 Bde., Jena 1797—1804); „lalnilae snatomicae", mit lat.und deutschem Text (2 Bde. Kupfer und 4 Bde. Text, Weim. >794 — 1804, Fol.) und„LIementa anatoiniss duinani corporis" (Bd. I, Mosk., Riga und Lpz. 1823).
Lodi, die Hauptstadt der gleichnamigen Delegation des lombard.-venet. Gouverne-ments Mailand und derSih eines Bischofs, liegt an derAdda, über die eine mehr als l oooKlaftern lange Brücke führt, auf einer Anhöhe in einer sehr fruchtbaren Gegend, ist rechtgut gebaut und hat mehre große Paläste und schöne Kirchen. Der große Marktplatz ist mitBogengängen geziert. Neben dem Dom mit gothischer Facade verdient die Kapelle Jn-coronata Erwähnung, die von Bramante erbaut sein soll. Die Stadt hat 16000 E., einfestes Schloß, eine öffentliche Bibliothek und ein großes Theater; berühmt sind die hiesigenMajolica-Arbeiten und die Parmesankäse, die nicht in Parma, sondern lediglich in und umL. verfertigt werden. Das alte L. (I-aus pompsja) wurde im 12. Jahrh. durch die Mailän-der zerstört; das jetzige verdankt seine Entstehung dem von Kaiser Friedrich Barbarossa nachder Zerstörung Mailands angelegten Castell. In neuerer Zeit wurde L. geschichtlich denk-würdig durch den Sieg Bonaparte's am >0. Mai 1796 über die Östrcicher unter Beau-lieu. Diese hatten L. geräumt und standen in einer furchtbaren, von 30 Kanonen verthei-digten Stellung, zu der nur die enge Brücke führte. Bonaparte griff die Brücke in geschlosse-ner Colonne an, ließ die ganze Artillerie vorrücken und suchte endlich im Sturmschritt dieBrücke zu nehmen, doch das östr. Geschütz streckte ganze Reihen nieder und das Blutbadwar gräßlich. Schon wankten die Franzosen und der Sieg schien für die Östrcicher ent-schieden, als Berthier, Massen«, Cervoni und Lannes sich an die Spitze der Colonne stellten,über die Brücke drangen und die östr. Batterien nahmen. Nachdem sich beide Heere mitgrößter Erbitterung geschlagen, erschien Augereau an der Spitze seiner Division, und derSieg war entschieden. Die Östrcicher hatten gegen 3000 M. an Tobten, Verwundeten undGefangenen, die Franzosen gegen 12000 M. verloren.
Lodomerien ist der lat. Name des früher selbständigen Fürstenthums Wladimir,mit der Hauptstadt gleiches Namens, in Wolhynien. Der östr.Kaiser nahm nach der erstenTheilung Polens wieder den Titel König von Galizien (s. d.) und Lodomerien an, denschon Andreas II. von Ungarn im 13. Jahrh. geführt hatte.
Löffler (Josias Friedr. Christian), bekannt als aufgeklärter Theolog und Kanzel-redner, gcb. zu Saalfeld am 18. Jan. 17 52, war zuerst Prediger an der heiligen Geistkirchezu Berlin und seit >778 preuß. Feldprediger. Im I. 1782 wurde er außerordentlicherProfessor und Prediger zu Frankfurt an der Oder und 1787 ordentlicher Professor, >789