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9 (1846) Ligny bis Mösien
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44 Livingston Livins

Buhler, verbunden, im I. 23 ermordete; später wurde sie in des Sejanus Sturz verwickeltund 31 n. Chr. hingcrichtct.

Livingston (Edward), ein berühmter Staatsmann und Nechtsgelchrter der Verei-nigten Staaten, stammte ans der alten schot. Familie, die im 17. Jahrh. zum Theil an dieUfer des Hudson auswanderte, und wurde >764 in der Kolonie Neuyork geboren. SeinVater war daselbst Mitglied eines Gerichtshofs, verlor aber das Amt, weil er mit seinerzahlreichen Familie die Rechte der Kolonien gegen das Mutterland vcrthcidigte- Edward,der jüngste von neun Geschwistern, verlebte seine Jugend unter den Eindrücken des Frei-heitskämpfer und widmete sich erst mit Eintritt des Friedens einem regelmäßigen und auS-gcbreiteten Rechtsstudium. Er hatte sich bereits mehre Jahre zu Neuyork als tüchtigerAdvocat bewährt, als ihn 1794 seine Mitbürger zum Cvngresse schickten. Hier gehörte erder Partei der Demokraten an und bekämpfte den Vertrag mit England, sowie die Einfüh-rung einer Frcmdenbill. Als seine Partei mit der Präsidentschaft Jefferson's die Oberhandgewann, wurde er 1802 Staatsanwalt für Neuyork und zugleich erste Magistratspersonfür die Stadt gleiches Namens. In letzterer Eigenschaft bewies er besonders Muth undHingebung, indem er auf seinem Posten verharrte, während die Bevölkerung vor dem Gel-ben Fieber floh. Durch diese Katastropbe in seinem Vermögen zurückgekommen, wanderteer um l 804ach Luisiana aus, dessen Abtretung an die Vereinigte» Staaten sein Brudermit Frankreich verhandelt hatte. Er widmete sich dem Landbau, trat zugleich zu Neuor-leans als Advocat auf und erwarb sich große Verdienste um die städtische Gesetzgebung.Während der Invasion der Engländer vertauschte er die Feder mit dem Schwerte, wurdeder Adjutant seines Freundes Jackson (s.d.) und zeichnete sich beim Angriff vom 22. Dec.1814, sowie im Treffen vom 8. Jan. >813 rühmlich aus. Mit dem Frieden widmete ersich wieder der Advocatur. Im I. > 821 erhielt er von der Gesetzgebenden VersammlungLuisianas den Auftrag, einen Strafcodex zu entwerfen. Bereits hatte er diese Arbeit voll-endet, als ihm >824 das Manuskript durch eine Feuersbrunst vernichtet wurde; erst nachzweijährigen Anstrengungen gelang es ihm, den Entwurf wiederherzustellen. Dieses ein-fache, auf brit. und franz. Recht gegründete Gesetzbuch ist auch thcilwcise von Brasilien,von der Republik Guatemala aber ganz angenommen worden und zeichnet sich besondersdurch die Abschaffung der Todesstrafe und Einführung des Pönitenziarsystcms aus. L.wurde nun mehrmals als Abgeordneter zum Congreß geschickt, und nachdem Jackson zurPräsidentschaft gelangt, erhielt er >831 das Amt eines Staatssecrctairs. In dieserEigen-schaft nahm er an den Kämpfen für den Zolltarif und gegen das Bankprivilcgium den leb-haftesten Antheil. Im I. >833 ging er als bevollmächtigter Minister nach Paris, wo ermit großem Eifer und anscheinend ohne Rücksicht auf die Dienste, die einst Frankreich sei-nem Vatcrlandc geleistet, die Schuldfodcrung der Vereinigten Staaten ordnete. KurzeZeit nach seiner Rückkehr starb er am 23. Mai 1836 auf seinem Landgute Montgomery. Sein älterer Bruder, No b. L., gcb. am 27. Nov. 1746, war beim Ausbruche der Zer-würfnisse mit dem Mutterland«: Advocat zu Neuyork. Als Mitglied des ersten CongressesUnterzeichnete er die Unabhängigkeitscrklärung der Colonien. Im I. 1780 trat er in dasMinisterium der auswärtigen Angelegenheiten und nach Annahme der Constitution erhielter das Amt eines Kanzlers der Union. Als solcher nahm er am 30. Apr. 1789 Washing-ton zum ersten Male den Präsidenteneid ab. Jm J. >801 ging er als Bevollmächtigternach Frankreich und brachte bei dem ersten Konsul die Abtretung Luisianas an die Verei-nigten Staaten zu Stande. Hier lernte er seinen Landsmann Fulton (s. d.), den Erfinderder Dampfschiffahrt, kennen und führte denselben > 805 nach den Vereinigten Staaten zu-rück, wo die Erfindung sogleich Anwendung fand. Auch machte sich L. sehr verdient umdie Einführung der Merinos, die Hebung des Ackerbaus, wie um die Verbreitung wissen-schaftlicher Bildung. Er starb am 26. Mär; 1813.

LivlUs ist der Name eines röm. plebejischen Geschlechts, von welchem ein Zweig denBeinamen Drusus (s. d.) führt. Außer diesem ist namentlich M. Livins bekannt, der,weil er als Censor den Salzpreis erhöhte, den Beinamen Salinator erhielt. Er war imI. 219 v. Chr. mit Lucius ÄmiliuS Paulus Konsul, schlug die Illyrier, wurde aber dar-auf wegen ungerechter Vertheilung der Beute von dem Volke angeklagt und verurtheilt.