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del, Leinwand-, Tuch- und Strumpffabrikativn. Der Bergkystall, welcher hier gefundenwird, ist unter dem Namen LöbauerDiamanten bekannt.
Lobeck (Christian Aug.), einer der gediegensten und scharfsinnigsten Philologen undAlterthumsforscher der neuesten Zeit, ebenso hochgeachtet als Mann von tüchtiger Gesin-nung, geh. am 5. Juni 17 81 zu Naumburg, wurde aus dasiger Domschulc, deren Nectoratsein Vater bekleidete, vorgebildet und widmete sich dann seit 1797 auf den Universitäten zuJena und zu Leipzig neben der Theologie mit besonderer Vorliebe den altclassischen Stu-dien. Im I. >802 habilitirte er sich zu Wittenberg, erhielt daselbst > 897 das Conrcctoratund >809 das Nectorat an dem Lyceum und bald darauf auch eine außerordentliche Pro-fessur an der Universität. Nach der Auflösung der letztem im I. 1811 folgte er dem Ruft'als ordentlicher Professor der alten Literatur und Beredtsamkeit nach Königsberg, wo ernoch gegenwärtig mit Auszeichnung wirkt und große Verdienste um die Belebung und denAnbau der Philologie in Ost - und Westpreußcn sich erworben hat. Von seinen Ausgabenund grammatischen Schriften, die zwar der Zahl nach nicht.groß, aber für die tiefere Kennt-niß der griech. Sprache dem Gehalte nach von höchster Bedeutung sind, erwähnen wir diein sprachlicher Hinsicht vortreffliche Bearbeitung des „Ajar" von Sophokles (Lpz. 1810;2. Aust., 1835); des Phrynichus (Lpz. > 820); die „Uaroliynmena ^rammstiese graec."(2 Bde., Lpz. 1837), deren Inhalt vorzugsweise die griech. Wortbildung betrifft; uni»„katkoloAiae sermonis Fra oci ;,r>>l6K»inena" (Lpz. 1813), in denen der Wechsel und Wan-del der Laute, den das griech- Wort in den verschiedenen Bildungen erfahren hat, ausführ-lich behandelt wird. Eine außerordentliche Belesenheit, die selbst die spätesten Zeiten dergriech. Literatur umfaßt, erregt in diesen Werken ebenso sehr unsere Bewunderung, wie diekritische Schärfe und Feinheit, welche diese aufgehäuften Massen grammatischer Bemerkun-gen überall durchdringt. Auch auf dem Felde der griech. Mythologie, besonders in Erörterungder alten Mysterien, hat L. sorgfältige Untersuchungen angestellt, zuerst in den beiden Ab-handlungen „De mort«kacclii" (Wittcnb. 1810. 4.), später in umfassender Weise und'mit erschöpfender Ausführlichkeit in dem „ .4 Alan;,dam,I« SSII cle tüeoloAiae mz-sticse6raecor>im causis" (2 Bde., Königsb- 1820), worin zugleich die Bruchstücke der Orphi-ker eine neue Würdigung erfahren haben. In diesem letztem Werke werden die von Kreu-zer (s. d.) und dessen Anhängern über die höhere Bedeutung des griech. Mythenkreiftsaufgestellten Ansichten, insbesondere das Symbolisiren und Herbeiziehen asiat. uno an-derer morgenländ. Mythen, in einem oft schneidenden Tone widerlegt und abgefertigt(s. Aglaophamos), daher sich mehre Stimmen der verletzten Partei in neuester Zeitwieder gegen L.'s System erklärt haben, sodaß der dadurch erzeugte Kampf für die Läute-rung und Aufklärung des mythologischen Wissens in positiver und negativer Beziehungnicht ohne Einfluß geblieben ist.
Loebell (Joh. Wilh.), Professor der Geschichte an der Universität zu Bonn, gcb. zuBerlin am 15. Sept. 1786, ging, durch Familienverhältnisse zurückgehalten, erst spät zuden wissenschaftlichen Studien über, denen er anfangs zu Heidelberg und dann aufder neuen Universität zu Berlin oblag. Indem er sich für das Lehrfach bestimmte, widmeteer sich hauptsächlich der Philologie unter Wolf und Böckh; doch erst nachdem er eine ReiheJahre in Breslau privatisirt hatte, wurde er Lehrer der Geschichte an der dasigen Kriegs-schule. Seitdem wurde die Geschichte, die ihn schon früher angezogen hatte, sein Hauptstu-dium. Im I. 1823'kam er wieder nach Berlin, wo er an der Cadettenanstalt Leh-rer und später Professor der Geschichte wurde, 1829 aber als außerordentlicher Professor»nach Bonn, wo er zwei Jahre nachher eine ordentliche Professur erhielt. In der Literaturhat sich L. besonders durch die neue Bearbeitung der Becker'schen „Weltgeschichte" bemcrk-lich gemacht und diesem Werke, das in seinen von Becker und Weltmann bearbeitetenThcilen nicht blos mannichfacher Berichtigung und Vermehrung, sondern völliger Um-schmelzung bedurfte, in der fünften, sechsten und. siebenten Auflage (14 Bde., mit derFortsetzung von Menzel, Berl. 1836—38) seine hohe Vsllendung gegeben. Jm J. 1835 smachte er eine Reise durch Belgien, über die er in den „Reisebriefcn" (Berl. 1837) berich-;tete. In seinem Werke „Gregor von Tours und seine Zeit" (Lpz. 1839) betrachtete er die