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na»t und Hauptmann in diesem Bataillon und im Oct. 1793 wählte ihn der gelehrte Ge-neral Meusnier, der die Moselarmee commandirte, zu seinem Adjutanten. Nach dem Lodedesselben trat er l 796 in das Heer von Italien. Im I. 1798 wurde er Adjutant des Ge-nerals Joubcrt, der nach Bonaparte's Abgang das Heer in Italien befehligte. Als diefranz. Truppen nach Genua zurückgedrängt wurden, leistete er als Oberst eines Regi-ments die wichtigsten Dienste. Unter den härtesten Entbehrungen wußte er die Kriegszuchtaufrecht zu erhalten und dem Feinde jeden Fuß Landes streitig zu machen. Am i l. Apr.1799 entriß sein Regiment im Gefechte bei Verreria den Ostreichern sechs Fahnen. Kurzdarauf wurde er beim Angriffe auf das Fort Guezzi gefährlich verwundet. Im Frühjahre1895 ernannte ihn Napoleon im Lager zu Boulogne zum Brigadegeneral und bald nach-her zu seinem Adjutanten. In dieser Eigenschaft begleitete er den Kaiser in den Feldzügenvon 1895 und 1896. Nach dem Frieden von Tilsit wurde er zum Divisionsgeneral undGeneralinspcctor der Infanterie erhoben. Sein rauher, soldatischer, unbeugsamer Charak-ter zog ihm zwar oft groß- Unannehmlichkeiten zu; doch schadete ihm diese Eigenthümlich-keit bei Napoleon wenig. Im Dec. 1897 erhielt er den Befehl über das Beobachtungs-corps an den Pyrenäen. Im folgenden Jahre führte er eine Division im Heere Bessieresin Spanien und nahm am l-i. Juli Medina del Nio-Secco. Nachdem er am >9. Nov.in das Corps Soult's getreten, schlug er die Spanier bei Germonal, erbeutete 25 Kanonenund zwölf Fahnen und machte 6999 M. Gefangene. So bahnte er die Einnahme vonBurgos an und den Weg nach Madrid. Im Feldzuge von 1899 zum Heere nach Deutsch-land berufen, drang er am 21. Apr. mit dem >7. Infanterieregiment über die brennendeJsarbrücke bei Landshut und verhinderte durch diese kühne That die Vereinigung des Ge-nerals Hiller mit dem Erzherzoge Karl, worauf am folgenden Tage Napoleon den Siegbei Eckmühl erfocht. Der Hesdenmuth, den Mouton in der Schlacht bei Aspern am 21.Mai bewies, trug wesentlich bei zur Rettung des großentheils auf der Insel Lobau zu-sammengcdrängten franz. Heers und brachte ihm den Titel eines Grafen von Lobau.Im ruff. Feldzuge von 1812 leitete er an des Kaisers Seite als Aide-Major-General dieBewegungen der Ungeheuern Jnfanteriemaffcn. Auf dem Rückzüge war er einer der We-nigen, die Napoleon zur Organisation eines neuen Heers nach Frankreich begleiteten. ImFeldzuge von >813 kämpfte er bei Lützen und Bautzen; nach der Schlacht bei Kulm über-nahm er den Befehl über die Trümmer des geschlagenen Corps. Mit dem Marschall Gou-vion Saint-Cyr in Dresden eingeschlossen, gerieth er bei der Kapitulation desselben in vstr.Gefangenschaft. Erst nach dem pariser Frieden wurde er freigclassen und lebte nun ohneAnstellung. Während der Hundert Tage erhob ihn der Kaiser zum Pair und gab ihm dasCommando der ersten Militairdivision. In der Schlacht bei Waterloo befehligte er aufdem rechten Flügel das sechste Armeecorps. Nach der verzweifeltsten Anstrengung war ernoch zuletzt beschäftigt, die Trümmer des Heers auf dem Schlachtfelde zu sammeln, undfiel-dabei in die Hände der Engländer. Aus Frankreich verbannt lebte er fortan in Bel-gien, bis er 1818 die Erlaubniß zur Rückkehr erhielt. Nach einem langen Privatlebenwählte ihn >828 das Departement Meurthe in die Kammer, wo er sich freisinnig benahm.Während der Revolution von >839 gehörte er zu der Municipalcommission, welche demHerzog von Orleans die öffentliche Gewalt überlieferte. Er wurde dafür zum Pair erho-ben und am 26. Dec. gab ihm der König Ludwig Philipp an Lafayette's Stelle den Befehlüber die Nationalgarde in Paris, was ihm die Feindschaft der republikanischen Partei er-weckte. Am 39. Juli 1831 endlich empfing er für die Dienste, die er der neuen Dynastiegeleistet, den Marschallstab. Viele Spöttereien zog er sich zu, als er im Mai 1832 beieinem Volksauflaufe sich der Wafferspritzen statt der Waffen bediente. Er starb zu Parisam 21 Nov. 1838. „lllon mouton, c'est UN lion" pflegte Napoleon von ihm zu sagen.
Löbau, wcnd. Löbije, Stadt im budissiner Kreisdirectionsbezirke des KönigreichsSachsen, die älteste und als solche der Versammlungsort der sogenannten Scchsstädte derOberlausitz, am Löbauer Wasser und am Fuße des Löbauer Berges hat 3999 E-,zwei deutsche und eine wend. Kirche, eine gute Bürgerschule und einen Gesundbrunnen.Die Hauptnahrungsquellcn der Bewohner sind Ackerbau, starker Lein - und Getreidehan-Conv.-Lex. Neunte Aufl. IX. 4